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Frauen und Mädchen stärken und vor Gewalt schützen

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November, erklären Simone Peter, Bundesvorsitzende, und Gesine Agena, Frauenpolitische Sprecherin und Mitglied im Bundesvorstand von BÜNDNIS/90 DIE GRÜNEN:

"Die Hälfte aller Menschen, die weltweit vor Krieg, Armut und Gewalt fliehen, sind Frauen und Mädchen. Unter schwierigsten Bedingungen nehmen sie einen Weg auf sich, auf dem die Gefahr, Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen zu werden, ein ständiger Begleiter ist. Frauen und Mädchen, denen die Flucht nach Europa gelungen ist, suchen hier Schutz vor Gewalt. Viele von ihnen sind traumatisiert und tragen gleichzeitig die Verantwortung für ihre Kinder.

Doch in den Unterbringungen für Geflüchtete leben sie wegen fehlender Infrastruktur oft auf engstem Raum und ohne Rückzugsmöglichkeiten. Unter diesen Bedingungen laufen nun gerade sie wieder Gefahr, Opfer von Gewalt zu werden. Das ist unerträglich.

Deshalb müssen wir das besondere Schutzbedürfnis von Frauen und Mädchen anerkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Wir fordern Gewaltschutzkonzepte und Qualitätsstandards für Gemeinschaftsunterkünfte und Aufnahmelager, die Schulung und Sensibilisierung des Personals bezüglich (sexualisierter) Gewalt, spezielle Ansprechpartnerinnen für Frauen in Not, den Zugang für Frauen zur Gesundheitsversorgung und psychischer Betreuung und die finanzielle Stärkung von Gewaltschutzzentren und Beratungsstellen.

Gewalt gegen Frauen geht uns alle an. Es trifft Frauen und Mädchen aus allen sozialen Schichten, Religionen, Nachbarschaften, Altersgruppen. Wir brauchen flächendeckende und verlässliche Beratungs- und Unterstützungsstrukturen, die Frauen und Mädchen stärken und ihnen bei drohender Gewalt Schutz bieten.

Frauenrechte durchsetzen heißt auch, Frauen vor Gewalt zu schützen!"

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