AKW-Ausbau in Temelin stoppen
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In den 80er Jahren war er der Chef-Organisator der GRÜNEN und führte die junge Partei in erfolgreiche Wahlkämpfe. In der Nacht vom Freitag zum Samstag starb der langjährige Bundesgeschäftsführer Eberhard Walde überraschend an einem Herzinfarkt. Er wurde 62 Jahre alt.

Walde gehört zu den wichtigsten Grünen der ersten Stunde und war von 1983 bis 1991 Bundesgeschäftsführer der Partei.
Geboren in Leipzig 1949, verließ er mit seiner Familie die DDR nur wenige Tage vor dem Bau der Berliner Mauer, absolvierte später bei Opel eine Ausbildung als Automechaniker. Walde engagierte sich in der Umwelt- und Friedensbewegung, unter anderem als Mitglied im Vorstand des BBU und als einer der Organisatoren der Massendemonstration gegen die Nachrüstung in der Bonner Rheinaue 1982.
Als grüner Chef-Organisator hat Walde den Aufbau der Parteistrukturen in den 80er Jahren maßgeblich geprägt und mehrere grüne Bundestags- und Europawahlkämpfe vorbereitet. Walde hat damit entscheidend zum Erfolg der GRÜNEN in diesem Jahrzehnt beigetragen.
Nach der Bundestagswahl 1990 engagierte sich Walde für Hilfsprojekte in Kurdistan, Ruanda und auf dem Balkan. Später ging er ins niedersächsische Wendland und eröffnete dort einen Laden für regionale Produkte. Bis zuletzt beteiligte er sich vor Ort an den Protesten gegen die Castor-Transporte und ein Atommüllendlager in Gorleben.
Bundesvorsitzende Claudia Roth, die mit Walde eng befreundet war und lange mit ihm in einer Wohngemeinschaft bei Bonn gelebt hatte, zeigte sich am Samstag tief bestürzt. Roth würdigte Walde als "großen Organisator mit scharfem Verstand, außergewöhnlichem Engagement und einem großen Herzen."