Fleischeslust
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Matthias Schröter fragt:
Die Forderung nach neuen Stromleitungen quer durchs Land wird mittlerweile so mantra-artig wiederholt, dass man skeptisch werden muss. Wie willst du die eigentlich grüne Idee von mehr Dezentralität in der Energieversorgung voran bringen?
a) Energie sparen
b) Bau von kommunalen bzw. bürgereigenen Blockheizkräften, Windenergieparks etc.
c) stärkere Förderung von dezentraler Geothermie
d)stärkere Förderung von Grundlagenforschung (Deutschland, das Land der Ideen)
Lieber Matthias Schröter,
die Frage, wie viel Dezentralität möglich und wie viel Netzausbau nötig ist, kann nur im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für die Energiewende beantwortet werden. Dezentralität muss dabei Vorrang haben. Ein solches Gesamtkonzept inklusive einer umfassenden Abstimmung mit den Ländern fehlt unserem Umweltminister leider. Wenn einzelne Bundesländer erklären, energieautark werden zu wollen, während andere auf den Export von Strom aus Erneuerbaren setzen, dann ist die Frage, wie viel Dezentralität denn machbar ist, berechtigt. Auf jeden Fall auf den Prüfstand gehören die Energieszenarien, auf deren Grundlage die Planung für einige Stromtrassen basiert. Das hier z. B. immer noch die Annahme zugrunde liegt, in Ostdeutschland würde die Kohleverstromung massiv ausgebaut werden, ist definitiv überholt. Aber auch der Bau von neuen Stromleitungen kann nur sinnvoll und übrigens auch im entsprechenden Zeitrahmen voran gebracht werden, wenn Bürgerinnen und Bürger angemessen beteiligt werden.
Viele Grüße
Katrin Göring-Eckardt
Ich bin ein großer Freund von dezentraler Energieversorgung aus drei Gründen:
1. Das Monopol der großen Konzerne wird gebrochen (Wettbewerb steigt)
2. Erneuerbare Energien sind meinst dezentral
3. Eine dezentrale Energieversorgung ist weniger anfällig. Ein militärischer Akt auf ein Atomkraftwerk oder zentrale Leitungen könnte leicht ganz Europa lahmlegen. (Siehe hier)
Da Strom heute für jede Tat unseres täglichen Handelns unabdingbar ist (Kommunikation, Logistik, Versorgung), macht es Sinn die Stromerzeugung dezentral zu gestalten und die Netze im Notfall darauf auszulegen regional autark zu agieren um eine Basisversorgung zu gewährleisten. Der jetzige Netzausbau ist zu stark auf große Kohlkraftwerke ausgelegt und vergisst die Möglichkeit Smart-Meter und Smart-Grids stärker zu nutzen. Strom-Nachfrage muss in Zeiten des Internets nicht mehr starr sein, sondern kann dem Stromangebot angepasst werden. Die Politik muss Anreize - auch für die Aufrüstung alter Geräte – setzen, sodass unsere Kühlschränke, Waschmaschinen und Trockner in Zukunft dann laufen, wenn es das Netz es zulässt und die erneuerbaren Energien liefern. Hier ist immenses Potenzial zur Einsparung von Energie und zur effizienteren Nutzung bestehender Netze. Hinzu käme die Stärkung des Konsumenten durch variablen Stromtarif nur dann seine Geräte laufen zu lassen, wenn Überschüsse aus Erneuerbaren Energien vorhanden sind und nicht aus Kohle oder Atomstrom. Mit intelligenten Geräten könnte jeder Kunde jeden Tag Anreize setzen und Energiepolitik machen. Diese Macht fürchten die großen Konzerne und fokussieren daher den Netzausbau für die Nordsee.
Es ist für die Energiewende unabdingbar dezentrale Energieversorgung, am besten selbstverwaltet durch Bürgerhand zu unterstützen. Das sollte auch in Zusammenarbeit mit den Kommunen geschehen. Des weiteren gilt es noch stärker Innovationen im Bereich Erneuerbare Energien und auch Energiespeichertechnologien zu fördern.
Auch eine dezentrale Stromversorgung erfordert einen intelligenten Ausbau der Netzinfrastruktur um die schwankende Ökostromerzeugung großflächig ausgleichen und in Ballungsgebiete zu transportieren.
In sensiblen Gebieten sollten Hochspannung-Stromtrassen unter die Erde zu verlegt werden.
Privatisierung der Stromkonzerne rückgängig machen und Netze freigeben; Stromspeicherung als neuralgischen Punkt der erneuerbaren Energien durch intensivierte Forschung und Recherche schon vorhandener Patente, die weggekauft wurden, voran bringen; Liefermöglichkeit für Genossenschaften und kleinere Privatbetriebe auch an Privatkunden schaffen.
Der Ausbau der Stromnetze ist aus zwei Gründen notwendig: zum einen sind viele bestehende Netze veraltet und müssen erneuert werden. Zum zweiten brauchen wir für die Energiewende dringend neue Leitungsstrukturen, die den wachsenden Anteil erneuerbarer und dezentraler Energien transportieren können.
Ich halte nichts von den Maximallösungen im Netzentwicklungsplan, die allein den Interessen der großen Übertragungsnetzbetreiber entsprechen. Sie dürfen in dieser Weise nicht in den Bundesbedarfsplan kommen. Auch nicht mitgedacht wird bislang, dass wir erhebliche Potenziale, Strom einzusparen oder effizienter einzusetzen, bislang noch nicht gehoben haben. Genau das gehört aber zu einer grünen Energiewende dazu, und wir werden mit dem grünen Energiesparfonds genau hier einen Schwerpunkt setzen.
Wir wollen den Netzausbau auf den tatsächlichen Bedarf der erneuerbaren Energien ausrichten. Gerade Mini-KWK-Anlagen, die immer mehr auf dem Vormarsch sind und Energieerzeugung sowie –verbrauch zeitlich und räumlich eng zusammenbringen, müssen bei der Ermittlung des zukünftigen Netzausbaus stärker berücksichtigt werden. Gleiches gilt für ein intelligentes Lastenmanagement und neue Stromspeicher. Zahlreiche Orte in Deutschland zeigen, dass ein Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare möglich ist, wenn man auf dezentrale Erneuerbare, Blockheizkraftwerke und smart grids setzt.
Grundsätzlich gilt: Soll der für die Energiewende erforderliche Netzaus- und –umbau gelingen, muss vor Ort ein konstruktiver Dialog mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern geführt werden. Die Menschen vor Ort tatsächlich zu beteiligen und Einflussmöglichkeiten zu sichern, erhöht die Akzeptanz von klugen Neubauvorhaben und führt dann sogar zu einer Beschleunigung der Planungsprozesse.
Die Lösung kann nur die Speicherung von Strom sein, die durch eine beherzte staatliche Förderung endlich in Gang gebracht werden muß, anstatt nun blindwütig Stromtrassen zu bauen, die allerdings zum Teil nötig sein werden. Dann aber bitte unterirdisch. Dazu gehört auch das Elekroauto. Fossil betriebene Autos heute noch zu bauen, ist anachronistisch. Auch wenn jetzt noch nicht alle Elektroautos mit Sonnenstrom betrieben werden können, sind sie dann schon da und können sofort dort eingesetzt werden, wo überschüssiger Strom zur Verfügung steht.
Jedes heute noch gebaute fossile Auto ist in 5 - 10 Jahren Schrott, obwohl Autos eine Haltbarkeit von 30 Jahren und mehr haben.
Nach wie vor gilt für mich, dass Energieeinsparung einen hohen Stellenwert hat. Eine dezentrale Energieversorgung kann durch „Blockheizkraftwerke“ effizient voran getrieben werden. Hier sollten höhere Anreize geschaffen werden. In Neubaugebieten sollte diese Art der Energieversorgung Vorrang erhalten, so dass ganze Hausgruppen zusammengefasst werden können bzw. an eine Anlage angeschlossen werden können.
Geeignetm sind dazu unter anderem „Tausend-Dächer-Programme“ mit Solarwärme, Photovoltaik und kleinen Windkraftgeneratoren. Die Elektronik für den „Tausend-Dächer-Stromverbund“ wird bereits immer preiswerter.
Insgesamt können hier Eigeninitiative und Förderprogramme zusammenwirken. Allerdings werden auch einige Leitungstrassen gebaut werden müssen.
Um eine hundertprozentige Versorgung mit Erneuerbaren Energien zu erreichen, werden wir um neue Stromnetze nicht herumkommen, auch wenn wir gleichzeitig für Dezentralisierung und ein Ende des Oligopols auf dem Strommarkt kämpfen. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hintertreibt beides, indem sie die EEG-Umlage zurückfahren will und vor allem auf Großprojekte auf See oder in der Wüste setzt. Wir wollen die marktbeherrschende Stellung der vier großen Energiekonzerne zerschlagen und so den Strommarkt demokratisieren und dezentralisieren. Energie soll dort produziert werden, wo sie benötigt wird. Das befreit uns von der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und schafft einen freien und fairen Energiemarkt ohne marktbeherrschende Anbieter, die Monopolpreise diktieren. Durch eine dezentrale Energieversorgung stärken wie kleine Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen und die Kommunen. Die Hauseigentümer mit Solarzellen auf den Dächern, die vielen lokalen Genossenschaften zur Windenergiegewinnung oder die lokalen Stadtwerke, die nach und nach zu einer wichtigen Säule der kommunalen Haushalte werden – sie alle profitieren von einem Erneuerbare-Energien-Gesetz, das kleine und dezentrale Energieversorger unterstützt. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortschreiben, indem wir weiterhin mit dem EEG das Wachstum der Erneuerbaren Energien fördern, bremsende Ausnahmetatbestände aus dem Gesetz heraus nehmen und nicht zuletzt auch hocheffektive Mini-KWK-Anlagen verstärkt fördern.
An alle Fragesteller:
1. Rhetorische Fragen werden grundsätzlich mit Ja beantwortet.
2. Fragen an die „Parteispitze“ beantwortet natürlich die Parteispitze.
3. Eine Legislaturperiode dauert 4 Jahre:
u. Laufzeitbeendigung der AKW/Energiewende durch erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Ökopfennig auf Atomstrom + Internalisierung der Kosten(mehrjährige Atommülllagerung, Fälligkeit ab dem ersten Tag der Lagerung, da kommt ganz schön was zusammen)
m. Keine militärischen Auslandseinsätze, aber: pacta sunt servanda, nie ohne UN-Mandat(Kosovo) und nie deutsche Waffen gegen deutsche Soldaten
w. Wertvolle Ackerfläche dient der Ernährung, nicht den Mineralölkonzernen
e. Grundeinkommen/-rente, Finanzierung durch Target II - Salden; Wiedereinführung der Vermögenssteuer, außer für Grünen-Wähler
l. Professionelle Klärung der Verantwortung Grüner Profis für Hartz IV + künftige Altersarmut sowie völkerrechtswidriger Kriegsbeteiligung
t. Bankenpfennig auf alle Finanztransaktionen, Rabatt nur für Hotelbesitzer
s. Urwahl für alle Parteiämter +Mandatslisten bei B90, insbesondere nach der Verhöhnung der Basis durch die Selbsternennung des Bundesvorsitzenden zum Spitzenkandidat am 18.9.12 (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.interview-mit-cem-oezdemir-ich-will-mich-voll-reinhaengen.94dfc232-8dbc-46d5-847c-9cd764d25536.html)
c. Änderung des Urheberrechts, unter besonderer Berücksichtigung der Einkommenssituation aller Künstler(Grundeinkommen) + gegen die Kriminalisierung großer Teile der Bevölkerung, es gelte der Grundsatz „Vergüten statt verfolgen“ und natürlich Datenschutz
h Einhaltung internationaler Versprechen (pacta sunt servanda), insbesondere in der Entwicklungspolitik, zum Erhalt der deutschen Glaubwürdigkeit gegenüber Griechenland in der Zukunft
u. Es gelte das Verursacher- und das Konnexitätsprinzip
t. Ärzte in den öffentlichen Dienst, Mandatsbeschränkung auf 2 Legislaturen
z. Schaun mer mal, ob es für o.g. Koalitionspartner gibt + natürlich Ökologie
4. Künftiger Ehrenworte wegen werde ich keine Steuererklärung veröffentlichen.
5. Bei Interesse an Beratungsmandaten oder Vorträgen nehmen Sie bitte Email-Kontakt auf.
Sollten meine oben genannten Positionen im Konflikt mit Ihren Firmeninteressen stehen, so zögern sie nicht und teilen mir dies einfach mit. Ein grünes Hemd ist stets griffbereit, für die mögliche Berufung zur Atlantik-Brücke bzw. Bilderberg-Konferenz sogar Anzug nebst Smoking vom deutschen Hersteller-garantiert hunzinger- -kredit- und -vortragsfrei erworben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jörg Schaller,
Die Dezentralisierung sollte durch Genossenschaften gefördert werden, die Fotovoltaik und die Kraft-Wärmekoppelung ausbaut. Die KfW-Bank könnte hier finanziell unterstützend eingreifen. Wo immer machbar, sollten auch Windräder gebaut werden.
Durch den Genossenschaftsgedanken könnten die Bürger einbezogen und die Widerstände erheblich reduziert werden.
Wer eine dezentrale Energieversorgung will, der muss sich zu allererst gegen den Ausbau der Kohlekraft einsetzen. Denn mit diesen unflexiblen Großkraftwerken für eine veraltete Stromversorgung für Jahrzehnte zementiert.
Wir Grüne sollten aber nicht dasselbe Spiel spielen wie die Bundesregierung: Die spielt Offshore-Wind gegen Onshore-Wund aus und will so ausgerechnet die günstigste und dezentralste Erneuerbare Energiequelle ausbremsen. Wir brauchen aber beides: Onshore und Offshore, größere Wind- oder Solarparks und die vielen kleinen Anlagen, am besten aus und in Bürgerhand. Wollen wir 100 % Erneuerbare ist Dezentral/Zentral kein Entweder-Oder sondern ein Sowohl-als-Auch.
Lieber Matthias Schröter,
ich würde gerne, falls ich die Möglichkeit dazu hätte (woran ich eher zweifle), jene Projekte fördern, die bereits gezeigt haben, dass sie die Dezentralität der Energieversorgung verbessern. Also den Grundsatz anwenden: Mehr von dem, was schon funktioniert!
Viele Grüße, Werner Winkler
Strom regional, dezentral durch Windmühlen und Photovoltaik auf 1,5% der ehemalig intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen erzeugen und mit Hilfe der Wasserwerke und Elektromobilität die Energie speichern.