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Teşekkürler!

Zum 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens erklären Claudia Roth und Cem Özdemir, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Vor 50 Jahren schlossen Deutschland und die Türkei das Anwerbeabkommen. Ursprünglich nur ein Mittel zur Überbrückung des Arbeitskräftemangels in der Bundesrepublik, mündete dieses Abkommen in dauerhafte Einwanderung. Heute leben etwa 2,7 Millionen türkischstämmige Menschen in Deutschland, unter ihnen Angehörige der ersten Generation ebenso wie deren Kinder und Enkel. Sie alle machen Deutschland bunter, multikultureller und lebenswerter.

Das moderne Deutschland ist ohne sein türkisches Element kaum mehr vorstellbar. In allen gesellschaftlichen Bereichen prägen heute türkischstämmige Deutsche das Bild unseres Landes. Dabei betrachten sich viele gar nicht als Migrantinnen oder Migranten, gerade wenn sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Namen wie Fatih Akin und Mesut Özil stehen nur stellvertretend für viele andere, die Deutschland kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich prägen und voranbringen. Dazu zählen nicht zuletzt die inzwischen rund 80.000 deutsch-türkischen Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren 400.000 Beschäftigten.

Dieser Jahrestag ist ein willkommener Anlass, um gerade die erste Generation zu würdigen. Das deutsche Wirtschaftswunder ist auch dem Einsatz vieler türkischstämmiger Migrantinnen und Migranten zu verdanken, die oftmals körperlich schwere Arbeiten übernahmen und dadurch den sozialen Aufstieg der Einheimischen mit ermöglichten. Vor der Lebensleistung dieser Pioniere haben wir den größten Respekt.

Die 50 Jahre seit Vereinbarung des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens sind leider auch eine Geschichte vieler verpasster Chancen, um das Miteinander von Menschen deutscher und nicht-deutscher Herkunft zu einem gemeinsamen „Wir“ zu fördern. Schließlich war schon nach dem Anwerbestopp 1973, als viele türkischen Arbeitskräfte ihre Familienangehörigen nachholten, klar: Integration wird zur langfristigen Aufgabe für Politik und Gesellschaft. Das neue Staatsangehörigkeitsgesetz von 2000 mit der Einführung des Territorialprinzips war deshalb ein überfälliger Schritt, doch auch hier war die Politik nicht mutig genug.

Die Abschaffung der Optionspflicht und ein unaufgeregter Umgang mit Mehrstaatigkeit stehen auf der integrationspolitischen Agenda nach wie vor ganz oben. Die zentralen Herausforderungen bleiben die Förderung von Inklusion durch Arbeit und die Verbesserung der Bildungslage türkischstämmiger Kinder und Jugendlicher, die gerade an Schulen und bei Bewerbungen nach wie vor benachteiligt werden. Entscheidend für die gemeinsame Bewältigung der Herausforderungen ist aber auch eine politische Kultur, die offenkundig soziale Probleme mangelnder Teilhabechancen nicht ethnisiert und vor allem mit kulturellen Faktoren erklärt."

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Teşekkürler, Grazie, Danke

Anlässlich 50 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen lobten Claudia Roth und Cem Özdemir die erste Einwanderer-Generation für die Hilfe beim Aufbau des Nachkriegsdeutschlands.

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Eine größere Offenheit für Vielfalt

Ein Interview mit Cem Özdemir über Integration, ein durchlässigeres Bildungssystem und sein neues Buch.

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7 Haziran Avrupa seçimlerine katilin!

Cem

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Merkel verspielt Einfluss

Grüne Woche mit Cem Özdemir: Was sind die Vorraussetzungen für eine türkische EU-Mitgliedschaft, was läuft zwischen Merkel und Erdogan falsch und wie muss man "Pro NRW" begegnen?

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Komm zur grünen Zukunftskonferenz

Für eine breite Diskussion zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Zukunft möchten wir am 2. Juli ins Berliner Kosmos einladen.

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