Fleischeslust
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Jürgen Schmidl fragt:
-wohnhaft in Nürnberg, Mitglied seit 1983, Biologe-
B90Grüne haben in den letzten Jahren zunehmend das Thema Naturschutz und Artenvielfalt zum programmatischen Wurmfortsatz nach Themen der Sozialpolitik, Frieden oder technischem Umweltschutz (<->) abgewertet oder ganz aufgegeben. Naturzerstörende, nicht-nachhaltige Formen von "Bio"-Sprit, "Bio"-Energie und oder "Bio"-Landwirtschaft werden von Umweltverbänden thematisiert und in den politischen Diskurs gebracht, von unserer Partei kommt da nicht mehr viel, auch weil entsprechende Exponenten es nicht mehr in die Führungsgremien der Partei schaffen.
Frage: Werden Sie sich für eine Renaissance des Themas Naturschutz einsetzen, und wenn ja, wie?
Grüne Grüße, JS
Ja.
a) mehr Freiflächen in der Landwirtschaft für Flora und Fauna
b) Förderung von unterschiedlichem und altem Saatgut und von verschiedenen (alten) Tierrassen
c) keine Verfütterung von Gentechnik-Produkten an Tiere
d) kein Einbringen von gentechnisch veränderten pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln
e) strikt gegen Biodiesel, Bioethanol und Biogas welches aus Nahrungsmitteln generiert wird
Lieber Jürgen Schmidl,
dass wir das Thema Naturschutz nur noch als Nischenthema begreifen, sehe ich nicht. Gerade in der aktuellen Debatte zum Ausbau der Stromnetze waren wir GRÜNE diejenigen, die Philipp Rösler Paroli geboten haben, als er behauptet hat, man müsse den Naturschutz schleifen um den Netzausbau voranbringen zu können. Und wir werden auch in Zukunft klarmachen, dass sich der Ausbau der Erneuerbaren und die Erhaltung der Artenvielfalt nicht ausschließen. Richtig ist aber, dass wir selbstverständlich dran bleiben müssen, wenn es um die Kohärenz unserer eigenen politischen Konzepte geht und darum, klarzumachen, wo der Unterschied liegt. Deshalb haben wir zum Beispiel in der von Herrn Niebel angezettelten Sommerloch-Debatte früh deutlich gemacht, dass E10 kein Biosprit ist, sondern ein fauler Kompromiss, der mit regional produziertem 100%igem Biotreibstoff nichts zu tun hat. ich werde mich auf jeden Fall dafür einsetzen, dass wir unseren GRÜNEN Markenkern, zu dem neben
Umweltpolitik auch der Naturschutz gehört, auch im Wahlkampf 2013 deutlich nach vorne stellen und mit den Inhalten werben, für die wir die
höchste Glaubwürdigkeit genießen. Aber nicht nur das. Der Naturschutz
ist zurecht auch ein emotionales Thema. Hier können und sollten wir
anknüpfen. Das Artensterben und seine Folgen zu thematisieren gehört
auch dazu. Wenn Herr Oettinger findet, es würde zu viele Eisbärenstreichler geben, sage ich: wie gut, dass es überhaupt (noch)
Eisbären gibt.
Viele Grüße
Katrin Göring-Eckardt
Für mich ist Naturschutz als Grundlage für den Erhalt unserer Lebensgrundlage und die Sicherstellung nachhaltigen Glückes ein zentrales Thema. Du hast Recht Jürgen, dass wir Grünen zu sehr durch Realpolitik und dem Nachhaltigkeits-Mainstream von Wahrheit und Notwendigkeit für die Natur abgelenkt wurden. Sicher werden uns Technik und Logistik helfen einen hohen Lebensstandard zu wahren und im Einklang mit der Natur zu leben, doch es wird nur reichen, wenn wir – also alle Menschen, nicht nur wir Grünen – unseren Konsum einschränken und für die uns erhaltende Natur kürzer treten. Wir dürfen keine Angst haben den Menschen zu sagen, was notwendig ist um Umweltschutz und Klimaschutz zu gewährleisten. Es geht um den Verzicht zum Erhalt. Der Billig-Biowahn – welcher mit wahrer Nachhaltigkeit nichts zu tun hat – resultiert daraus, dass unsere Konsumgesellschaft nicht kürzer treten will, aber mit den schädlichen Konsequenzen des eigenen Handelns nicht das eigene Gewissen belasten möchte. Ich stehe nicht für den Weg des geringsten Widerstandes: Daher sollte nicht Machtausbau unsere Priorität sein, sondern Nachhaltigkeit und Naturschutz nach wissenschaftlichem Standard. Naturschutz darf unter anderen wichtigen gesellschaftlichen Themen nicht länger untergehen – wie gerade beim Netzausbau –, denn den Wert der Natur wissen wir oft erst zu schätzen, wenn wir sie zerstört haben. Daher möchte ich versuchen den Menschen den Wert der Natur und Artenvielfalt nahezubringen, bevor wir beides unseren kapitalistischen Nichtigkeiten opfern.
Ja, ich bin dafür das der Naturschutz wieder mehr von unserer Partei in den öffentlichen Diskurs eingebracht wird. Der Naturschutz und die Artenvielfalt sind allgegenwärtige und interessante Themen. Wichtige Forderungen sind: Die Ökologisierung der Landwirtschaft, einen radikalen Klimaschutz, einen sparsamen und nachhaltigen Gebrauch der Ressourcen, einen Stopp der Überfischung der Meere und vermehrt für grenzübergreifender Naturschutzgebiete zu Land wie im Wasser zu sorgen. Naturschutz (Grün) und Gerechtigkeit (Links) gehören für mich zusammen. Der Mensch und die Umwelt sind Themen, die miteinander signifikant korrelieren. Beide Themen gehört Beachtung geschenkt, denn in ihnen sind Grüne Inhalte stark repräsentiert.
Naturschutz ist ein Urgrünes Thema.
Wir dürfen keine „Öko-Schicki-Micki Politik“ betreiben. Konkrete Ideen Öko und Soziales zusammenzubringen: Sozialwohnungen müssen energetisch saniert werden, ohne steigende Mieten. Wir brauchen eine Fahrradfreundliche Politik, welcher den Ausbau von Radwegen, alternative Radprojekte, offene Werkstätten sowohl auf dem Land, wie auch in Ballungsräumen untersützt. Wir brauchen kostenlosen bzw. stark vergünstigten Nahverkehr und Bahn. Im Gegenzug sollten Inlandsflüge stark besteuert werden.
Ökologie ist das globale Zukunftsthema überhaupt, also Umwelt-, Natur- und Tierschutz und nachhaltige Energie und Rohstofferzeugung und -nutzung, also erneuerbar und Kreislaufwirtschaft
Auch die grüne Art will geschützt und verteidigt sein, deswegen klare Ansage: Naturschutz und Artenvielfalt werden bei uns nicht marginalisiert! Mit meinem Schwerpunkt „Erhalten was uns erhält“ rücke ich das in den Fokus. Im Gegenteil: Wir haben mit großem Aufwand und viel Fachkompetenz einen umfassenden Aktionsplan für den Schutz der biologischen Vielfalt erarbeitet. Genau so stehen wir bei der Reform der Europäischen Agrarpolitik auf der Seite von Natur- und Umweltschützern. Wir wollen endlich mehr ökologische Vorrangflächen, um etwa bedrohten Vögeln Rückzugs- und Nisträume zu garantieren. Dafür halte ich bei den Lobbys der Agrarindustrie den Kopf hin. Auch unser Tierschutzgesetzentwurf ist wegweisend. Das geht es neben Tierversuchen auch darum endlich für alle landwirtschaftlichen Tiere eine artgerechte Haltung zu regeln.
Richtig ist: Der Agrosprit hat eine kritische Entwicklung genommen. Wir haben den Anbau von Energiepflanzen befürwortet, weil sie Potential haben, die Erdölabhängigkeit zu reduzieren und – wenn nachhaltig angebaut – zum Klimaschutz beizutragen. Wir wollen aber im Gegensatz zu Union, SPD und FDP regionale Kreisläufe in Gang setzen und kein neues Geschäftsfeld für die internationale Mineralölindustrie schaffen. Anders als die Bundesregierung halten wir nichts von immer mehr Beimischung bei Kraftstoffen, weil das zur Abholzung von Urwäldern führt. Stattdessen wollen wir ambitionierte Verbrauchsgrenzwerte und effizientere Fahrzeuge.
Um die Vermaisung unserer Landschaften zu stoppen, bin ich dafür, Änderungen bei der EEG-Vergütung vorzunehmen. Aber wir sollten auch die Hauptursachen für immer mehr Monokulturen auf den Feldern weltweit klar im Blick haben: Mais und Soja – oft Genpflanzen mit entsprechendem Pestizideinsatz – landen größtenteils in den Futtertrögen für unsere Fleischproduktion. Wir Grünen müssen uns weiter für das Prinzip „food first“ stark machen und für eine bäuerlich-nachhaltigen Landwirtschaft kämpfen.
Naturschutz gehört zu den Überlebensfragen der Menschheit, die in meinen Augen in Koalitionen ohne Wenn und Aber unter Inkaufnahme der Oppositionsrolle durchgesetzt werden müssen. Eine Regierungsbeteiligung um den Preis der weiteren Vernichtung unserer Lebensgrundlagen sind verlorene Zeit.
Auch ich bin der Meinung, dass der Bereich Naturschutz, welcher ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebensraumes darstellt, in unserer Partei inzwischen stiefmütterlich behandelt wird. Besonders der Gedanke, dass Monokulturen wie z. B. Mais zur Spritherstellung wertvolle landwirtschaftliche Flächen in Anspruch nehmen und es uns anscheinend völlig unberührt lässt, dass Mitmenschen unseres Planeten verhungern, in dem wir Nahrungsmittel verschwenderisch durch Benzintanks jagen, macht mich traurig u. wütend.
Ich bin der Auffassung, dass auch durch die, leider nicht mehr vorhandene Rotation in unserer Partei, eine Meinungsvielfalt in der Partei nicht mehr gewährleistet ist und somit der Bereich Naturschutz in der Parteispitze nicht mehr ausreichend vertreten werden kann.
Naturschutz gehört für mich zum Kern der politischen Arbeit.
Allerdings möchte ich es nicht bei Worten bewenden lassen. Achtzig Millionen Menschen in Deutschland, 480 Millionen Menschen in der Europäischen Union, sieben Milliarden Menschen
auf der Erde leben durch die Natur, leben in ihr und müssen mit ihr überleben.
Das ist die Grundlage meines politischen Handelns.
Für das Wie habe ich Naturwissenschaft einschließlich Strahlenschutz sowie Analytische und Angewandte Systemtheorie studiert.
Am Anfang einer politischen Entscheidung steht für mich die Frage nach der Nachhaltigkeit des Vorteils für das Überleben der Natur, in der Natur und mit der Natur. Das ist mehr als klassischer Naturschutz.
Dann gilt es, kreativ nach Möglichkeiten zu suchen, mit denen im Einzelfall dieses Ziel schlüssig und dann auch noch bestmöglich erreicht werden kann.
Beispiel „Energiewende“: Mit allererster Priorität muß der weitere Ausbau der Kernenergie gestoppt werden. Denn durch die Radioaktivität würden spätere Generationen von Pflanze, Tier und Mensch in Siechtum verfallen. Verzicht auf Energieerzeugung scheidet aus, weil so Lebensgrundlagen entzogen würden. Also wird eine alternative Energiegewinnung erforderlich. Hierzu aber wird ein in sich schlüssiges Ressourcen-Management benötigt. So benötigt man etwa so lange Kohle, bis genügend alternativ erzeugter Strom zur Verfügung steht.
Und was macht man dann mit dem Kohlendioxid, dem CO2 ? – Man füllt frühere Erdgas-Lagerstätten damit, man benutzt es zur Düngung von Pflanzen, man erzeugt dadruch neue Werkstoffe und Biomasse – unterstützt also auch die Natur damit und vermeidet dabei zugleich so gut wie möglich den „Treibhauseffekt“ (unerwünschte Klima-Erwärmung etc.). Langfristig dürften sich durch eine entsprechende Regulierung des CO2-Anteils in der Atmosphere sogar künftige Eiszeiten vermeiden lassen. Anders als Radioaktivität ist CO2 zumindest für Mensch, Tier und Pflanze ungiftig.
Als politische Partei streiten wir für die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.
Dabei kommt im Denken, Reden und Handeln das Thema Naturschutz in seiner ganzen Mannigfaltigkeit zum Ausdruck, zum Einsatz und zur Wirkung.
Unser Einsatz für Biodiversität, für nachhaltige Landwirtschaft in bäuerlichen Betrieben oder gegen Land Grabbing in Entwicklungsländern steht mitten im Zentrum grüner Initiativen. Mir persönlich ist der Kampf gegen das Artensterben besonders wichtig. Mein Opa hat mir als Kind noch eine kleine Holzleiter in ein Weckglas gebaut und einen Laubfrosch hineingesetzt. Das war aus Tierschutzsicht nicht korrekt, aber so hatte ich meine Wetterkarte. Und wenn ich mir die Knie gestoßen habe, gab es die selbstgemachte Arnika-Salbe und es tat nicht mehr weh. Inzwischen stehen Laubfrosch und Arnika auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. So geht auch ein Stück Heimat verloren, denn es passiert direkt vor unserer Haustür. Täglich sterben 150 Arten aus, die Folgen für das Ökosystem sind katastrophal.
Es geht bei Umwelt- und Naturschutz aber auch um Gerechtigkeit. Luftverschmutzung trifft z.B. vor allem Menschen, die sich kein Haus am Stadtrand leisten können. Und unter den Folgen der industriellen Überfischung oder des neokolonialen Anbaus von Energiepflanzen leiden besonderes die armen Länder. Wir Grüne sind und bleiben die politische Kraft, die Umwelt- und Naturschutz trotz der alles dominierenden Finanzkrise nach vorne stellen. Wir setzen uns für den Ausbau von Naturschutzgebieten, für eine stärkere VN-Umweltorganisation, das Durchsetzen von ökologischen Mindeststandards im Rahmen der Welthandelsabkommen und einen völkerrechtlich bindenden Schutz von Naturräumen ein.
An alle Fragesteller:
1. Rhetorische Fragen werden grundsätzlich mit Ja beantwortet.
2. Fragen an die „Parteispitze“ beantwortet natürlich die Parteispitze.
3. Eine Legislaturperiode dauert 4 Jahre:
u. Laufzeitbeendigung der AKW/Energiewende durch erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Ökopfennig auf Atomstrom + Internalisierung der Kosten(mehrjährige Atommülllagerung, Fälligkeit ab dem ersten Tag der Lagerung, da kommt ganz schön was zusammen)
m. Keine militärischen Auslandseinsätze, aber: pacta sunt servanda, nie ohne UN-Mandat(Kosovo) und nie deutsche Waffen gegen deutsche Soldaten
w. Wertvolle Ackerfläche dient der Ernährung, nicht den Mineralölkonzernen
e. Grundeinkommen/-rente, Finanzierung durch Target II - Salden; Wiedereinführung der Vermögenssteuer, außer für Grünen-Wähler
l. Professionelle Klärung der Verantwortung Grüner Profis für Hartz IV + künftige Altersarmut sowie völkerrechtswidriger Kriegsbeteiligung
t. Bankenpfennig auf alle Finanztransaktionen, Rabatt nur für Hotelbesitzer
s. Urwahl für alle Parteiämter +Mandatslisten bei B90, insbesondere nach der Verhöhnung der Basis durch die Selbsternennung des Bundesvorsitzenden zum Spitzenkandidat am 18.9.12 (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.interview-mit-cem-oezdemir-ich-will-mich-voll-reinhaengen.94dfc232-8dbc-46d5-847c-9cd764d25536.html)
c. Änderung des Urheberrechts, unter besonderer Berücksichtigung der Einkommenssituation aller Künstler(Grundeinkommen) + gegen die Kriminalisierung großer Teile der Bevölkerung, es gelte der Grundsatz „Vergüten statt verfolgen“ und natürlich Datenschutz
h Einhaltung internationaler Versprechen (pacta sunt servanda), insbesondere in der Entwicklungspolitik, zum Erhalt der deutschen Glaubwürdigkeit gegenüber Griechenland in der Zukunft
u. Es gelte das Verursacher- und das Konnexitätsprinzip
t. Ärzte in den öffentlichen Dienst, Mandatsbeschränkung auf 2 Legislaturen
z. Schaun mer mal, ob es für o.g. Koalitionspartner gibt + natürlich Ökologie
4. Künftiger Ehrenworte wegen werde ich keine Steuererklärung veröffentlichen.
5. Bei Interesse an Beratungsmandaten oder Vorträgen nehmen Sie bitte Email-Kontakt auf.
Sollten meine oben genannten Positionen im Konflikt mit Ihren Firmeninteressen stehen, so zögern sie nicht und teilen mir dies einfach mit. Ein grünes Hemd ist stets griffbereit, für die mögliche Berufung zur Atlantik-Brücke bzw. Bilderberg-Konferenz sogar Anzug nebst Smoking vom deutschen Hersteller-garantiert hunzinger- -kredit- und -vortragsfrei erworben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jörg Schaller,
Wir müssen die Ur-Grünen Themen wieder in den Vordergrund unserer Aktivitäten stellen, damit wir glaubwürdig bleiben und sicherstellen, dass wir den Planeten so erhalten, dass das Leben auch für die nachfolgenden Generationen noch lebenswert ist. Ich kenne die politischen Meinungsbildungsprozesse zu wenig, um darüber schreiben zu können, wie das umzusetzen ist. Vorerst kann ich nur sagen, dass es dazu für mich keine Kompromisslinie gibt. Bio-Sprit lässt sich sofort zurückführen; Bio-Energie – ich kann nicht sagen, ob es gesetzlich möglich ist, die Subventionen sofort zu stoppen, oder ob wir dies mit Übergangsfristen machen müssen.
Die Beobachtung ist nicht zutreffend. Die Bewahrung der Artenvielfalt und der Naturschutz sind grüne Identitätsthemen. Als Umweltminister habe ich die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes mit dem Verbandsklagerecht durchgesetzt für neue Nationalparks ebenso stark gemacht wie für das grüne Band. In den letzten Jahren hat die Bundestagsfraktion ein umfassendes Konzept zum Biodiversitätsschutz vorgelegt. Wir Grüne haben auf Probleme - wie die Vermaisung bei der Förderung der Bioenergie, die Klima- und Umweltschädlichkeit importierten Futtermittels immer wieder hingewiesen und Lösungsvorschläge unterbreitet. Von daher braucht es keine Renaissance dieses Themas bei den Grünen, sondern einen langen Atem, um diese Themen gesellschaftlich durchzusetzen.
Lieber Jürgen Schmidl,
anfangs bewarb ich mich vor allem deshalb um einen Platz im Spitzenduo, um die Urwahlidee zu beleben. Dann wurde mir klar, was für eine Chance hier für die Basis und die innerparteiliche Demokratie liegt und kandidiere jetzt bewusst für das Ziel, dauerhaft Ehrenamtliche neben Mandatsträgern in den Führungsebenen der Partei sichtbar zu machen und an wichtigen Weichenstellungen zu beteiligen. Insofern sehe ich deine "Beschwerde", dass es Exponenten der Naturschutz-Themen derzeit nicht mehr dahin schaffen, wo ihr Einfluss qua Amt groß genug ist, durchaus mit Sympathie. Du legst den Finger in eine recht schmerzhafte Wunde und ich würde mich freuen, wenn es in absehbarer Zeit nicht nur bei der Auswahl des Spitzenpersonals, sondern auch bei der Auswahl der Spitzenthemen mehr Einflussmöglichkeiten der Mitglieder gäbe. Mit einer Stimme für einen der Basis-Kandidaten sprichst du dich auch für dieses Ziel aus. Und zu deiner eigentlichen Frage: Ja, selbstverständlich und wo immer möglich! Ich bin neugierig, welche Ideen du hast, dieses Thema wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Viele Grüße, Werner Winkler
Wir befinden uns im größten Massensterben der Erdgeschichte und dieser Umstand überschattet alle andere Grünen Themen in Dringlichkeit und Tragweite. Wie man deutlich erkennt durch Ranking dieser Frage an erster Stelle, ist das Thema Naturschutz und Artenvielfalt, nicht Europa oder Sozialpolitik, an Erster Stelle in der Basis der Grünen. Da, wie schon in der Frage vorgetragen, entsprechend neue Exponenten dieser Ansichten offenbar es nicht in die Führungsgremien der Partei so einfach schaffen, ist es sehr begrüßenswert, dass durch den Mechanismus des Urwahls diese Themen jetzt, insbesondere durch meine Bewerbung, mindestens ein bisschen zum Ausdruck kommen.
Soziale Gerechtigkeit, ohne Mensch und Tier, wird wenig Sinn machen. Auf jeden Fall, vertrete ich die Ansicht, dass Naturschutz und Artenvielfalt bei den Grünen das wichtigste Thema ist schlechthin.Mein Haupt Beweggrund an dieser Urwahl teilzunehmen ist um die genannte Renaissance des Themas Naturschutz, Artenschutz und Tierschutz bei den Grünen zu erwecken und den Führungsgremien diese einzutrichtern. Dieses ist zum Teil auch jetzt schon gelungen. Wenn man die Ansprachen und Aussagen der Kandidaten im Verlaufe der Urwahlforen verfolgt, erkennt man, dass fast alle Kandidaten dieses Thema inzwischen auch aufgegriffen haben. Ich werde mit aller Vehemenz gegen die naturzerstörende, nicht-nachhaltige Formen von "Bio"-Sprit, und "Bio"-Energie und dessen Lobby kämpfen. Ich stelle entsprechende Änderungsanträge bei der BDK und würde mich demnach auch freuen auf jeden weiteren Unterstützer dieser Änderungsanträge der sich als solches bei der Website (www.peterzimmer.eu <http://www.peterzimmer.eu>) einträgt. Ich möchte mich, gemeinsam mit Euch, weiterhin einsetzten, dass Naturschutz, Tierschutz und Artenschutz auf jeder politischen Ebene d.h. Kommunal, Länder, Bundes und Europa, sowie im Bundestags-Wahlprogramm als Schwerpunkt mit rein kommen.