Stark in die nächsten Jahre

Bundestagswahl, Opposition, Grüne, Özdemir, Künast, Trittin, Roth

Inhalt

Cem Özdemir: Das Resultat spricht eine klare Sprache: Wir haben deutlich zugelegt. Das beste Ergebnis in der Geschichte von Bündnis 90/Die Grünen. Wir haben das Wahlziel erreicht zweistellig zu werden. Was wir nicht erreicht haben ist eine schwarz-gelbe Mehrheit zu verhindern.

Claudia Roth: Wir haben uns in Schleswig-Holstein verdoppelt. Wir haben doppelt so viele Abgeordnete, wie in der vorherigen Legislaturperiode. Und wir haben uns sehr über die 46,8% von Hans-Christian Ströbele gefreut.

Cem Özdemir: Nach Thüringen sind wir jetzt auch in Brandenburg eingezogen. Das ist eine tolle Unterstützung für unsere Freunde in den neuen Ländern. Und wir erheben auch hier den Anspruch, dass wir in allen Bundesländern vertreten sind.

Jürgen Trittin: Wir werden dafür kämpfen, dass ihnen neben einer Mehrheit im Bundestag nicht noch eine Mehrheit im Bundesrat zur Seite steht.

Renate Künast: Wir haben uns aufgestellt als die Partei, die Umwelt und Wirtschaft miteinander verbindet. Also nicht mehr, entweder ist man Ökologe oder Ökonom, sondern beides gehört zusammen.

Jürgen Trittin: Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass selbst ein solches Rekordergebnis nicht in der Lage gewesen ist die erdrutschartigen Verluste der ehemaligen Volkspartei SPD an dieser Stelle auszugleichen. Schwarz-Gelb ist nicht in diese Rolle gekommen, weil sie so gut waren, sondern weil ca. 2,5 Mio. sozialdemokratische Wählerinnen und Wähler zu Hause geblieben sind.

Claudia Roth:Es ist sehr bitter, dass Schwarz-Gelb die Wahl gewonnen hat. Dass wir nicht verhindern konnten, dass eine falsche Politik an die Regierung kommt. Schwerpunkt ist jetzt die Klimapolitik. Sie darf unter Schwarz-Gelb nicht unter die Räder kommen.

Jürgen Trittin: Ein schwarz-gelbe Regierung bewirkt, dass die Aktien von RWE in die Höhe geschossen sind. Und nicht nur wegen Atomkraft, sondern auch wegen der Möglichkeit Kohlekraftwerke zu bauen.

Renate Künast: Die Sozialdemokratisierung von Angela Merkel wird weitergehen. Sie wird versuchen die Mitte der Gesellschaft zu gewinnen. Dabei wird es aber trotzdem dann Steuersenkungen für wenige geben.

Cem Özdemir: Der Kurs um den es jetzt geht ist ein Kurs der Eigenständigkeit. Es gibt sicherlich keine Koalition in der Opposition.

Claudia Roth: Wir wissen gerade eine schwarz-gelbe Koalition hat eine starke Opposition verdient. Das werden wir Grüne tun. 

Jürgen Trittin: In der Auseinandersetzung wird es auch einen Wettbewerb bei den Oppositionsparteien geben. Ich glaube, dass die Grünen für diesen gut gerüstet sind. 

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Grün stärken - damit sich was ändert!

Schwarz-Rot muss weg, Schwarz-Gelb darf nicht kommen. Unsere Spitzen machten deutlich, warum es jede grüne Stimme braucht

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Grüne wählen Parteiführung neu

Starke Ergebnisse und spannende Kampfkandidaturen: In Freiburg wurde der Bundesvorstand im Amt bestätigt.

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Die BDK 2012 in Bildern

Wir zeigen euch den Parteitag in Bild und Text.

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Wir wollen keine Partei-Pappfiguren

Über einen Bundespräsidenten, an dem man sich reiben kann, die Personalpoltik der FDP und die Rechtschreibschwäche der Bundesregierung.

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Alternative in Form und Inhalt

Unter dem Motto "Aufbruch 2013 - Richtungswechsel jetzt!" rüsten sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für das kommende Wahljahr.

Kommentare

Manni und Anne
13-10-09 19:50
Auch wir haben leider grün gewählt.Obwohl im Saarland keine richtungsweisende Aussage erfolgte,waren wir der Meinung,das rot-rot-grün kommen muß, die CDU jetzt als Wendehals,niemals der Sieger sein darf.Grün ist nicht besser als all die anderen und erhalten kein x mehr von uns.
Wie konntet ihr nur so versagen?
Robert Heinrich
12-10-09 22:57
@Michael: Wieso fühlst Du dich betrogen? Hast Du im Saarland den Grünen Deine Stimme gegeben? Dann möchte ich Dir eines ins Gedächtnis rufen: Die saarländischen Grünen haben vor der Wahl weder rot-rot-grün noch Jamaika ausgeschlossen, sondern diese Entscheidung offen gelassen - insofern kein Vergleich mit Ypsilanti! Die Präferenz war die Ampel, die aber nach der Wahl rechnerisch nicht möglich ist. Diese Ehrlichkeit vor der Wahl (Zitat Hubert Ulrich: Man kann nur mit den Bräuten tanzen die da sind) sollte bei aller Kritik nicht vergessen werden. Ansonsten rate ich, abzuwarten wie viel grüne Handschrift der Koalitionsvertrag trägt und dieser Konstellation eine Chance zu geben.
Michael
12-10-09 18:28
Ich fühle mich, ich bin betrogen.-
Gebt mir meine Stimme wieder !
12-10-09 16:27
Leider habe ich, ..und sogar meine Ehefrau, als verflossene Mitglieder der SPD bei der Bundestagdfswahl "Grün" gewählt und mich mit dem Gedanken beschäftigt, mich als Mitglied aufnehmen zulassen. Leider war mein Wahl und Gedankenspiel schon ein großer Fehler.
Man betrachte die Aussagen der Grünen vor der Wahl und das Ergebinis im Saarland nach der Wahl.
Für mich ist " Grün" für immer gestrichen, also wundert Euch nicht wenn man in Zukunft nur noch tief Rot wählt. So enttäuscht man Wähler.
Harry M.
12-10-09 14:23
Irgendwann ist Schluss. Ich habe keine Lust mehr, nach jeder Wahl "Argumente" zu hören, welche nur zur Rechtfertigung der Machtgeilheit einiger und zum Verrat an grünen Ideen und Visionen dienen.
Vor der Wahl große Plakate: Schwarz-gelb Nein Danke, und danach...

Aus der Krise hilft nur Grün. Wer soll das noch glauben?

Mein Vorschlag für die nächsten Wahlkämpfe:
Fähnchen-in-den Wind. Die Grünen. FDP-light.
Marco Z.
12-10-09 13:50
Im Saarland die richtige Entscheidung:

Jamaica finde ich ausprobierenswert,
Schwarz-grün auch,
die Wähler der Grünen sind doch längst bürgerlich
und wünschen eine Politik für den Mittelstand.
Es reicht nicht spektakulär ein paar Großkonzerne zu retten, siehe SPD und Linke.

ein Symphatisant aus Hamburg
wolfram
12-10-09 12:07
wehret den anfaengen an der saar. ulrich und seine angst vor oskar - den hat wohl der mut verlassen?
das wars fuer mich mit den gruenen. ende nach 20 jahren. angebliche landes und bundesunterschiede in den koalitionsaussagen sind doch nur verzoegerungsphaenomene. das kommt dann auch bald im bund.

ein waehler weniger.
Domes
12-10-09 08:24
Das ist der Gipfel.
Seit AL hat meine Stimme endlich eine Heimat gefunden.
Das ist schon mit Euren aussenpolitischen Verfehlungen seit einiger Zeit in Frage gestellt worden.
Mit der in Berlin gedulteten Jamaika-Verwerfung an der Saar habt Ihr mich für immer Verloren.
Tschüß und danke für nix.
Wolfgang B.
12-10-09 08:12
"Wir werden dafür kämpfen, dass ihnen neben einer Mehrheit im Bundestag nicht noch eine Mehrheit im Bundesrat zur Seite steht."

Genauso wie die Hamburger und Bremer Grünen noch kurz vor der Bundestagswahl durch ihr JA im Bundesrat Internetsperren geholfen habe, das Gesetz zu den Internetsperren durchzuwinken?

Und ja, die Wähler haben ein langes Gedächtnis, und wollten im Saarland den Wechsel, ähnlich wie vor 2 Jahren die Wähler in Hessen, und dieses Jahr in Sachsen. Mit solchen Entscheidungen begebt ihr euch auf die gleiche Abwärtsspirale, auf der sich die SPD seit zwei Jahren befindet. Die Linken und die Piratenpartei werden davon profitieren. Weiter so?
klaus
12-10-09 06:55
ich bin geschockt!!!
ich werde heute noch aus der partei
austreten!!!
Kommentar

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