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Antisemitismus wirkungsvoll bekämpfen

Zum Gedenktag 9. November und zum ersten Bericht des "Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus" erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 kostete zahlreiche jüdische Bürgerinnen und Bürger das Leben, viele wurden misshandelt und hunderte von Synagogen und Geschäften wurden in aller Öffentlichkeit zerstört. In dieser Nacht zeigte sich die mörderische Fratze des nationalsozialistischen Systems in aller Deutlichkeit. Wir gedenken der Opfer und stehen solidarisch an der Seite ihrer Familien.

Die Ergebnisse der Studie des ,Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus‘ zeigen, dass auch heutzutage Antisemitismus kein Randphänomen in unserer Gesellschaft ist. In den vergangenen Jahren haben sich antisemitische Praktiken und Tiraden immer weiter ausgebreitet.

Dringend nötig sind neue Maßnahmen zur Bekämpfung von Antisemitismus. Gerade in den Schulen benötigen wir einen anderen Umgang mit Antisemitismus. Es bedarf einer Neuorientierung der Erinnerungskultur, da immer weniger Zeitzeugen aus eigener Erfahrung von den Schrecken der Nazis, der Konzentrationslager und aus den Erfahrungen des Vernichtungskriegs berichten können. Neben dem Holocaust müssen Jugendlichen die gegenwärtigen ganz konkreten Formen und Folgen von Antisemitismus deutlich gemacht werden.

Aber auch die Politik ist gefordert: Es macht keinen Sinn, Projekte zur Förderung der Demokratie und gegen Antisemitismus nur immer für kurze Perioden zu finanzieren. Die von Ministerin Schröder geplanten Kürzungen im Bereich der Demokratieförderung sind daher der falsche Weg, die Kampagnen und Initiativen vor Ort müssen unterstützt und langfristig gefördert werden.

Dazu bedarf es eines ausfinanzierten Bundesprogrammes gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit."

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Wir dürfen nie vergessen

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gedenken der Opfer.

Der Extremismusbegriff

Beim Kampf gegen Rechts kann es vorkommen, dass Kritiker eures Engagements Rechtsextremismus mit linker Gewalt und Islamismus in einen Topf werfen. Im folgenden findet ihr eine Erklärung, warum diese Gleichsetzung problematisch ist.

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Praktische Tipps für den Kampf gegen Nazis

Dieser Ratgeber soll euch Hilfe, Anregungen und Unterstützung im aktiven Kampf gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sein. Hier bekommt ihr konkrete Tipps, was ihr den Strategien der Neonazis entgegensetzen, wie ihr rechte Veranstaltungen und Demonstrationen entgegenwirken und an welche Stellen ihr euch für Unterstützung wenden könnt.

Dagegen: Fremdenfeindlichkeit

Bündnispartner gegen Rechts

Entscheidend für eine gelungene Aktion gegen Rechts ist, dass nicht nur wir als GRÜNE ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit setzen, sondern die gesamte Zivilgesellschaft. Gegenaktionen zu rechtsextremen Demonstrationen, Ständen oder Mahnwachen sind deutlich wirksamer, wenn nicht nur eine einzelne Partei in Erscheinung tritt. Versucht deshalb, ein möglichst breites Bündnis auf die Beine zu stellen. Vergesst dabei unsere Grüne Jugend nicht. Solche Netzwerke sollten auf Dauer angelegt sein, denn dann stärken sie auch die Zivilgesellschaft vor Ort. Hier findet ihr eine Liste potentieller Bündnispartner.

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