Ein großer Schritt für die Regierung, ein kleiner für den Datenschutz

Zum Gesetzentwurf von Bundesinnenminister de Maizière zu Datenschutz im Internet erklären Claudia Roth, Bundesvorsitzende, und Malte Spitz, Mitglied des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Nach einem Jahr der warmen Worte, Thesenpapiere und Kaffeekränzchen mit der ,Netzcommunity‘ hat Bundesinnenminister de Maizière mit seinen heutigen Ankündigungen – wenn auch vorerst nur in Einzelfragen – einen längst überfälligen Schritt hin zu mehr Datenschutz für Bürgerinnen und Bürger getan. Bis jetzt hat die schwarz-gelbe Bundesregierung aber immer noch kein schlüssiges Konzept für einen modernen Datenschutz vorgelegt.

Wir fordern einen vollständigen Grundrechtsschutz und keinen Minimalismus. Es müssen klare Grundsätze für den Datenschutz gelten anstatt wie von de Maizière beschrieben nur eine ,rote Linie‘. Über die Grundsätze eines modernen Datenschutzrechtes schweigt der Minister weiterhin. Zudem wird die internationale Dimension von Datenschutz im Internet in den Vorschlägen der Regierung ignoriert. Dabei stehen auf europäischer Ebene sowohl die Datenschutzrichtlinie als auch ein neues Datenschutzabkommen mit den USA aktuell auf der Tagesordnung. Ein modernes Datenschutzrecht im digitalen Zeitalter kann nicht vornehmlich national geregelt werden.

Die Regelungen für Schmerzensgeldzahlungen durch Privatunternehmen als auch die Regulierung der Standortdatenabfrage sind längst überfällig. Generelle Zustimmungspflichten zur Speicherung, Verarbeitung und Weitergabe von persönlichen Daten müssen jedoch online wie offline gelten. Alles andere wäre pure Lobbypolitik.“

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.

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De Maizières Käseglocke

Was der Innenminister plant, reicht nicht für eine gute Netzpolitik. Er läuft Gefahr, die Fehler seiner Vorgänger zu wiederholen. Ein Gastkommentar von Malte Spitz für ZEIT Online.

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Alles wissen, alles verbieten?

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN rufen auf zur Demo für mehr Bürgerrechte und Datenschutz am Samstag in Berlin

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Schluss mit Frösche retten und ran an die Computer!

Das Internet hat die politische Sphäre verändert. Julia Seeliger schreibt, warum Politiker trotzdem nicht gezwungen sind, sich digital auszuziehen.

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Kampf für Privatsphäre geht weiter

Facebook kündigt mehr Kontrolle über die eigenen Nutzerdaten an. "Jetzt müssen konkrete Taten folgen", meint Malte Spitz.

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Datenschutz als Chance

Facebook steht wegen mangelhaftem Datenschutz wieder in der Kritik. Sollte man jetzt sein Profil löschen? Falk Lüke meint: Datenschutz muss von einem Sozialen Netzwerk nicht als Hindernis sondern als Pluspunkt begriffen werden.