Themen-Special Ägypten

Claudia Roth und Dr. Stephan Roll, Ägypten-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik, sprechen im Interview über die aktuelle Lage in Ägypten. Ein Beitrag der Böll-Stiftung sagt, die europäische Politik müsse sich jetzt entscheiden, ob sie weiterhin autoritäre arabische Regierungen unterstützt. Franziska Brantner fordert in einem Gastbeitrag für die Franfurter Rundschau eine Ende der europäischen Doppelmoral. Und die grüne Bundestagsfraktion meint, die EU-Nachbarschaftspolitik wie auch die daniederliegende Mittelmeerunion müssten daraufhin überprüft werden, wie sie einen nachhaltigen Beitrag zum Aufbau rechtsstaatlicher und demokratischer Strukturen leisten können.

 

Solidarisierung mit dem ägyptischen Volk

Astrid Rothe-Beinlich war gerade selbst noch in Ägypten und konnte sich vor Ort ein Bild verschaffen. Sie schreibt über die Lage und Rolle der ägyptischen Frauen und das Recht des ägyptischen Volkes auf Selbstbestimmung.

 

 

 

Ägypten: das Ende einer dynastischen Republik?

In Ägypten ist der Ausgang der Proteste noch offen. Die europäische Politik muss sich jetzt entscheiden, ob sie weiterhin autoritäre arabische Regierungen unterstützt oder ob sie sich für den schwierigen und möglicherweise chaotischen Prozess des demokratischen Wandels einsetzt.

 

Europas grenzenlose Doppelmoral

Nicht nur in Tunesien hat sich die EU lange zum Komplizen von Diktatoren gemacht. Das passt schlecht zu ihrem Selbstbild als Oberlehrer der Demokratie.

 

 

 

 

Demokratiebewegung in Ägypten unterstützen!

Kurz nach dem Umsturz in Tunesien haben in Ägypten Millionen von Menschen für ein Ende von Rechtlosigkeit und für Demokratie demonstriert. Doch bislang ist Präsident Mubarak nur zu kosmetischen Reformen bereit und verweigert den Rücktritt.

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Ein Tag im Wahlkampf

Am 30. August wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Wir haben die grüne Spitzenkandidatin Astrid Rothe-Beinlich in Erfurt begleitet

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Wir haben die Chance

Morgen sind Landtagswahlen in drei Bundesländern und die Kommunalwahl in NRW. Warum wir jeden und jede brauchen, sagt Cem Özdemir.

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Bildung für alle!

Rund 240.000 Menschen haben bundesweit für ein besseres Bildungssystems protestiert

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"Hier hilft nur Grün"

Die ARKUS gGmbH vermittelt und qualifiziert Langzeitarbeitslose. Erfolgreich, doch nicht ohne Sorgen. Renate Künast hat sie besucht

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Stuttgart 21: Vier Milliarden für vier Minuten

Grüne Woche mit Cem Özdemir: Über die Schlichtung bei Stuttgart 21, die Ökosteuer und ein Treffen mit Arbeitsagentur-Chef Weise.

Kommentare

03-02-11 20:53
Warum haben B90/Die Grünen so lange gezögert. Als einzige Partei, sich (neben der SPD) wirklich auf die Friedliche Revolution kann, sollte öfter kritisch mit Autokraten umgegangen werden.

Tunesien und Ägypten werden erwähnt, weil sie "aktuell sind". Was ist mit Iran, China und Usbekistan? Warum kommt keine Kritik?

Man muss sich klar positionieren. Das Kuschel-Theater kann doch so nicht weiter gehen!

PS: Sollten B90/Die Grünen an der nächsten Regierung beteiligt sein, kommen wir garantiert auf dieses Thema zurück. Dann wird sich zeigen, wie konsequent B90/Grüne für Demokratie und Menschenrechte eintreten und ob "Bündnis 90" mehr ist als nur ein Namensteil.

Lest euch einmal den Verfassungsentwurf für die DDR von 1990 durch. Es lohnt sich. Daran waren Mitglieder vom Bündnis 90 beteiligt. Manche Artikel erinnern auch an das aktuelle bündnisgrüne Programm.
Eugen
03-02-11 15:37
Es verwundert schon, daß aus dieser Ecke nicht zu hören ist,
da man sonst, wenn es was zu Meckern gibt in forderster Front steht.
Markus
03-02-11 11:53
Ich denke, auch die ehemalige Rot / Grüne Bundesregierung hat sich über viele Jahre an der europäischen Doppelmoral beteiligt und diese Akteure von Ihrer Partei, sollten von fragwürdigen Angriffen dringend absehen!
Robert Heinrich
03-02-11 09:08
@Norbert: Schau dir das Video mal an, Claudia Roth bezieht doch eigentlich sehr eindeutig Stellung!
Frank
02-02-11 19:12
Es ist schon peinlich, dass Deutschland, das selber nach der friedlichen Revolution 89 und der anstehenden Vereinigung erleben musste, wie sehr man auf die Hilfe der Verbündeten angewiesen ist, nun das ägyptische Volk derart im stich lässt. Von der FDP und ihrer Laberwelle habe ich nichts erwartet. Aber dass auch von den Grünen so wenig in der Öffentlichkeit zu vernehmen ist, wundert mich. Auch als Grüner ist mir die Freiheit eines ganzen Volkes, dass täglich repressionen ertragen musste und muss, deutlich wichtiger als die Laufzeit der Kernkraftwerke oder Dioxineier, die wir selber durch unsere Nachfrage nach Billiglebensmitteln selber verursacht haben. Haben wir keine professionellen Außenpolitiker mehr?
Detlef
02-02-11 01:28
Heute Abend haben sich einige Mitglieder der Grünen von Berlin-Mitte entschieden, in dieser Woche noch für die gewaltfreie Demokratisierung in Ägypten und anderen arabischen Staaten, in denen sich das Volk für Menschenrechte und Demokratie erhebt, zu demonstrieren und unsere Identifikation damit zu zeigen.
Norbert
31-01-11 20:13
Warum gibt es seitens der Grünen keine Solidaritätskundgebungen für das ägyptische Volk?

Hunderttausende von Ägyptern setzen täglich Leib und Leben aufs Spiel, indem sie für ein Ende der Diktatur und für Freiheit und Demokratie demonstrieren.
reimund
31-01-11 18:04
glaube kaum,das die USA sowie die BRD als geld und waffenlieferant ihren treuen verbündeten mubarak,der wichtig im kampf gegen den terrorismus einfach so fallen lassen werden.da irrt frau roth,wenn sie meint,man könnte das einfach so machen,den mubarak weg und das wars.dann bricht nämlich ein wichtiger verbüdeter weg.und wen haben schon menschenrechte interessiert??waffen lieferung steht vor menschenrechte.
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