Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
Eine Geschichte über unfaire Ausnahmen, die Schwarz-Gelb der Industrie gewährt. MEHR
Wie wir bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern werden können. MEHR
Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist. MEHR
Alle Infos rund um EU-Fiskalvertrag, ESM und die Position der Grünen. MEHR
Grüne Mitglieder können zehn Projekte für die Bundestagswahl 2013 auswählen. MEHR
Klaus Wöldecke fragt:
Kampf gegen den weltweiten Hunger
Noch nie zuvor haben auf unserer Erde so viele Menschen gehungert wie heute. Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO hungern weltweit über eine Milliarde Menschen – das ist ein inakzeptabler Rekord.
Die Preise für Lebensmittel sind auf einem Rekordhoch. Das Klima verändert sich, immer mehr fruchtbares Ackerland geht verloren. Wasser und Energie werden zunehmend knapper und teurer. Die Landwirtschaft steht damit weltweit vor gewaltigen Herausforderungen.
Welche Änderungen der deutschen Politik haltet Ihr für notwendig, damit im Süden die Menschen die Möglichkeit einer selbstbestimmten und würdevollen Entwicklung haben?
a) Abschaffung von Biodiesel, Bioethanol und Biogas, welches aus Nahrungsmitteln hergestellt wurde
b) schrittweise Einführung einer Fleischsteuer
c) 0,7% des BSP für Entwicklungshilfe zur Reduzierung der Fluchtursachen und des Klimawandels
d) Unterstützung gemeinnütziger NGO's wie zum Beispiel :
- Versöhnungsbund
- Pax Christi
- Amnesty International
- Greenpeace
- Oicokredit
e) schrittweise Erhöhung des Zolls auf Soja auf 80%, um die weitere Abholzung in Brasilien zu bremsen
f) schrittweise Erhöhung des Zolls auf Palmöl auf 80%, um die weitere Abholzung in Indonesien zu bremsen
Lieber Klaus,
wenn wir die Milleniumsziele erreichen wollen, um damit auch akute Problem des Welthungers zu verringern - wenn nicht gar zu überwinden, sind verschiedene Dinge notwendig. Dazu gehört neben Soforthilfe selbstverständlich eine langfristige, kohärente Gesamtstrategie. Ich will hier nur einige Punkte nennen. 1) Kohärenz: Wir könne nicht gleichzeitig die Einfuhr von Futtermitteln für unseren Fleischkonsum fördern und den Effekt dieser Futtermittelimporte, nämlich Flächenkonkurrenz und Ernährungsprobleme in den betroffenen Ländern, dann wieder bekämpfen. 2) Transparenz: Die Spekulationen mit Nahrungsmitteln müssen eingedämmt werden. Wenn für die Verbraucher deutlich wäre, dass sie in ein Finanzprodukt investieren, das auf einer solchen Spekulation beruht, würden sie wohl in den allermeisten Fällen von einer solchen Investition Abstand nehmen. 3) Ehrlich machen: Auch wenn wir Bioenergie wollen, gilt die Devise: Teller vor Tank! Und es gehört dazu, auch die Konkurrenz von Trog und Teller, die gemessen an der für Futtermittel verwendeten Anbaufläche sehr viel größer ist. GRÜNE Politik heißt immer auch, deutlich zu machen, was unser Lebensstil für die Menschen in anderen Teilen der Welt bedeutet und dem Einzelnen zu zeigen, welche versteckten, externalisierten Kosten in einem T-Shirt für fünf Euro stecken.
Viele Grüße
Katrin Göring-Eckardt
Erstens müssen wir den Klimawandel aufhalten, sonst werden die meisten dieser Menschen bald nicht nur Hungern, sondern auch sterben, sei es durch Kriege oder durch Umweltkatastrophen. Dazu müssen wir bereit sein unsere Gesellschaft mit ihren Konsum- und Besitzidealen radikal in Frage zu stellen und auf bestimmten Wohlstand zu verzichten. Während wir dies tun, müssen wir nachhaltige Entwicklungshilfe leisten. Diese muss die Institutionen, die entwickelte Länder stark machen – Rechtssicherheit, Sozialsysteme, ÖPNV, Umweltschutz – stützen und dabei dafür sorgen, dass das Bevölkerungswachstum in diesen Ländern eingedämmt wird. Dies liegt natürlich nur begrenzt in unserer Hand, da es sich auch bei Entwicklungsländern um souveräne und mehr oder minder demokratische Staaten handelt. Dort können wir bei extremer Not helfen und nachhaltige Bildung und Aufklärung anbieten. Ob dies zu einer wahren Veränderung der Lage führt, liegt auch an der Kultur und der Mitarbeit der Menschen und Politiker vor Ort. Ohne wahre Mentalitäts- und Politikwende dort ist jede kurzfristige Ernährungshilfe zwar ein Segen, aber langfristig wirkungslos. Wer helfen will muss funktionierende Institutionen und Werte schaffen.
Immer noch leben viel zu viele Menschen in tiefster Armut. Es mangelt an Zugang zu Bildung und ärztlicher Versorgung.
Unter Umweltzerstörung und Klimawandel, unter schlechter Regierungsführung, unter Krieg und unter Wirtschaftskrisen und Ausbeutung leiden besonders die Ärmsten Menschen dieser Welt.
In der Entwicklungshilfe muss es verstärkt darum gehen die eigenen Potenziale der Länder zu fördern und Korruption zu bekämpfen.
Und das kann nur durch eine Zusammenarbeit, also Hand in Hand, passieren, nicht durch eine diktatorische Vergabe von Geldern.
Es gibt Länder, bei denen durch falsch platzierte Hilfe, die Eigeninitiative erdrosselt wurde.
Es sollte stärker auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und die Ökologie geachtet werden.
Geld darf nur an Länder fließen, welche Internationale Arbeitsrichtlinien, Menschenrechte, Gesundheitsversorgung, sowie faire Bezahlung garantieren.
Mehr Geld müssen wir trotzdem in die Hand nehmen: In den letzten zwei Jahrzehnten ist ungefähr genauso viel Geld in den Aufbau Ost geflossen, wie der gesamte Westen in den letzten 50 Jahren in die Entwicklung der südlichen Welthalbkugel gesteckt hat. Hier müssen wir uns stärker engagieren und dafür sorgen das alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Nahrungsmitteln haben.
Hilfe zur Selbsthilfe, vor allem Geburtenkontrolle; gesichertes Kleineigentum an Land und Gewässern; Bildungsinitiative für mündiges und genossenschaftliches Handeln; fairen Handel durchsetzen und undemokratische Strukturen beseitigen
Weltweit sind eine Milliarde Menschen chronisch unterernährt, obwohl es genug Lebensmittel für alle gibt. Beim Kampf gegen Hunger erleben wir ein andauerndes, massives Politikversagen: Hemmungslose Spekulation mit Agrarrohstoffen und Böden, eine Vernachlässigung der Landwirtschaft in den betroffenen Ländern und eine internationale Handels- und Agrarpolitik, der die Grundbedürfnisse der Ärmsten egal sind. Das Recht auf Nahrung möchte ich ins Zentrum rücken. Dafür brauchen wir eine Gesamtstrategie, die nicht auf Abschottung, sondern auf faire Teilnahme am Weltmarkt setzt. Unsere Wirtschaft muss sich konsequent an der Bewahrung der globalen Lebensgrundlagen ausrichten. Der Kampf gegen den Klimawandel ist auch gute Entwicklungspolitik.
Ich kämpfe für die Agrarwende und eine nachhaltig-bäuerliche Landwirtschaft, wie sie auch der Weltagrarbericht empfiehlt. 9 Milliarden Menschen werden sich nicht mit einer industriellen, von Großkonzernen und Saatgutmultis beherrschten Landwirtschaft ernähren, die auf immer mehr Kunststoffdünger, Gentechnik, Pestizide und die einseitige Ausrichtung auf Fleisch setzt. Ich will Lebensmittel und Vielfalt, ich will eine Perspektive für die Bauern und den Erhalt ländlicher Regionen – weltweit.
Wir stellen in Europa die Weichen mit. Die anstehende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik muss Schluss machen mit dem subventionierten Export von Fleisch und Milchpulver, die lokale Märkte und Kleinbauern in Entwicklungsländern ruinieren. Wir setzen auch deshalb stark auf das Thema Massentierhaltung: für eine Bratwurst beanspruchen wir 6qm Futtermittelanbaufläche zum Beispiel in Südamerika – oft mit Gensoja. Ein Tierschutzlabel mit Aussagen zu Tierfutter und Haltungsform würde den Verbraucherinnen und Verbrauchern ermöglichen, mit dem Einkaufskorb Politik zu machen.
Ein erster Schritt wäre, die Einführung von Viehfutter durch Verbote oder hohe Steuern oder Streichung von Subventionen zu unterbinden. Wir sind und waren schon immer ein Agrarstaat und können auch heute unseren Nahrungsbedarf voll aus der heimischen Landwirtschaft decken. Die
energetische Nutzung von landwirtschaftlichen Produkten mit Ausnahme von Abfällen muß verhindert werden.
Die Entwicklungshilfe muss meiner Meinung nach umgestellt werden. Sie darf nicht mehr gewinnorientiert angesetzt werden. Börsen-Spekulationen mit Lebensmitteln und Waffen, sollten weltweit geächtet und verboten werden. Es ist dringend notwendig die betroffenen Länder praktisch vor Ort massiv zu unterstützen. Hierzu ist es erforderlich Strukturen zu schaffen und Bildung in diese Länder zu tragen, so dass langfristig eine Eigenversorgung möglich wird. Außerdem müssen für Rohstoffe, seltene Erden und auch den Erhalt von Waldgebieten genügend Geld gezahlt werden, so wie das für Öl selbstverständlich anscheinend ist.
Zuerst muß hier die Produnktion von „Bio-Diesel“ auf Nahrungsmittel-Anbauflächen durch Erzeugung von Nahrungsmitteln ersetzt werden.
Die Klimaveränderung erfordert eine entsprechende Änderung des Anbaus landwirtschaftlicher Nutzpflanzen, Bauten für Bewässerung, Schutzdämme gegen Überschwemmung etc. zur Bewahrung der Anbauflächen vor Klimaschäden.
Die Erwärmung brungt nach den Gesetzen der Physik über den Ozeanan mehr Wasserdampf in die Atmosphäre – diese Ressource gilt es wie oben beshcrieben durch geeignete Bewässerungssyssteme zu nutzen. Auch die für regenerative Stromerzeugung erforderliche Windenergie erhöht sich durch Klima-Erwärmung – auch diese gilt es zu nutzen.
Die Ausplünderung der ärmeren Länder und der Ressourcen dort müssen gestoppt werden – gerechte Bezahlung schafft dort Wohlstand und neue Märkte.
Während die Finanzkrise die Klimakrise immer mehr in den Hintergrund treten lässt, droht die globale Hungerkrise vollends aus dem Blick zu geraten. Sie ist die „vergessene“ unter den drei globalen Krisen. Doch gerade wir Grüne müssen diese Krisen zusammen denken und sie gleichrangig angehen. Das ist vielleicht die große historische Herausforderung an unsere Politik in dieser Zeit. Unser Land hat sich verpflichtet, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zur Bekämpfung des weltweiten Hungers und für die Entwicklungszusammenarbeit (ODA) einzusetzen. Diese Verpflichtung müssen wir genauso einlösen, wie wir ein Ende der derzeitigen EU-Agrarpolitik benötigen, die mit enormen Subventionen in Europa neokolonialistische Folgen hat. Das Recht auf Nahrung ins Zentrum der politischen Entscheidungen zu rücken, bedeutet konkret, die deutsche und europäische Entwicklungszusammenarbeit bei der ländlichen Entwicklung und Ernährungssicherung vor allem auf KleinbäuerInnen, KleinfischerInnen, ViehhirtInnen und Landlose auszurichten. Der Transfer von Wissen, Know-How, Technologie und Infrastrukturen sowie die Integration in funktionierende Märkte muss an die Bedürfnisse dieser Gruppen angepasst werden. Primäres Ziel ist, die Ernährung der eigenen Bevölkerung sicherzustellen, nicht zuletzt über Produktion für regionale Märkte. Zudem brauchen wir internationale Anstrengungen, um Land-, Sea- und Water Grabbing zu beenden und die Spekulation mit Lebensmitteln einzudämmen.
An alle Fragesteller:
1. Rhetorische Fragen werden grundsätzlich mit Ja beantwortet.
2. Fragen an die „Parteispitze“ beantwortet natürlich die Parteispitze.
3. Eine Legislaturperiode dauert 4 Jahre:
u. Laufzeitbeendigung der AKW/Energiewende durch erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Ökopfennig auf Atomstrom + Internalisierung der Kosten(mehrjährige Atommülllagerung, Fälligkeit ab dem ersten Tag der Lagerung, da kommt ganz schön was zusammen)
m. Keine militärischen Auslandseinsätze, aber: pacta sunt servanda, nie ohne UN-Mandat(Kosovo) und nie deutsche Waffen gegen deutsche Soldaten
w. Wertvolle Ackerfläche dient der Ernährung, nicht den Mineralölkonzernen
e. Grundeinkommen/-rente, Finanzierung durch Target II - Salden; Wiedereinführung der Vermögenssteuer, außer für Grünen-Wähler
l. Professionelle Klärung der Verantwortung Grüner Profis für Hartz IV + künftige Altersarmut sowie völkerrechtswidriger Kriegsbeteiligung
t. Bankenpfennig auf alle Finanztransaktionen, Rabatt nur für Hotelbesitzer
s. Urwahl für alle Parteiämter +Mandatslisten bei B90, insbesondere nach der Verhöhnung der Basis durch die Selbsternennung des Bundesvorsitzenden zum Spitzenkandidat am 18.9.12 (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.interview-mit-cem-oezdemir-ich-will-mich-voll-reinhaengen.94dfc232-8dbc-46d5-847c-9cd764d25536.html)
c. Änderung des Urheberrechts, unter besonderer Berücksichtigung der Einkommenssituation aller Künstler(Grundeinkommen) + gegen die Kriminalisierung großer Teile der Bevölkerung, es gelte der Grundsatz „Vergüten statt verfolgen“ und natürlich Datenschutz
h Einhaltung internationaler Versprechen (pacta sunt servanda), insbesondere in der Entwicklungspolitik, zum Erhalt der deutschen Glaubwürdigkeit gegenüber Griechenland in der Zukunft
u. Es gelte das Verursacher- und das Konnexitätsprinzip
t. Ärzte in den öffentlichen Dienst, Mandatsbeschränkung auf 2 Legislaturen
z. Schaun mer mal, ob es für o.g. Koalitionspartner gibt + natürlich Ökologie
4. Künftiger Ehrenworte wegen werde ich keine Steuererklärung veröffentlichen.
5. Bei Interesse an Beratungsmandaten oder Vorträgen nehmen Sie bitte Email-Kontakt auf.
Sollten meine oben genannten Positionen im Konflikt mit Ihren Firmeninteressen stehen, so zögern sie nicht und teilen mir dies einfach mit. Ein grünes Hemd ist stets griffbereit, für die mögliche Berufung zur Atlantik-Brücke bzw. Bilderberg-Konferenz sogar Anzug nebst Smoking vom deutschen Hersteller-garantiert hunzinger- -kredit- und -vortragsfrei erworben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jörg Schaller,
Alle Bio-Sprit und Bio-Energie Maßnahmen, sofern nicht ausschließlich Abfälle dazu verwendet werden, sind zu stoppen.
Spekulationen auf Agrarprodukte sind auf die tatsächlich vorhandene Produktionsmenge zu beschränken – Studien haben gezeigt, dass ohne diese Kontrakte die Verkaufspreise für die Bauern extrem stark schwanken und somit keine Einkommenssicherheit besteht.
In der Entwicklungspolitik sollte der Schwerpunkt auf kleinste Solareinheiten pro Haushalt zum kochen und für Licht gelegt werden. Ferner sind mit der Bevölkerung vor Ort langfristig angelegte Aufforstungsprogramme in Angriff zu nehmen, um die Versteppung und die Ausdehnung von Wüsten zu verhindern.
Globale Gerechtigkeit beginnt hier bei uns. Besonders Menschen in weniger entwickelten Ländern leiden unter einer ungerechten, nicht nachhaltigen und ökologisch schädlichen Politik, die immer noch in vielen Bereichen bei uns betrieben wird. Unsinnige europäische Agrarexportsubventionen müssen zum Beispiel endlich abgeschafft werden.
Wir Grüne wollen eine menschenrechtsbasierte, nachhaltige Entwicklungspolitik. Denn nur so lässt sich globale Gerechtigkeit erreichen. Deutschland muss sein Versprechen für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe bis 2017 einhalten. Ich bin sehr zufrieden damit, dass wir es in der Projektgruppe Prioritäten geschafft haben, trotz begrenzter Mittel einen Auswachspfad der Entwicklungsmittel dazustellen, der dieses Ziel verwirklicht.
Es sind aber nicht nur klassische entwicklungs- und agrarpolitische Politikansätze, die verändert werden müssen. Zu Gerechtigkeit gehört auch ein reguliertes Finanz- und Bankensystem, das nicht ganze Gesellschaften in eine soziale Schieflage bringen kann, unter der die Benachteiligten am meisten zu leiden haben.
Lieber Klaus Wöldecke,
da in diesem Bereich schon viel versucht wurde und keine grundsätzliche Besserung erreicht wurde, hege ich den Verdacht, dass "deutsche Politik" zu wenig Einfluss auf die von dir geschilderten Probleme hat, um bedeutende Veränderungen zu bewirken. Dass Einzelprojekte, auch als "Leuchttürme", gefördert werden müssen, ist klar. Ebenso, dass auf die EU-Export- und Agrarpolitik Einfluss genommen werden muss, um die bekannt negativen Nebenwirkungen zu verhindern, steht außer Frage.
Spannender und lösungsorientierter fände ich jedoch den Ansatz, alles das, was bisher schon in der von dir geforderten Richtung gut und langfristig funktioniert hat, weiter auszubauen und durch gelungene Vorbild-Projekte Nachahmer anzuregen. Den größten Einflussfaktor auf Würde und selbstbestimmte Entwicklung sehe ich in der Bevölkerungszahl. Wenn das Bevölkerungswachstum jeden Fortschritt wieder zunichte macht, reduziert das dauerhaft jede Hilfsbereitschaft und solidarisches Handeln derjenigen, die helfen könnten.
Viele Grüße, Werner Winkler
Entwicklungsländer brauchen vorrangig Hilfe zur Selbsthilfe und sollen nicht unserer Ausbeutung dienen. Daher darf man ihnen nicht Herbiziden, Pestiziden, Dünger und gen-manipuliertes Saatgut überschwemmen und ihres einheimischen Saatguts berauben, und sie dadurch in unumkehrbare Abhängigkeiten bringen, wie es derzeit der Fall ist.
Es wurde *letztes* Jahr in *Deutschland* auf einer *Fläche* von *2,2 Mio.* ha *Energiepflanzen* angebaut. Eine *ebenso* große Fläche von 2,2 Mio. ha *amazonischen Regenwalds Fiel der Axt* zum Opfer um Deutschlands Bedarf an Sojafuttermitteln für die *Fleischproduktion* zu decken. Die Fleischproduktion kann bis zu 300kg Futtermittel verzehren um 1 kg Fleisch zu produzieren. Ein sehr großer Beitrag zur Verbesserung der Verhältnisse wäre weltweiter Vegetarismus.