Fleischeslust
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Auch die Meinungsseiten der deutschen Tageszeitungen beschäftigen sich mit dem Geheimnis des grünen Erfolgs in NRW, gerade im Vergleich zur FDP. Hier ein paar der interessantesten Auszüge.
In der Süddeutschen Zeitung schreibt Kurt Kister heute im Leitartikel: "Im Vergleich zur FDP sind die Grünen, was Werte, Programmatik und soziologischen Zuschnitt angeht, langsam auf dem Weg zur Volkspartei, wohingegen FDP und Linke, wie ihr Abschneiden in Nordrhein-Westfalen zeigt, prinzipiell Nischenparteien mit einstelligenErgebnissen sind. (...) Wie eine Partei erfolgreich sein kann, die sich mit ihren Sympathisanten wandelt, zeigen die Grünen. Aus der einstigen Öko-Müsli-Partei ist eine politische Vereinigung geworden, die ein umfassendes Programm und durchaus auch etliche Flügel zu bieten hat. Die alte Fundi-Realo-Dichotomie hat längst ausgedient; wer Freude an so was hat, muss heute zur Linkspartei gehen. Die Grünen aber bieten politische Heimat für viele Themen und Weltanschauungen, ohne dass abweichende Meinungen als Ketzerei oder Majestätsbeleidigung verstanden werden. (…) Nicht die SPD ist wieder da. Die Grünen sind es, auch in Nordrhein-Westfalen."
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt über die Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann: „Sylvia Löhrmann will Bildungsministerin in Nordrhein-Westfalen werden, daraus hat sie nie ein Geheimnis gemacht. Beharrlich beackert die 1957 in Essen geborene Politikerin die Schulpolitik. Ihr haben es die Grünen zu verdanken, dass sie heute nicht mehr nur als Öko-, sondern auch als Bildungspartei wahrgenommen werden. Auch mit Hilfe des großflächig plakatierten Themas Bildung errangen die Grünen bei der Landtagswahl am Sonntag mit ihrer Spitzenkandidatin Löhrmann 12,1 Prozent der Stimmen. Frau Löhrmann ist damit die große Siegerin der Wahl."
Der Bremer Parteienforscher Lothar Probst meint in der WELT: "Die Grünen haben vieles richtig gemacht." Einen Grund für das "bemerkenswert gute Ergebnis" in Nordrhein-Westfalen sieht er in der Wahl der Themen, die den "Nerv der Menschen" träfen: Schulpolitik, Energiewende und kommunale Finanzen. Den Grünen sei es gelungen, ihren "Markenkern" zu erweitern. Sie hätten Ökologie mit Wirtschafts-, Finanz- und Bildungspolitik verknüpft und ihre zentralen Forderungen in ein landesspezifisches Programm umgesetzt. Das, so sagte Probst der WELT, könne ein Modell für künftige Landtagswahlen sein.
Der Historiker Götz Aly schreibt in der Berliner Zeitung über die FDP: „Die heutige Freie Demokratische Partei gibt die Farce zum Besten, die einer geschichtlichen Tragödie folgt: Für die vielen Abwege der Deutschen im 19. und 20. Jahrhundert gibt es eine herausragende, ungenügend bedachte Ursache - das Fehlen einer starken liberalen Partei und Denktradition. Selbst das schöne deutsche Wort für Liberalismus - Freisinn - ist hierzulande getilgt.“
Zum Abschluss noch ein bemerkenswerter Kommantar in der WELT: „Wer grün wählt, bekommt seine Politik umgesetzt, statt in demütigende Kompromisse gezwungen zu werden. (…) Wähler der Grünen können sich darauf verlassen, dass sie in einer von den Grünen mitbestimmten Regierung nicht unter die Räder kommen. Ebenso zuverlässig tragen die Grünen Kompromisse mit, die für den größeren Partner wichtig sind. Es sind meistens Kompromisse, die ihre Wähler nicht als kompromittierend empfinden, weswegen die Grünen für ihren Partner auch berechenbar bleiben. Stur, aber verlässlich, so könnte man das umschreiben. (…)