Der Text "Unser Spitzenduo". Dazu die Gesichter von Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt.

2017: Das entscheidende Jahr für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen

Anlässlich des Spitzentreffens der Vorsitzenden der Umweltverbände und des Bundesvorstands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erklären Simone Peter, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Leif Miller, Vizepräsident des Umweltdachverbands DNR:

"Im Jahr 2017 finden in Deutschland zentrale Weichenstellungen für den
Schutz der Umwelt und des Klimas sowie für eine zukunftsfähige
Entwicklung statt. Beim G20-Gipfel in Hamburg entscheidet sich, ob sich
die größten Industriestaaten der Welt darauf verständigen können, die
Globalisierung im Einklang mit der Natur und den Menschen zu gestalten.
In Bonn wird es bei der Klimakonferenz Ende des Jahres darum gehen, dass
der historische Klimavertrag von Paris nun auch konkret umgesetzt wird.
Bei der Bundestagswahl muss eine Regierung ins Amt gewählt werden, für
die Umwelt- und Klimapolitik ein Querschnittsthema ist und die als
verantwortungsbewusste Industrienation ambitioniert auf die riesigen
Herausforderungen wachsender Naturzerstörung und fortschreitender
Klimakrise reagiert.

Deutschlands Verpflichtung aus dem Klimavertrag erfordert vor allem eine
umfassende Transformation der Energieerzeugung und der
Mobilitätsbranche. Dies bedeutet: Raus aus der Kohleverstromung und dem
Verbrennungsmotor, rein in 100 Prozent Erneuerbare Energien und
Energieeffizienz sowie in die Elektromobilität.

Um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten, ist ein
Paradigmenwechsel in der Landwirtschaftspolitik erforderlich: weg von
einer großzügig alimentierten Agrarindustrie zu Lasten von Tier, Mensch
und Natur, hin zu einer umweltverträglichen Landwirtschaft und guten
Nahrungsmitteln. Wir kämpfen daher für eine grundlegende Neuausrichtung
der EU-Agrarpolitik zur Honorierung gesellschaftlicher Leistungen sowie
für eine konsequente Nutzung aller Möglichkeiten zur Umschichtung von
EU-Direktzahlungen in zielgerichtete Fördermaßnahmen für eine
bäuerlich-ökologische Landwirtschaft.

Gemeinsam setzen wir uns weiterhin für eine faire Handelspolitik ein,
die Menschen und die Umwelt schützt. Das CETA-Abkommen erfüllt diese
Bedingungen nicht. Deshalb fordern wir das Europäische Parlament auf,
das Abkommen abzulehnen.“

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