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Trump wählt den Weg in die Isolation

Zum Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen erklären die Spitzenkandidaten von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir:

„Trump wählt den Weg in die Isolation. Als Geisterfahrer irrt er der Weltgemeinschaft entgegen, die sich längst aufgemacht hat in Richtung Klimaschutz.

Die USA fallen mit dieser Absage an Paris als Partner im Kampf gegen die Klimakrise aus. US-Präsident Trump vernichtet tausende Arbeitsplätze und wirft die wirtschaftliche und ökologische Modernisierung der USA um Jahrzehnte zurück. Sein Versprechen, der heimischen Kohle zu altem Glanz zu verhelfen, wird er nicht einlösen können!

Damit der internationale Wille des Kampfes gegen die Erderhitzung nicht zum Erliegen kommt, sollte Merkel den Kohleausstieg in Deutschland einleiten. Gemeinsam mit Macron und unseren europäischen Partnern muss Merkel die Klimaunion Europa ausrufen. Dazu gehört die Einführung eines europäischen CO2-Mindestpreises. Notfalls muss Deutschland mit einem eigenen CO2-Mindestpreis vorangehen. Es geht darum, dem Klimakiller CO2 einen Preis zu geben und Anreize für die Modernisierung unserer Wirtschaft zu setzen. Das ist die richtige Antwort auf Trumps klimapolitischen Rückschritt. Zum G20-Gipfel Anfang Juli sollte Deutschland selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Wir wollen den Ausstieg aus der deutschen Kohleverstromung einleiten und uns entschieden für den Abbau fossiler und klimaschädlicher Subventionen einsetzen.

Zugleich dürfen wir eines nicht vergessen: Die USA sind nicht gleich Trump. Unsere transatlantischen Beziehungen leben auch von gesellschaftlichen Verbindungen und politischer Zusammenarbeit über Washington und Berlin hinaus. In den USA kämpfen Bundesstaaten wie Kalifornien und viele gesellschaftliche Gruppen weiter gegen den Klimawandel. Sie können auf uns Europäer als Partner zählen.

Wir haben keine zweite Erde. Für uns heißt es: jetzt erst recht!“