Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
Eine Geschichte über unfaire Ausnahmen, die Schwarz-Gelb der Industrie gewährt. MEHR
Wie wir bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern werden können. MEHR
Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist. MEHR
Alle Infos rund um EU-Fiskalvertrag, ESM und die Position der Grünen. MEHR
Grüne Mitglieder können zehn Projekte für die Bundestagswahl 2013 auswählen. MEHR
Er war ein Grüner der ersten Stunde und Zeit seines politischen Lebens ein unermüdlicher Kämpfer gegen Armut und Unfreiheit in der Welt. Am letzten Freitag erlag der ehemalige Bundestagsabgeordnete Walter Schwenninger einem Krebsleiden.

Schwenninger gehörte zu den ersten Grünen, die 1983 in den Bundestag einzogen. Mit seinem Rauschebart und seinem Alpaka-Pullover gehörte zu den auffälligsten Persönlichkeiten in der schillernden Truppe, die damals im Bonner Plenarsaal für Furore sorgten. Unvergessen ist das Foto von Schwenninger neben dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl.
1985 gab Walter Schwenninger sein Mandat nach zwei Jahren wegen des damaligen Rotationsprinzips seiner Partei ab. Er war Mitglied der Friedensbewegung und machte sich vor allem für die Belange der sogenannten Dritte-Welt-Länder stark. "Er war ein sanfter Riese, der mit einer hohen Stimme, die so gar nicht zu seiner stattlichen Erscheinung passte, für seine Anliegen warb," schreibt die Südwestpresse in einem Nachruf.
Im Tübinger Gemeinderat saß Schwenninger von 1989 bis 1994 und von 1999 bis 2004. Zuletzt setzte er sich vor allem für die Partnerschaft zwischen Tübingen und dem peruanischen Villa El Salvador ein.
"Ich habe Walter sehr geschätzt, als Charakter und als idealistischen
Kämpfer für eine gerechtere Welt," würdigte der Bundesvorsitzende Cem Özdemir den Grünen-Politiker, der wie Schwenninger aus dem Landesverband Baden-Württemberg stammt. "Auch wenn ich politisch nicht immer
mit ihm einer Meinung war, hat er das Gesicht der noch jungen Grünen mitgeprägt."
"Walter war ein leidenschaftlicher grüner Entwicklungspolitiker der allerersten Stunde, der sich mit Herz und Verstand für seine Überzeugungen eingesetzt hat", würdigte ihn die Bundesvorsitzende Claudia Roth, die in den Achtzigern als Pressesprecherin der grünen Bundestagsfraktion für Schwenninger gearbeitet hatte. "Und er war das Gegenteil von einem technokratischen Machtpolitiker, sondern voller Menschlichkeit und Verantwortung für Chancengerechtigkeit und Teilhabe und gleiche Rechte in der einen Welt."
Die Trauerfeier ist für Donnerstag (30. September) in der Tübinger Stiftskirche vorgesehen.