"Wenn, dann die Grünen"

28 Jahre, fast die gesamte Geschichte von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, liegt zwischen ihren Parteieintritten. Dietmar Strehl und Alexandra Herz haben sich beide als Studierende mit Mitte Zwanzig den Grünen angeschlossen. Doch die Bedingungen für Neumitglieder haben sich heute gegenüber den Gründungsjahren der Partei deutlich verändert. Ein Beitrag von Marion Blitz für den schrägstrich 04/2010.

Es war kein konkretes Ereignis, das Alexandra Herz zu den Grünen geführt hat: „Ich habe schon lange mit den Grünen sympathisiert, seit ich politisch denke, seitdem Rot-Grün 1998 an die Regierung gekommen ist“, erzählt die 24-Jährige, die Politikwissenschaft und European Studies studiert und seit September Mitglied im Kreisverband Berlin-Mitte ist. Die schwarz-gelbe Bundesregierung sei zwar ein Katalysator gewesen für ihre Entscheidung, aber nicht ausschlaggebend: „Ich habe das Grüne Grundsatzprogramm gelesen und da hatte ich das Gefühl, das kann ich alles so unterschreiben.“ BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, sagt Alexandra Herz, sei derzeit die einzige Partei mit Visionen, ökologischen, gesellschafts- und wirtschaftspolitischen: „Vor allem das war für mich die treibende Kraft.“ Eine andere Partei ist für sie nie in Frage gekommen: „Wenn, dann die Grünen. Das war ganz eindeutig.“ Sie will die Grünen und ihre Inhalte unterstützen.

„Geht doch nach drüben“

„Frieden und Atom, das waren die Diskussionen zu dieser Zeit, und da habe ich gedacht, da muss ich jetzt mit zur Demo, und die Grünen waren die einzigen, die allen Leuten angeboten haben, kommt mit dahin“, erzählt Dietmar Strehl, der damals Mathematik und Betriebswirtschaft in Bonn studierte. „Irgendwann habe ich dann gesagt, gut, dann will ich bei euch mitmachen“ – was 1982 nicht unbedingt einfach war: „Die Grünen waren ein kleiner Laden, vielleicht 60 oder 70 Leute in Bonn, eine in-group, die eigentlich gar nicht unbedingt wollten, dass neue Leute dazukommen“, erzählt er lachend. Und den Menschen außerhalb der Partei waren die Grünen erst recht nicht willkommen: „Am Anfang schlug uns teilweise eine ziemliche Aggressivität entgegen, manchen waren die Grünen richtig verhasst und der Standard-Spruch war: Geht doch nach drüben!“

„Wir können hier in Berlin echt was bewegen.“

Davon, ein exklusiver Zirkel zu sein, haben die Grünen sich längst verabschiedet: „Bei jedem Treffen sind hier neue Mitglieder. Wir waren neulich bei der Mitgliederversammlung in einem der größten Säle im Rathaus Wedding und der war noch zu klein“, berichtet Alexandra Herz. Sie hatte von Anfang an das Gefühl, offen empfangen und ernst genommen zu werden. Und das gesellschaftliche Standing der Grünen ist heute, 30 Jahre nach der Parteigründung, so gut, dass sie ab Herbst 2011 sogar mit Renate Künast in Berlin regieren könnten. Dass die Stimmung „so super ist und wir gerade hier in Berlin vielleicht echt was bewegen können, begeistert Alexandra Herz. Doch dass der Trend grün ist und deshalb auch viele Türen offen stehen, war nicht ausschlaggebend für ihren Beitritt. Im Gegenteil, eine politische Karriere, gar ein Amt auf Bundesebene, kann sie sich zumindest bisher nicht vorstellen: „Ich arbeite lieber inhaltlich; große Reden zu schwingen und mein Gesicht überall auf Wahlplakaten zu sehen, wäre nicht so mein Ding.“
Parteikarriere, das war auch vor über 20 Jahren kein Thema für Dietmar Strehl: „Damals haben wir ja noch vor jeder Wahl darüber diskutiert, ob wir zu dieser Wahl auch antreten sollen. Ich habe nie darüber nachgedacht, dass ich da irgendwo mal mitmische. Das ist dann so passiert, weil wir bei der Kommunalwahl 1984 in Bonn so gute Ergebnisse hatten, dass alle mitmachen mussten.“ Auch in die Führungsriege auf Bundesebene ist Dietmar Strehl über den Umweg Nordrhein-Westfalen “reingerutscht“: Der dortige Landesverband holte ihn während einer schwierigen Finanzdebatte 1987 als Finanzreferent, vier Jahre später übertrug ihm der Bundesverband das verlassene Amt des Bundesfinanzreferenten.

Eine neue Generation – die Grundsätze bleiben

Die Umbrüche, Metamorphosen und Grundsatzdebatten, die teilweise bis ins Grüne Herz gingen, hat ein Fünftel der heutigen Mitglieder der Grünen nicht mitgemacht. „Die Auseinandersetzung um Kriegseinsätze im Kosovo-Krieg 1999 und der Bielefelder Parteitag, das war schon richtig hart und etliche sind deshalb ja auch gegangen“, so Dietmar Strehl. Doch viele Neumitglieder sehen das, was die Partei damals fast zerrissen hat, heute viel nüchterner, so wie Alexandra Herz: „Die Entscheidung für den Kriegseinsatz im Kosovo war meiner Meinung nach gerechtfertigt. Was soll man denn in so einem Fall gegen eine Diktatur oder Menschenrechtsverbrechen machen, wenn man keine Gewalt einsetzen kann?“
Auch die Fünf-vor-Zwölf-Politik, die „Angst, dass alles kaputt geht, wenn wir nicht in den nächsten zwei Tagen was verändern“, wie Dietmar Strehl es aus den Anfängen Grüner Politik beschreibt, teilt diese Generation nicht in diesem Ausmaß. „Natürlich gibt es gravierende Probleme, zum Beispiel im Umweltbereich und im sozialen Bereich, und natürlich muss man das möglichst schnell anpacken – aber nicht zwingend heute Nachmittag. Wenn wir das morgen machen, wird es hoffentlich auch noch reichen. Außerdem muss man Koalitionen und dadurch mitunter auch Kompromisse eingehen, um seine eigene politische Agenda umzusetzen“, sagt Alexandra Herz.
Dass sich die Partei deshalb grundlegend ändern wird, fürchtet Dietmar Strehl nicht: „Die meisten Neumitglieder identifizieren sich so wie Alexandra Herz mit unserem Grundsatzprogramm. Da wird es Facetten geben und viele Detailfragen sind ja komplizierter geworden als vor 20 Jahren. Aber ich habe keine Sorge, dass da jetzt völlig neue Leute reinkommen, die nur Parteikarriere machen wollen.“ Was ihn viel eher verwundert, ist die Frage, »“was man eigentlich denkt, wenn man auf die Welt kommt und die Grünen sind schon da?“ – ein Zustand, den er sich gar nicht vorstellen kann.

„Was denkt man eigentlich, wenn man auf die Welt kommt und die Grünen sind schon da?“

Eine Frage, die sich Alexandra Herz nie stellen musste. Sie denkt eher darüber nach, die gesellschaftliche Basis der Partei zu verbreitern: „Eine der nächsten Herausforderungen der Grünen ist, auch Nicht-Akademiker zu gewinnen.“ Gerade jetzt, wo die Grünen vielerorts auf dem Sprung in Regierungsverantwortung sind, „finde ich das extrem wichtig als Partei auch eine breitere Bevölkerung abzubilden.“ Und wo werden die Grünen in fünf bis zehn Jahren stehen? Ab 2013 auf jeden Fall wieder in der Bundesregierung, davon ist Dietmar Strehl überzeugt. Wo er selbst dann innerhalb der Partei stehen wird, weiß er noch nicht genau: „Irgendwann jedenfalls nicht mehr auf dem Posten des Bundesschatzmeisters.“ Aber grüne Kommunalpolitik, inzwischen als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in seinem Wohnort im brandenburgischen Falkensee, das werde er wohl immer weiter machen: „Das kann man Leuten, die das nicht machen, gar nicht erklären, aber das hält einen am Boden und das macht total Spaß, vor Ort in seiner Kommune mit rumzufuchteln.“
Alexandra Herz hofft, in fünf Jahren den Einstieg ins Berufsleben geschafft zu haben – und sie sieht sich weiterhin als grünes Mitglied, vielleicht sogar in einer Position mit Verantwortung. Den Grünen traut sie jedenfalls Großes zu: „Ich glaube, dass der positive Umfragetrend anhalten wird, weil die grünen Themen nachhaltig sind. Umweltschutz, Integration, Bildung, das kommt einfach nicht aus der Mode, und da haben die Grünen Kompetenz und ein gewisses Vertrauen von Seiten der Bevölkerung.“ Die Grünen sind in ihren Augen die Volkspartei der Zukunft, „das sage ich jetzt einfach mal so“, erklärt sie lachend, aber bestimmt.

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Fotos: Andrea Katheder

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Joschka Fischer über Lust und Last des Regierens, Schlafmangel im Dienst und die Haltung als Außenminister. Teil 21 der "Grünen Geschichte(n)".

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Vor 25 Jahren explodierte der Block 4 des Atomkraftwerks in Tschernobyl. Mitglieder des Bundesvorstands erinnern sich an die Tage der Katastrophe.

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Eine Schule für Parteivorsitzende

So sprießt der Nachwuchs. Ein Doppelinterview über das Grüne Trainee-Programm.

Kommentare

Esref Avdosoji
04-04-12 21:34
Esref
Alle haben recht:seine leben zu leben frei.
Die ganze Atomkraft ist nicht regelbar
Atomausstieg
nachhaltige Wassernutzung sowie allgemeine Resourcen
mehr Selbstverantwortung
mehr Lebensfreude und Optimismus
weniger Harz IV Empfänger und Sozialschaukler
mehr Rechte für Frauen und Schutz für Schwache und Minderheiten
konsequenter Rechtsstaat mit mündigen Bürgern
Toleranz mit Limits ...in gesetzlichen Schranken.
Dr Claudia
03-06-11 19:51
Atomausstieg
nachhaltige Wassernutzung sowie allgemeine Resourcen
mehr Selbstverantwortung
mehr Lebensfreude und Optimismus
weniger Harz IV Empfänger und Sozialschaukler
mehr Rechte für Frauen und Schutz für Schwache und Minderheiten
konsequenter Rechtsstaat mit mündigen Bürgern
Toleranz mit Limits ...in gesetzlichen Schranken.
Verantwortung für das Gemeinwohl - dennoch Spielraum für den Einzelnen..
Selbstbestimmung
Susanne
20-03-11 11:24
Hallo zusammen! Alle haben recht: Ein größter anzunehmender Unfall kann als Superlativ per se nicht übertroffen werden. Aber da gibt es noch den Super-GAU auf einer Ebene, die dem GAU übergeordnet ist: den Super-Unfall, den kein Mensch mehr regeln kann, während der GAU angeblich noch regelbar ist. Dabei ist diese Annahme genau verkehrt: Die ganze Atomkraft ist nicht regelbar, ob mit oder ohne Unfall, und zwar von dem Moment an, in dem der Atomkern gespalten ist. Was ist denn bitte regelbar an dem 30.000 Jahre lang tödlich strahlenden Atommüll? Wer wird's regeln, wenn die Fässer verrosten und auseinanderfallen? Wer wird das Trinkwasser regeln, das immer mehr radioaktive Teilchen enthält? Und mit jedem weiteren Atomkraftwerk wächst die Summe der real vorhandenen Radioaktivität. Es gibt bei dieser monströsen Rechnung kein Minus, sondern nur Plus, und deshalb muss Atomkraft sofort gestoppt werden, weltweit, abschalten ohne Kompromiss, keine weiteren Neubauten, jetzt sofort!!:O
Louis Kaas
13-03-11 21:02
Deine Aussage "GAU" sei nicht steigerbar ist schlichtweg falsch.

Der "größte anzunehmende Unfall" ist klar definiert, Super-GAU geht in Hinsicht auf Zerstörung und Opfer über den GAU hinaus (super = lat. Präfix, entspr.'über').
Im "normalen" GAU ist austretende Radioaktivität nicht gegeben, das ist die Zulassungsbedingung eines AKWs.

Das Problem ist das die Atomkraft als Übergangstechnologie ungeignet ist, da sie sich immer gegen die erneuerbaren Energien durchsetzten kann.

Ein AKW kann nicht auf halber Kraft laufen, die Kernspaltungsprozesse sind nicht steuerbar, marktbeherrschende, profitorientierte Konzerne können also nur durch eine staatliche Richtungsvorgebung zur Nutzung der erneuerbaren Energien gebracht werden.

Es mag sein, dass die meisten Wähler nicht informiert genug sind, dies trifft aber eher auf CDU/FDP Wähler zu, welche sich immer wieder von neuen Versprechen und Beschwichtigungen aufs neue einwickeln lassen.

Die einzigen die von Laufzeitverlängerungen profitieren sind die Konzerne.
David
11-02-11 16:07
Lieber Andreas,

es sind verachtenswerte, aber eben auch unterhaltsame Menschen wie du, die die politische Generaldebatte beflügeln.

Sehr dankbar:

David
Klaus
13-01-11 10:55
Hey Andreas,

Du hast ja rein vom technischen Verstand her recht. In Deutschland wird Sicherheit größer geschrieben als anderswo auf dieser Welt. Aber Du mußt auch für den "Fall der Fälle" denken. Es könnte auch schlimmer als Tschernobyl ausgehen, da hängen vielleicht tausende und mehr Menschenleben dran - von der Vernichtung der Schöpfung (sorry, bin Christ) ganz zu schweigen. Die Gefahren bei alternativer Energie sind deutlich geringer und das erkenne ich auch als Nichtstudierter. Und dann geht es ja wohl bei grüner Politik noch um andere Dinge: vernünftige und rationelle Ressourcennutzung und damit auch Ökonomie im Sinne der Allgemeinheit, dem sinnlosen "immer mehr, immer weiter, immer höher" Einhalt zu gebieten, es geht auch um soziale Gerechtigkeit (nicht bloß plumpe Umverteilung), um Integration von Benachteiligten, Fremden und Behinderten, es geht um Bildung für alle Menschen unabhängig vom Geldbeutel, es geht um Gesundheitsversorgung für alle. Es geht um Nachhaltigkeit, denn wir haben Verantwortung auch für die Lebensbedingungen der nachfolgenden Generationen. Ja und da erhebt sich doch auch die Frage: was machen, wenn wir anfangen im Atom- und anderem Müll unserer "Wohlstandsgesellschaft" zu ersticken, bzw. selbiger schon jetzt in armen Ländern abgelagert wird? Lies doch einfach mal genau das Grundsatzprogramm und andere relevante Schriften der Grünen dazu und sieh bitte die politischen Fakten an - Du müßtest auch als Ablehnender erkennen, daß die sich als Grüne angagierenden Leute keine Lügner sind und auch bissel Ahnung haben.
Vielen Dank, daß Du dies hier bis zum Ende gelesen hast.

Es grüßt herzlich der Klaus.
(übrigens Nichtmitglied der Grünen)
Sebastian
13-01-11 02:12
Ich habe zwar nicht "Kernphysik" studiert aber Chemie. Und auch als Chemiker weiß man wie ein Kernkraftwerk funktioniert. Wie man Uran gewinnt, damit umgeht und es entsorgt weiß man als Chemiker auch - wenn nicht sogar besser. Und genau das ist der Grund warum ich die Grünen wähle: Nicht wegen eines zwar unwahrscheinlichen aber dennoch fatalen Super-GAUs, sondern wegen dem ganzen drum herum, der der reinste Mist ist (Uran-Abbau, Wiederaufarbeitung, "Entsorgung" usw...). --- ICH BINS LEID IMMER WIEDER DAS SELBE ZU HÖREN/LESEN: Grünenwähler hätten keine Ahnung. Hätte man mal früher auf die Grünen gehört, wären wir jetzt nicht in so einer verzwickten Lage ...
Andreas
11-01-11 16:55
Hallo ihr Grünen. Ich hätte da mal eine Frage. Wissen sie eigentlich, warum es Menschen gibt, die sie wählen? Oder schlimmer noch, bei ihnen mitmachen? Kennen sie die Gründe? Ich kenne sie. Sie belügen die Menschen. Sie erzählen ihnen, wie schlimm doch Atomkraft sei und dass der Klimawandel das BÖSE ist. Dabei habt ihr doch gar keine Ahnung!!! Man muss etwas erst einmal verstehen , wie etwas überhaupt funktioniert, um dagegen zu sein. Und das tut ihr nicht. Wie viele von euch haben Kernphysik studiert? Claudia Roth hat ja noch nicht einmal eine Berufsausbildung. Ihr seid eine DAGEGEN-Partei. Was würdet ihr ohne den Anti-Atomkraft-Hype machen?? Richtig, euch gäbe es gar nicht. Sie erzählen den Menschen in etwa so was: "Atomkraft wird euch umbringen, Atomkraft wird eure Kinder schädigen!!!" Aber das stimmt nicht. Jeder, der Kernphysik studiert hat und weiß, wie ein Atomkraftwerk funktioniert, weiß, dass von deutschen Atomkraftwerken KEINE Gefahr ausgeht. Ein beliebtes Argument von euch gegen Atomkraft ist der Reaktorunfall von Tschernobyl. Dieser Unfall wird auch oft als Super-GAU bezeichnet. Jeder, der in der Schule aufgepasst hat, würde wissen, dass man „Größter Anzunehmender Unfall“ nicht mehr steigern kann, in dem man einfach ein „Super“ davor setzt. Jeder Mensch, der die Hintergründe des Unfall, und damit die überhaupt NICHT vorhandenen SICHERHEITSSYSTEME kennt, wird sich denken :“Das gleiche könnte UNS auch passieren.“ Es ist eine natürliche Reaktion des Menschen, VERMEINTLICHEN Gefahren aus dem Weg zu gehen. Die meisten Deutschen wissen nicht, wie viel die ganzen Physiker, Ingenieure, Architekten, Chemiker und viele mehr für unsere Sicherheit tun. In Deutschland wird es NIEMALS zu einem vergleichbaren Unfall mit Tschernobyl kommen. Jetzt zu den Endlagern. Es hat einen Grund, wieso man sich noch nicht auf ein Endlager festgelegt hat. In keinem Land der Welt gibt es ein Endlager. Die Forschung macht sehr große Fortschritte. Viele Brennstäbe können ein weiteres Mal aufbereitet werden und so effektiver genutzt werden. Ein Endlager würde diese Chance zunichtemachen. Ich bin NICHT gegen erneuerbare Energien. Atomkraftwerke eignen sich perfekt um regenerative Energien zu FÖRDERN. Die AKWs sind abbezahlt. Es werden Milliarden jährlich erwirtschaftet. Diese Einnahmen sollten besteuert werden. Das würde den Ausbau der Solar und Windenergie extrem beschleunigen und dabei trotzdem den Strompreis niedrig halten. Atomkraftwerke sollten unbegrenzte Laufzeiten erhalten und die erneuerbaren Energien kontinuierlich ausgebaut werden. Davon würde JEDER profitieren.
Bitte seht es ein. Euer überhastetes Handeln schadet Deutschland.
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