Tschernobyl mahnt: Energiewende nicht vermasseln

Zum 26. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Vor 26 Jahren beendete die Katastrophe von Tschernobyl ein für alle mal das Märchen von der sicheren Atomenergie. Zehntausende Todesopfer und die Verseuchung einer ganzen Region waren der schreckliche Beweis für die hohen Risiken der Atomkraft. Noch heute leiden viele Menschen in Weißrussland, Russland und der Ukraine unter den schlimmen Folgen für Mensch und Umwelt. Der Tschernobyl-Tag ist für uns seitdem ein Tag des Gedenkens und der Mahnung.

Doch es musste erst eine weitere große nukleare Katastrophe in Fukushima passieren, bevor sich die parlamentarische wie außerparlamentarische Atomlobby in Deutschland von den lautstarken Protesten gegen die Atomkraft zur Umkehr zwingen ließ. Erst da hat auch die schwarz-gelbe Bundesregierung begriffen, auf welchen Irrweg sie sich mit der gefährlich falschen Rücknahme des rot-grünen Atomausstiegs begeben hatte. Doch nach dem Beschluss zum Atomausstieg in Deutschland gefährdet Schwarz-Gelb nun dessen Umsetzung und vermasselt den notwendigen zweiten Schritt, die konsequente Energiewende hin zu den Erneuerbaren.

Damit würde Deutschland weltweit zum Vorbild für die Abkehr eines großen Industrielandes von der hochgefährlichen Atomkraft, ohne stattdessen auf klimaschädigende Kohlekraftwerke zu setzen. Wir wollen zeigen, dass eine moderne Energieversorgung ohne Kernenergie möglich ist. Und je mehr Staaten sich von der realen Möglichkeit einer atomfreien Welt überzeugen lassen, um so kleiner wird die Gefahr, dass sich eine Katastrophe wie Tschernobyl wiederholt.“

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Keine Wende in Sicht

Schwarz-Gelb verstolpert wichtige Schritte auf dem Weg zur Zukunft mit Erneuerbaren. Die Solarförderung wird gekappt, bei Energiesparen und Energieeffizienz werden Potentiale nicht genutzt.

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„Es ist etwas passiert“

Vor 25 Jahren explodierte der Block 4 des Atomkraftwerks in Tschernobyl. Mitglieder des Bundesvorstands erinnern sich an die Tage der Katastrophe.

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Ja zum schnellen Atomausstieg

Dem Atomausstieg bis 2022 soll zugestimmt werden, aber die Grünen werden alles daran zu setzen, das letzte AKW deutlich vor 2022 abzuschalten.

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25 Jahre Tschernobyl: AKW endlich abschalten!

Am 26. April jährt sich die Reaktorkatastrophe zum 25. Mal. Einen Tag vorher wird es bundesweit Aktionen an AKW-Standorten geben.

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Atomausstieg

Unsere Position zum Thema Atomausstieg.