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Zeit nehmen

Manfred Molicki will, dass die Menschen ihr Lebenstempo hinterfragen. Wir wollen eine Gesellschaft, in der Entschleunigung möglich ist und die neben der Arbeit Zeit für Freizeit und Familie lässt.

Das rechte Zeitmaß finden

Manfred Molicki, Gründer "Gesellschaft für Zeitkultur", www.zeitkultur.com

"Unsere Auffassung von Zeit stammt aus den Anfängen der Industrialisierung, als wir Menschen wie Maschinen behandelt haben, die man immer schneller drehen kann", sagt Manfred Molicki, Gründer der "Gesellschaft für Zeitkultur", die sich für einen alternativen und humanen Umgang mit der Zeit einsetzt. Unter anderem wurde das Projekt "Eigenzeit-Ort Königsfeld" ins Leben gerufen: Über 70 Eigenzeit-Stationen laden ein, inne zu halten und das eigene Lebenstempo zu hinterfragen. Doch es geht nicht grundsätzlich um Langsamkeit, denn Zeit ist eine individuelle Ressource: "Ein 20-Jähriger lebt sicherlich schneller als ein älterer Mensch und fühlt sich dabei wohl. Jeder muss sein rechtes Zeitmaß finden", sagt Molicki.

Und jetzt seid Ihr gefragt:

www.slowfood.de
(Essen und Trinken bewusst genießen)

www.zeitverein.com
(Verein fürs Innehalten und Nachdenken)

www.cittaslow.info
(Stärkung der regionalen Stadtkultur)

Das muss die Politik tun...

Wir wollen anständig bezahlte Arbeit für alle – Arbeit, die nicht krank macht und Zeit lässt für Freizeit und Familie:

  • Geringverdiener stärken: Wer arbeitet, muss angemessen bezahlt werden – mit einem gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro.
  • Gleichen Lohn für gleiche Arbeit zahlen: Die Lohndiskriminierung von Frauen ist nicht länger hinnehmbar.
  • Vereinbarkeit ermöglichen: Durch flexible Arbeitszeitmodelle und einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert.
  • Arbeitslose unterstützen: Die Hartz-IV-Regelsätze müssen erhöht werden, Bedarfsgemeinschaften gehören abgeschafft. Arbeitssuchende müssen stärker gefördert werden: Motivation statt Sanktionen!

Foto: privat