Wer steht zur Wahl?

Hier findet Ihr die Bewerbungen der Kandidatinnen und Kandidaten für das grüne Spitzenduo, Kurzporträts und die Videos der Urwahl-Foren.

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Thomas Austermann | Katrin Göring-Eckhardt | Patrick Held | Nico Hybbeneth | Roger Kuchenreuther | Renate Künast | Alfred Mayer | Markus Meister | Friedrich Wilhelm Merck | Claudia Roth | Hans-Jörg Schaller | Franz Spitzenberger | Jürgen Trittin | Werner Winkler | Peter Zimmer


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Urwahl-Foren


Porträt Thomas Austermann, Foto: © privat
Thomas Austermann Foto: © privat

Thomas Austermann

Der 46-jährige geborene Münsteraner Thomas Austermann lebt heute in Essen. Ins Ruhrgebiet verschlug es ihn nach dem Abitur. In Bochum und Essen studierte Austermann Medizin, beendete das Studium jedoch nach dem ersten Staatsexamen, um in der ambulanten Altenpflege zu arbeiten. Zwischen 2001 und 2004 machte er eine Ausbildung zum Altenpfleger. Er ist seitdem nicht berufstätig, weil er vermindert erwerbsfähig ist. Der aktive Christ engagierte sich seit den 1990er Jahren bei den Grünen. Die Beteiligung der Bundeswehr am Nato-Einsatz im Kosovo wollte er nicht unterstützen und verließ deshalb 1999 die Partei. Als er von der Urwahl hörte, fühlte er sich jedoch sofort angesprochen. Er trat in diesem Jahr den Grünen wie der bei, um sich jetzt zur Wahl zu stellen.

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Porträt Katrin-Göring Eckardt, Foto: © privat
Katrin-Göring Eckardt Foto: © privat

Katrin Göring-Eckardt

Katrin Göring-Eckardt, 1966 im thüringischen Friedrichroda geboren, studierte Theologie und engagierte sich in der Kirchenbewegung der DDR. 1989 war sie Mitbegründerin von BÜNDNIS 90, dessen Zusammenschluss mit den westdeutschen Grünen sie mit verhandelte. In der Thüringer Landtagsfraktion arbeitete Göring-Eckardt bis 1994 Referentin für Frauenpolitik, anschließend war sie Landesvorsitzende in Thüringen (1995-1998 sowie 2002-2007) und Beisitzerin im Grünen-Bundesvorstand (1996-1998). Seitdem gehört sie der grünen Bundestagsfraktion an, deren Vorsitzende sie von 2002 bis 2005 war. Außerdem ist Katrin Göring-Eckardt seit sieben Jahren Vizepräsidentin des Bundestags. Neben ihrer politischen Arbeit ist Göring-Eckardt weiterhin in der Kirche aktiv und seit 2009 Vorsitzende der Synode der Evangelischen Kirche Deutschland.

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Porträt Patrick Held, Foto: Patrick Held (CC BY 2.0)
Patrick Held Foto: Patrick Held (CC BY 2.0)

Patrick Held

Als Student des Studiengangs „Philosophy & Economics“ der Uni Bayreuth hat der 24-jährige Patrick Held gelernt, schwierige Entscheidungsprobleme mit analytischer Grundsätzlichkeit anzugehen. In Essen-Werden geboren legte er dort 2008 das Abitur ab und machte vor seinem Studium ein Praktikum in der Abteilung „Human Ressource Strategien" im Bundesarbeitsministerium, bei dem er sich mit der Zukunft der Arbeitswelt und dem demografischen Wandel beschäftigte. 2007 trat Held den Grünen bei, weil die Idee der Nachhaltigkeit für ihn hohe Priorität hat. Neben der Parteiarbeit engagiert sich Held für Flüchtlinge. Als Vorstandsmitglied des Vereins „Bunt statt braun – gemeinsam stark für Flüchtlinge“ erteilt er Kindern in Bayreuth Computer-Unterricht und unterstützt sie bei ihrer Integration in die Gesellschaft.

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Porträt Nico Hybbeneth, Foto: © privat
Nico Hybbeneth Foto: © privat

Nico Hybbeneth

Auslöser für das politische Engagement Nico Hybbeneths war Roland Koch: Aus Protest gegen dessen Bildungspolitik in Hessen trat der heute 22-Jährige 2007 der Grünen Jugend und ein halbes Jahr später den Grünen bei. Der Wiesbadener hat nach seinem Abitur 2010 auf einer Weltreise innerhalb von 13 Monaten 13 Länder bereist und in dieser Zeit auch einige Monate in Neuseeland auf Bauernhöfen und bei ökologischen Projekten gearbeitet. Derzeit studiert Hybbeneth in Marburg im dritten Semester die beiden Studiengänge Politik- und Sozialwissenschaften und ist neben seiner Tätigkeit im Arbeitskreis Umwelt Mitglied des Fachschaftsrats. In der Vergangenheit engagierte sich Nico Hybbeneth gegen ein geplantes Kohlekraftwerk und im Bündnis gegen Rechts. Von 2008 bis 2010 war er Sprecher der Grünen Jugend Wiesbaden.

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Porträt Roger Kuchenreuther, Foto: © privat
Roger Kuchenreuther Foto: © privat

Roger Kuchenreuther

Holz ist der Werkstoff mit dem Roger Kuchenreuther seit mehr als 30 Jahren arbeitet. Der 53-jährige Zimmermeister hat am Rand der Fränkischen Schweiz einen eigenen Betrieb, der sich der Zimmerei, Altbausanierung und Denkmalpflege widmet – selbstverständlich ökologisch ausgerichtet. In Erlangen geboren lernte Kuchenreuther nach dem Abitur zunächst Bau- und Kunstschlosser und entschied sich Anfang der 80er Jahre, Zimmerer zu werden. Sein Interesse für Fachwerkhäuser und andere Altbauten ließ ihn anschließend eine Fortbildung zum Restaurator machen. Nach mehreren Zwischenstationen an unterschiedlichen Orten kam er nach Scheßlitz bei Bamberg (Welterbe). Er ist langjähriger Sympathisant der Grünen und seit diesem Jahr Mitglied der Partei, weil er denkt, dass die Grünen unbedingt wieder an die Regierung müssen.

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Porträt Renate Künast, Foto: © privat
Renate Künast Foto: © privat

Renate Künast

Als frisch diplomierte Sozialarbeiterin kam Renate Künast 1977 nach Berlin, um in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel zu arbeiten. Später studierte sie Jura und wurde Rechtsanwältin. In Berlin begann auch die politische Karriere der 56-Jährigen, die in Recklinghausen geboren ist: Sie trat 1979 in die Westberliner Alternativen Liste ein und gehörte von 1985 bis 1987 sowie von 1989 bis 2000 dem Abgeordnetenhaus an, mehrere Jahre davon als Fraktionschefin. Ein Jahr lang war Künast Bundesvorsitzende der Grünen, bevor sie 2001 Ministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft wurde, die Agrarwende durchsetzte und den Verbraucherschutz in der Mitte der politischen Agenda verankerte. Seit 2002 ist sie Bundestagsabgeordnete und seit 2005 Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion.

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Porträt von Alfred Mayer, Foto: © privat
Alfred Mayer Foto: © privat

Alfred Mayer

Alfred Mayer ist seit der Gründung der Grünen mit Unterbrechungen Mitglied. Parteipolitik reicht dem 75-jährigen Münchner aber nicht aus. Er gründete 2010 die Initiative „Demokratie von unten“, die Menschen ermutigt, ihre Bürgerrechte stärker zu nutzen und somit den Einfluss des Einzelnen zu erhöhen. Durch massenhafte Eintritte in Parteien soll mit neuen Köpfen für eine andere Politik gesorgt werden. Er praktiziert selbst das Motto „Demokratie von unten“ durch reges Bloggen und das Einbringen von zahlreichen Anträgen bei der grünen Stadtratsfraktion München. Die Bewahrung der Schöpfung, die für ihn einen kompromisslosen Einsatz für den Umweltschutz bedeutet, ist für Mayer ein Kernanliegen. Vor seiner Pensionierung arbeite der studierte Jurist zunächst zehn Jahre als Rechtspfleger und dann 30 Jahre als Amtsanwalt.

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Porträt Markus Meister, Foto: © privat
Markus Meister Foto: © privat

Markus Meister

Bei Borussia Mönchengladbach arbeitet Markus Meister – doch mit Fußball hat der 34-Jährige nichts zu tun. Als Hotelbetriebswirt ist er für die Abrechnungen im gastronomischen Bereich zuständig. Der gebürtige Kasseler lernte zunächst Hotelfachmann. Danach arbeitete er in Kassel, Bad Wildungen, Köln, Stromberg, Wales und Kamerun. 2010 ging er nach Berlin, um sich an der Hotelwirtschaftsfachschule fortzubilden. Zwei Jahre später legte er dort sein Diplom ab – und schloss sich den Grünen an, weil sie seiner Auffassung nach die einzige wirklich sozialliberale Partei in Deutschland sind. Beim Wahlkampf fürs Berliner Abgeordnetenhaus 2011 engagierte er sich als ehrenamtlicher Helfer. Inzwischen ist er zum Kreisverband Kassel gewechselt. Zwar arbeitet Meister am Niederrhein, doch am Wochenende zieht es ihn in die Heimat.

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Porträt Friedrich Wilhelm Merck, Foto: © privat
Friedrich Wilhelm Merck Foto: © privat

Friedrich Wilhelm Merck

Die europäische Integration ist eine Herzensangelegenheit für Friedrich Wilhelm Merck: Er war zunächst Mitglied der Europäischen Föderalistischen Partei und leitete lange deren Verfassungskommission, die sich für ein vereinigtes Europa in Frieden und Freiheit einsetzte. Bei der Gründung der Grünen in Hamburg auf Landesebene und der Gebietsverbände war Merck beteiligt, bevor er 1980 als Landesvorsitzender der Grünen bei der Bundestagswahl antrat. Der 67-Jährige hat Physik studiert und im Grenzbereich von Quantenphysik und Informatik geforscht. Darüber hinaus hat er Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Stromgewinnung aus Wasserkraft und Windenergie in der Türkei und im Iran umgesetzt. Er engagiert sich für die Stärkung der Ökologie. Momentan ist er Geschäftsführer eines Unternehmens in der Logistikbranche.

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Porträt Claudia Roth, Foto: © privat
Claudia Roth Foto: © privat

Claudia Roth

Claudia Roth, 1955 in Ulm geboren und in Bayern aufgewachsen, studierte nach ihrem Abitur zwei Semester Theaterwissenschaften in München und arbeitete dann als Dramaturgie-Assistentin an Theatern in Unna und Dortmund. 1982 wurde sie Managerin der Rockband „Ton Steine Scherben“ und drei Jahre später Pressesprecherin der grünen Bundestagsfraktion. Als Europaabgeordnete (1989-1998) machte sich Roth, die seit 1987 Parteimitglied ist, einen Namen als Menschenrechtsexpertin und als Verfasserin eines Berichts zur Gleichberechtigung Homosexueller, der Grundlage für die EU-Politik zur Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen wurde. Roth, die seit 1998 Bundestagsabgeordnete ist, war von 2002 bis 2005 Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung. Von 2001 bis 2002 und seit 2004 ist sie Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

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Porträt Hans-Jörg Schaller, Foto: © privat
Hans-Jörg Schaller Foto: © privat

Hans-Jörg Schaller

In den 1980ern, den Geburtsjahren der Grünen, begann das politische Engagement von Hans-Jörg Schaller. Damals demonstrierte er gegen den NATO-Doppelbeschluss und die Stationierung von Pershing II-Raketen in der Mutlanger Heide, nicht unweit seiner Heimat Vaihingen. Nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl trat Schaller 1992 den Grünen bei und kandidierte 1992, 1996 und 2001 im Wahlkreis Vaihingen für den Landtag Baden-Württemberg. Um die grüne Spitzenkandidatur bewirbt sich der 52-Jährige, der inzwischen in Köln lebt, „weil ich die Dinge – beispielsweise den Atomausstieg und die Energiewende – handwerklich besser machen will“. Außerdem sei die Direktwahl eine echte Möglichkeit, „alte Verkrustungen aufzubrechen“. Schaller ist Ingenieur und Mitinhaber einer Bierbrauerei.

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Porträt Franz Spitzenberger, Foto: © privat
Franz Spitzenberger Foto: © privat

Franz Spitzenberger

Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima im Frühjahr 2011 trat Franz Spitzenberger bei den Grünen ein. Im bayerischen Sonthofen ist der 63-Jährige derzeit Sprecher des Grünen Ortsverbands. Spitzenberger, der im österreichischen Linz geboren wurde, begann nach seinem Volksschulabschluss im Alter von 14 Jahren bei der Post in Sonthofen zu arbeiten. Seit 1971 ist er bei unterschiedlichen Speditionen im kaufmännischen Bereich tätig, momentan als Prokurist. Von 1980 bis 1982 absolvierte ein Betriebswirtschaftsstudium mit der Fachrichtung Verkehr. Während seiner Berufslaufbahn hat Spitzenberger mehrere Jahre in Frankreich, England und zuletzt Brasilien verbracht. Mit seiner Kandidatur möchte Spitzenberger der Basis eine Stimme geben und dafür sorgen, dass die Grünen bei der Bundestagswahl mit neuen Gesichtern antreten.

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Porträt Jürgen Trittin, Foto: © privat
Jürgen Trittin Foto: © privat

Jürgen Trittin

Sein politisches Engagement begann der gebürtige Bremer Jürgen Trittin in der Schülerbewegung der 60er. An der Uni Göttingen studierte er Sozialwissenschaften und war im AStA und als Hausbesetzer tätig. Seit 1980 Mitglied der Grünen machte er in Göttingen Kommunalpolitik, bevor er 1984 in die niedersächsische Landespolitik ging, zunächst als Pressesprecher der Landtagsfraktion, dann als Fraktionsvorsitzender. Von 1990 bis 1994 war Trittin Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten in Niedersachsen und von 1994 bis 1998 Bundessprecher der Grünen. Als Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der rot-grünen Bundesregierung brachte Trittin den Atomausstieg und das Erneuerbare Energien Gesetz auf den Weg. Seit 2009 steht der 58-Jährige an der Spitze der grünen Bundestagsfraktion.

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Porträt Werner Winkler, Foto: © privat
Werner Winkler Foto: © privat

Werner Winkler

Zu den Grünen stieß der Stuttgarter Werner Winkler 2011 – nachdem die damalige CDU-FDP-Landesregierung die friedlichen Proteste gegen Stuttgart21, an denen auch er teilgenommen hatte, gewaltsam auflösen ließ. Der 48-Jährige engagierte sich im baden-württembergischen Landtagswahlkampf und half im Anschluss, das Büro des Kreisverbandes Rems-Murr aufzubauen. Seit Januar 2011 ist er Vorsitzender des Ortsverbandes Waiblingen. Der ausgebildete Werbetechniker war als Dekorateur, Kunden- und Verkaufsberater im Grafikbereich tätig sowie als selbstständiger Kalligraf und führte ein Schreibwarengeschäft. Seit 1996 arbeitet er freiberuflich als Coach, Autor, Dozent und Kalligrafielehrer. Für die Spitzenkandidatur bei den Grünen hat sich Winkler bereits im Frühjahr 2012 beworben – und damit die Debatte um die Urwahl belebt.

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Porträt Peter Zimmer, Foto: © privat
Peter Zimmer Foto: © privat

Peter Zimmer

Aufgewachsen zwischen dem Urwald des Choctawhatchees (Florida) und dem bayerischen Voralpenland, hat Peter Zimmer, 1968 als Sohn deutscher Wissenschaftler in Washington geboren, schon früh sein Herz für die Natur entdeckt und sich dafür politisch engagiert. Seit seinem Studium der Tiermedizin in München Ende der 80er ist er für die Grünen aktiv und inzwischen Mitglied im KV Rottal-Inn. Mit seiner Familie lebt er auf dem großelterlichen Hof im niederbayerischen Tann, wo er eine Kleintierpraxis betreibt und als Öko-Landwirt Heilkräuter anbaut. Mit dem Schwerpunkt Bio-Diversität will Zimmer durch seine Teilnahme an der Urwahl den neuen basisdemokratischen Ansatz der Grünen aufgreifen – denn eine Wahl sei nur dann eine echte Wahl, wenn sich jeder Einzelne gleichberechtigt einbringen könne und dies auch tue.

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Übersicht mit allen Bewerbungen (PDF)

 

Erstes Urwahl-Forum am 21. September 2012 in Hannover:

 

Urwahl-Forum am 23. September in Berlin

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Urwahl-Forum am 30. September 2012 in Bochum:

 

Urwahl-Forum am 3. Oktober 2012 in München:

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Wer steht zur Wahl?

Übersicht der Kandidatinnen und Kandidaten für das grüne Spitzenduo.

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Zeitplan & Termine der Urwahl

Wann passiert was bei der Urwahl?

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Fragen und Antworten zur Urwahl

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Ablauf der Urwahl.

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Die Mitglieder entscheiden

Auf dem Länderrat am 2. September in Berlin wurde die Urwahl eines Spitzen-Duos für den Bundestagswahlkampf 2013 beschlossen.

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Alternative in Form und Inhalt

Unter dem Motto "Aufbruch 2013 - Richtungswechsel jetzt!" rüsten sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für das kommende Wahljahr.

Kommentare

Andreas
02-11-12 13:20
Also mir soll auch eine(r) mal erklären, wie das derzeit mit der Gleichberechtigung gemeint ist. Wieso wird über die Wahlordnung eine Chancenverschiebung festgelegt?

Kandidatenverhältnis: männlich 12 zu weiblich 3

Möchten 12 WählerInnen mit beiden Stimmen je eine Frau und einen Mann wählen, dann bekommt bei gleicher Verteilung jede Frau 4 Stimmen, jeder Mann aber nur 1 Stimme.

Möchten 12 WählerInnen maximale Frauenpower, dann bekommt bei gleicher Verteilung jede Frau 8 Stimmen.
Möchten 12 WählerInnen maximale Herrenpower, dann bekommt bei gleicher Verteilung jeder Mann nur 1 Stimme.

Möchten 12 WählerInnen 2 bestimmte Frauen, dann bekommen diese beiden Kandidatinnen je 12 Stimmen.
Möchten 12 WählerInnen 2 bestimmte Herren, dann bekommen diese beiden Kandidaten je 6 Stimmen.

Obwohl ich bei den verschiedenen Wahlverhalten jeweils eine Patt-Situation beschrieben habe, gewinnen die Frauen mit 2- bis 8-facher Überlegenheit, und zwar wegen des Wahlvorgangs und des Ungleichgewichts der Geschlechter in Einheit. Ein Mann kann die Wahl eigentlich nur gewinnen, wenn er fast alle männlichen Stimmen auf sich vereint, während eine Frau statistisch gesehen eigentlich nur mehr Stimmen bekommen muss, als die schlechteste. Demokratie und Geschlechtergleichstellung geht anders!

Würde man annehmen, dass von 60Tsd Mitgliedern z.B. die rund 2/3 Männer der Partei genau 2 Männer wählen und die 1/3 Frauen genau 2 Frauen ihre Stimmen geben, dann entstünde zum Beispiel eine Pattsituation: 2 Frauen und 2 Männer hätten je 20Tsd Stimmen. Sollten die ParteimitgliederInnen sich so verhalten - was ich nicht glaube - dann sollten wir echt die Partei auflösen und was anderes machen.

Oder habt Ihr Frauen etwa Angst, dass 2 Männer so gewaltig Stimmen fangen und die Frauen so negativ rüberkommen, dass Ihr über die Wahlordung derart ein Gleichgewicht herstellen müsst? Kann ich mir nicht vorstellen.

Warum wird nicht einfach festgelegt, dass die Doppelspitze aus genau einer Frau und genau einem Mann bestehen soll? Dann findet einfach je Geschlecht eine Urwahl statt. Also 2 Stimmzettel, je ein Kreuz drauf, getrennt ausgezählt, 1 Siegerin und ein Sieger, fertig!

Gruß, Andreas
Adam_Smith
01-11-12 12:57
Das gewählte Verfahren zur Urwahl der Grünen ist undemokratisch und diskriminierend:

Über den Sinn der Quote kann man diskutieren, es gibt durchaus Argumente für diese. Deren Umsetzung in diesem Verfahren ist jedoch zutiefst diskriminierend und führt dazu, dass nicht alle Stimmen das gleiche Gewicht haben werden UND Chancengleichheit zwischen den Kandidaten nicht einmal näherungsweise gegeben ist.

Die Regelung ist nämlich nicht, dass das Ergebnis unter Berücksichtigung der Quote bestimmt wird, sondern bereits bei der Wahlentscheidung angesetzt wird. Alle Stimmzettel mit Stimmen für zwei Männer werden für ungültig erklärt! Dies hat zur Folge, dass die Chancen bereits für EINEN Mann gewählt zu werden relativ gering sind. Warum dies so ist, sollte offenkundig sein.

Ferner bin ich über manche Äußerung von Grünen zu der Frage der Gleichberechtigung der Geschlechter entsetzt. So sprach Jürgen Trittin im Rahmen der Vorstellungsrunden zur Urwahl davon, dass Frauen das "begabtere Geschlecht sein". Man stelle sich vor, das Wort "Frauen" wäre hier durch "Männer" ersetz worden, oder jemand hätte eine bestimmte Ethnie als besonders begabt bezeichnet. Zurecht wäre dies mit Empörung quittiert worden. Doch auf Trittins Äußerungen folgte wohlwollender Applaus. Als Lawrence Summers die Auffassung vertrat, dass Frauen im Mittel einen höheren IQ hätten, derjenige der Männer jedoch über eine größere Varianz verfüge (und dies mit die größere Zahl an männlichen Nobelpreisträgern erklären würde), wurde dies als frauenfeindlich (!) gebrandmarkt und Herr Summers musste zurücktreten.

Worauf ich hinaus will: Die in vielen Lebensbereichen unbestrittene Diskriminierung der Frauen bekämpft man nicht, indem man diese durch eine Diskriminierung des anderen Geschlechts in anderen Lebensbereichen ersetzt. Dies ist nämlich nichts anderes als die Prinzipien des Rassismus auf die Geschlechterfrage angewandt.

Die Konsequenz daraus ist, dass etwa die empirisch in vielen Studien belegte Diskriminierung von Jungen in Grundschule (im Durchschnitt schlechtere Noten bei gegebener gleicher Leistung) in grünen Kreisen meist nicht einmal diskutiert werden darf.

Das hier beschriebene Verhalten (und viele andere Dinge) stehen einer eigentlich links-liberalen, für Gleichberechtigung eintretenden Partei schlecht zu Gesicht. Nach langer Mitgliedschaft, die ich vor wenigen Jahren beendet habe, muss ich meinen "Status" als grüner Stammwähler aus zahlreichen Gründen ebenfalls überdenken, auch wenn mir die Alternative noch nicht gegenwärtig ist.
Herbert Julius Schlosser
29-10-12 12:59
.. gerade wurde ich gefragt, aus was denn die Klarsichtfolie des Briefumschlages ist, in dem die Ur-Wahlunterlagen verschickt wurdenn

Ein kleiner Test mit dem Feuerzeug gab Auskunft, es war Polystyol.... und das Papier weiß mit grau bedrucktem Innenteil..., anstatt Pergamin-Fenster und Recycling-Papier.

Für mich ist es ein deutliches Zeichen, wie weit "Wort und Tat" in der Institution "Bündnis 90 Die Grünen" bereits auseinander liegen und wie wichtig die erste der Fragen ist, auch wenn die Profis behaupten, dass es kein "zurück zu diesen Werten" bedürfte, da sie immer schon oberste Handlungsprämisse seien.
Herbert Julius Schlosser
29-10-12 12:21
... zuerst dachte ich, dass die vielen "no name" KandidateN ein Problem seien..., jetzt denke ich, dass sie eine Bereicherung sind.

Und so hoffe ich, dass es wie Werner Winkler formulierte, ein Duo aus Profi und Ehrenamlichem gibt.., Werner wäre bei den Ehrenamtlichen für mich der mehr planende, Patrick Held der mehr Visionäre...

Ich habe gewählt und bin gespannt, wer es wird.
Peter
28-10-12 00:22
Schön, dass die Mitglieder bei der Urwahl über ihre Kandidaten entscheiden können.
Schade, dass die Mitglieder nicht gefragt wurden zu den Wahlbedingungen.
Bis zur nächsten Urwahl bitte die Ungleichbehandlung (Frau max 2 Stimmen, Mann max 1 Stimme) auf den Prüfstand. Ist für mich mit dem Demokratieprinzip (One man- one vote) nicht vereinbar.
Felix Scheib
22-10-12 21:34
Herzlichen Glückwunsch Renate, Jürgen, Katrin und Claudia! Ich freue mich festzustellen, dass die Profis sich von den Amateuren deutlich abheben. Trotzdem bin ich für die Beibehaltung der Urwahl und fordere jetzt schon mal die Profis der 2. Reihe auf, bei der nächsten Urwahl mehr Mut zu zeigen und echte Alternativen darzustellen. Von der daraus folgenden inhaltlichen Auseinandersetzung kann die Partei - nach meiner Meinung - nur profitieren.
Roger Kanidatenkanidat
22-10-12 06:32
Unser grüner Auftrag heisst nicht es besser zu meinen oder nur besser zu reden, sondern es nachhaltig wirklich besser zu machen. Wir müssen durch Taten überzeugen, Worte sind genug gefallen. Wählt klug, es hängt alles von Euch ab.
Roger Kanidatenkanidat
19-10-12 21:12
Partei hin oder her, der lobbyismus packt alle die ander Macht sind. Dagegen hilft nur ein möglichst großer Anteil direkter Demokratie, schon vergessen?! Also zurück zu den Wurzeln, nur die Basis hilft der Basis zur Macht: gemeint sind damit Einigkeit und Recht und Freiheit in sozaler Verantwortung, ökologischer Nachhaltigkeit und toleranter Gewaltlosigkeit.
Oliver
18-10-12 08:20
Gestern hatte Claudia wieder das mittellange lila Strickkleid an und die grüne Kugelkette - wie bei vielen anderen Urahlforen. Gibts es einen heimlichen Dresscode? Was sagt uns das strategische Kleiden über den Umgang mit den Mitgliedern ? Welchen Einfluss hat das Anwenden einer Kleidungsstrategie? Ist das öffentliche Benennen solcher sublimen Strategien unfair ggü den männlichen Bewerbern, welche mit uniformen Anzügen stets angemessen gekleidet scheinen? Die Mehrzahl der männlichen KandidatInnen hätte in parteiinternen Vorwahlen mitmachen sollen, da ich denjenigen - nach meinem Eindruck gestern Abend - die politische Erfahrung absprechen muss (leider). Grotesk, dass sich kein weiteres Mitglied der Bundestagsfraktion traut: Wollen die nicht oder wurden die intern so konditioniert, dass gegen die "Alten" keiner antreten darf? Langweilig.
Norbert
16-10-12 13:07
jetzt haut's mich vom Hocker wer wird den da gesucht. Das Thema Kandidaten ist kein Schäufelchen suchen im Sandkasten. Ich weiß nicht ob es sinnvoller ist sich auf die wichtigen Fragen in der Demokratie zu sorgen um somit auch Menschen in die Positionen zu bekommen die Bewegung in die Parteienlandschaft zu bringen. Es geht nicht mit dem Spiel "...wir haben die paar Prozent die Euch zur Macht fehlen" es geht um das was wir 1980 so schwungvoll ins Rollen gebracht haben und da sollten alle mit einsteigen. Wir sitzen ALLE in EINEM Boot...nicht ALLE in EINEM ALLEINE...
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