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Entschieden gegen Homophobie kämpfen

Zum Internationalen Tag gegen Homophobie erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Vor genau 22 Jahren, am 17. Mai 1990, wurde Homosexualität als vermeintliche Krankheit von der Liste der WHO gestrichen. Nach wie vor werden Lesben, Schwule, Transgender und Transsexuelle auf der ganzen Welt wegen ihrer sexuellen Neigung gedemütigt, verfolgt, vergewaltigt oder sogar ermordet. Ihnen gilt am Internationalen Tag gegen Homophobie unsere Solidarität und Unterstützung. Besonders wollen wir all jener gedenken, die für ihren Kampf gegen Homophobie mit ihrem Leben bezahlen mussten.

In vielen afrikanischen Ländern wie Uganda ist die Situation besonders dramatisch. Nicht nur steht Homosexualität dort unter drakonischen Strafen, Medien und Politiker rufen immer wieder zur Ermordung von Lesben und Schwulen auf. Aber auch in Osteuropa, besonders in Weißrussland, Russland, der Ukraine oder in Aserbaidschan werden Homosexuelle systematisch durch Polizei und Behörden diskriminiert. Gewalttätige Übergriffe werden nicht nur durch Rechtsradikale, sondern immer wieder auch durch Polizeibeamte verübt. Die Bundesregierung muss den Druck auf diese Länder erhöhen und unmissverständlich verlangen, dass Menschenrechte dort für alle Menschen gelten.

Noch vor 18 Jahren war Homosexualität in Deutschland in Teilen illegal. Auch und vor allem dank Grüner Initiativen und vieler engagierter Aktivistinnen und Aktivisten hat sich seitdem viel verändert. Dennoch sind homosexuelle Menschen auch in Deutschland an vielen Orten und in vielen Bereichen nach wie vor gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ausgesetzt. Rechtlich werden sie immer noch diskriminiert. Mit der Einführung von Lebenspartnerschaften und den Versorgungsansprüchen für Partnerinnen und Partner sind wir der Gleichstellung ein gutes Stück näher gekommen. Jetzt muss endlich die vollständige Gleichstellung mit der Ehe folgen.“

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