Auf gelbem Hintergrund steht zwischen zwei Balken: "Urwahl: Basis ist Boss" und darunter "Bis zum 1.11. Mitglied werden und mitbestimmen!". Daneben vier hoch gehaltene Arme.

Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall. #AUSNAHMSLOS.

Zusammen mit 22 weiteren Feministinnen hat Gesine Agena, Mitglied des Bundesvorstandes und frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, den Aufruf #AUSNAHMSLOS zu den Übergriffen in Köln verfasst. Dazu erklärt Gesine Agena:

„Unter der Überschrift 'Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer.
Überall. #AUSNAHMSLOS' stellen wir uns gegen die Instrumentalisierung
von feministischen Anliegen durch Populismus und rassistische Propaganda.

Seit den Übergriffen in der Silvesternacht läuft eine intensive
öffentliche Debatte um sexualisierte Gewalt und Sexismus in Deutschland.
Doch statt über Präventionsarbeit oder den Schutz der Betroffenen zu
sprechen, missbrauchen viele diese Debatte, um ihren rassistischen oder
sexistischen Ressentiments Ausdruck zu verleihen und über Herkunft oder
Religion der Täter zu spekulieren.

Wir fordern ein gesamtgesellschaftliches Verständnis darüber, dass das
Recht auf körperliche Unversehrtheit ohne Ausnahme für alle Frauen gilt.
Sexismus und sexuelle Belästigungen jeglicher Art sind keine
Kavaliersdelikte, sondern Angriffe auf die Würde des Menschen. Frauen
und Mädchen müssen sich im öffentlichen Raum angstfrei bewegen können.

Zu unseren Forderungen gehört auch die Reform des Sexualstrafrechts.
Nein heißt Nein – dieser Grundsatz muss endlich im Strafrecht gelten.
Hierzu hat unsere Bundestagsfraktion einen Gesetzentwurf vorgelegt. Es
ist erfreulich, dass die Union ihren Widerstand gegen eine
Strafrechtsverschärfung nun endlich aufgegeben hat. Die Vorschläge des
Bundesjustizministers gehen jedoch nicht weit genug.

Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist leider kein Einzelfall. Jede 3. Frau in
Europa hat sexualisierte und/oder physische Gewalt erlebt. Dabei finden
die meisten Übergriffe im häuslichen Rahmen statt. Frauenhäuser, Notrufe
und Hilfestrukturen müssen deshalb angemessen finanziert werden.“

Das gesamte Statement und die zahlreichen Unterzeichner*innen finden Sie
unter: www.ausnahmslos.org

Zu den Erstunterzeichnerinnen gehören unter anderem Simone Peter,
Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Katja Dörner, stellvertretende Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion, Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Renate Künast, Vorsitzende des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestags, Ulle Schauws MdB, Franziska Brantner, MdB, Terry Reintke MdEP, Ska Keller MdEP und Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung.

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