AKW-Ausbau in Temelin stoppen
Bis zum 5. Juni können auch deutsche Bürgerinnen und Bürger noch Einspruch gegen den Neubau zweier Atomreaktoren im tschechischen Grenzgebiet einlegen. MEHR
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Ein neuer Report des Club of Rome zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft unseres Planeten. Dennoch lohnt es sich, für ein Umdenken zu kämpfen. MEHR
Bundesrat beschließt mit einer Zweidrittelmehrheit eine grundlegende Überarbeitung der schwarz-gelben Solarkürzung. Eine Schlappe für Röttgen. MEHR
Der Bund hätte nie komplett aus der Verantwortung bei der Bildung entlassen werden dürfen, sagen Sylvia Löhrmann und Cem Özdemir. MEHR
Wie viel Basisdemokratie steckt im grünen Delegiertenprinzip? Ein Gastbeitrag von Till Westermayer. MEHR
Der Entzug der Eishockey-WM 2014 wäre ein Zeichen gegen das Lukaschenko-Regime. MEHR
20 Jahre nach dem ersten Erdgipfel trifft sich die Weltgemeinschaft erneut in Brasilien. Ein Dossier der Böll-Stiftung. MEHR
Bei der Energiewende agiert die Bundesregierung planlos und bremst die Entwicklung mit falschen Entscheidungen aus. MEHR
Das Betreuungsgeld hilft niemandem wirklich weiter. MEHR
Zur Folter von politischen Gefangenen in Äthiopien erklären Claudia Roth, Bundesvorsitzende, und Thilo Hoppe, Sprecher für Welternährung der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Die Situation von politischen Gefangenen in Äthiopien nimmt dramatische Züge an. Mehrere Hundert Oppositionelle wurden bereits dieses Jahr verhaftet. Es gibt Berichte von akuten Menschenrechtsverletzungen und massiver Folter an politischen Gefangenen. Im Zentrum dieser Verbrechen steht das zentrale Untersuchungsgefängnis Maekelawi in Addis Abeba.
Als Folge von restriktiven Anti-Terror-Gesetzen aus den Jahren 2008 bis 2010 sehen sich unabhängige JournalistInnen, OppositionspolitikerInnen und MenschenrechtsaktivistInnen einer massiven Zensur und Verfolgung durch staatliche Sicherheitskräfte ausgesetzt. Die unabhängigen Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch und Amnesty International sowie das Anti-Folter-Komitee der Vereinten Nationen sprechen von systematischer Verfolgung, sowie der Anwendung von Gewalt und Folter gegen RegimekritikerInnen.
Am 14. September 2011 wurden der Journalist Eskinder Nega und die oppositionellen Politiker Andualem Arage, Nathanial Mekonnen, Asaminew Berhanu, die der Partei Unity for Democracy and Justice angehören, sowie Zemene Molla, Generalsekretär der Ethiopian National Democratic Party, verhaftet. Zudem befinden sich die Journalisten Woubishet Taye und Reeyot Alemu sowie die Oppositionspolitiker Oblama Lelisa und Abera Yemane in Haft, letzterer bereits seit 1993.
Wir fordern die Bundesregierung auf, die Folter von politischen Gefangenen gegenüber der äthiopischen Regierung zu verurteilen, die Freilassung der Oppositionellen einzufordern und sich deutlich gegen Menschenrechtsverletzungen in äthiopischen Gefängnissen zu positionieren. Dazu gehört vor allem die Schließung des Untersuchungsgefängnisses Maekelawi und aller geheimen Gefangenenlager.
Das Lob der Bundesregierung für das Engagement der äthiopischen Regierung bei der Hungerkrise am Horn von Afrika darf nicht die Forderung nach Wahrung der Menschenrechte in den Hintergrund rücken. Nur so kann eine werteorientierte Außenpolitik und Menschenrechtspolitik glaubwürdig vermittelt werden."