Spenden mit Folgen

Cem Özdemir gratuliert zu den Erfolgen des Krisengipfels der Schwarz-Gelben Regierung und warnt vor einer Verlängerung von Schwarz-Gelb in NRW nach dem 9 Mai. Für FDP und CSU und ihren Spendenskandal hat Özdemir einen Vorschlag: Spenden zurückzahlen und einer Deckelung von Unternehmensspenden zustimmen.

Was sind die Ergebnisse des schwarz-gelben Regierungsgipfels?

Die Spitzen der Regierung haben gezeigt, dass sie gemeinsam essen können. Wer hätte das gedacht?

Betrachten wir mal das Ergebnis: An den Steuersenkungen wird festgehalten, die Kopfpauschale kommt und wir bekommen ein bißchen den Vorgeschmack, was uns ab dem 09.Mai erwartet, wenn Herr Jürgen Rüttgers Ministerpräsident mit Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen bleibt. Dann werden Schwarz-Gelb erst recht loslegen mit dem, was Herr Koch, quasi als asozialer Rammbock, gerade vorbereitet. Koch lässt die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen rüberkommen, als hätten sie ein soziales Mäntelchen um.

Ich kann nur allen sagen, in NRW gilt es am 09.Mai diese Politik zu stoppen. Ansonsten geht es mit diesem Irrsinn weiter. 

Die Regierung subventioniert Hotelübernachtungen. Wieso?

Das haben sich viele gefragt. Das haben sich beispielsweise auch diejenigen gefragt, die dachten, die FDP hätte irgendwas mit Bürokratieabbau zu tun. Viele Unternehmen haben sich gefragt: Warum die? Warum nicht wir? Warum nicht andere? Das haben sich beispielsweise auch Leute gefragt, die versuchen zu verstehen, warum das Frühstück mit dem normalen Steuersatz bedacht wird, die Übernachtung aber nur mit dem halben Steuersatz.

Ich glaube, jetzt haben wir eine Erklärung: Eine 1,1 Millionen Euro Spende letztes Jahr, schön geteilt in unterschiedliche Stücke von der Substantia AG.

€820.000 an die CSU und €1,1 Millionen an die FDP. Komischerweise steckt Mövenpick dahinter. Könnte es vielleicht sein, dass damit möglicherweise zusammenhängt, dass Übernachtungen günstiger werden sollen, damit ein Unternehmen davon einen Vorteil hat?

Der Verdacht steht im Raume und die CSU und die FDP sind gut beraten, diesen Verdacht so schnell wie möglich aus dem Raum zu schaffen. Wir haben einen konkreten Vorschlag: Spenden zurück überweisen und dem Grünen Vorschlag zustimmen, dass Spenden von Unternehmen in Zukunft deutlich begrenzt werden.

...und sonst noch? 

Tja, die Elternzeit ist vorbei. Seit der "30 Jahre Grüne" Feier, also seit einer Woche, bin ich wieder voll dabei. Ich freue mich schon auf die vielen, vielen Veranstaltungen, die mich erwarten. Mich erwartet jetzt auch, was viele Frauen in dieser Republik schon seit vielen Jahren tun müssen, nämlich Beruf und Familie vereinbaren.

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Eure 25 Fragen für die KandidatInnen

Bis 12. Oktober werden die BewerberInnen für das Spitzen-Duo diese Fragen beantworten.

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Eine anrüchige Spende

FDP und CSU erhalten Millionen-Spenden. Schatzmeister Dietmar Strehl würde solche Summen ablehnen.

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Zustrom bricht nicht ab

Schwarz-gelbe Lügengeschichten bringen politisch Interessierte zu den Grünen

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Weder gerecht noch einfach

Das FDP-Steuerkonzept würde die Kommunen immer mehr in eine ausweglose Schuldenfalle treiben, sagt Gerhard Schick im Interview.

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Sylvia Löhrmanns Pläne für NRW

Sie will zweistellig werden und damit in NRW am 9. Mai Dritte Kraft werden. Die Spitzenkandidatin über ihre für Visionen.

Kommentare

Eine Schande!
23-01-10 13:09
Wieder einmal wird offensichtlich, wie die FDP eigentlich funktioniert: Zum Wohl ihrer Großspender ändert
sie Gesetze und macht damit dreiste Lobbypolitik. Die Spende des Hotel-Unternehmers spült der FDP rund
eine Million Euro in die Parteikasse. Die Steuerausfälle durch den reduzierten Mehrwertsteuersatz bei
Hotelübernachtungen kosten den Steuerzahler rund eine Milliarde Euro im Jahr. Diese Dimension macht klar,
dass die FDP nur ihr eigenes Wohl und das ihrer Klientel im Auge hat. Niemand sollte sich wundern, wenn
die Politikverdrossenheit immer größer wird und die Demokratie immer weniger Anhänger hat.

Aus meiner Sicht kann die Lösung für dieses unverschämte Verhalten der Liberalen nur heißen: Das
Parteiengesetz muss geändert werden. Firmenspenden an Parteien müssen verboten werden. Nur so kann Politik
zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger gemacht werden. Ein Vorbild ist hier die Ökologisch-Demokratische
Partei (ödp): Sie nimmt per Satzung keine Konzernspenden an und kann so unabhängig Politik gestalten.
gordo
22-01-10 20:18
Im Saarland gibt es einen unantastbaren König, der hatte viele Führungskrafte...Die sitzen jetzt in allen Parteispitzen...Außer bei den Linken, die mochte der König nicht. Der König selbst ist bei der FDP. Einer seiner Zöglinge sitzt jetzt in der Parteispitze der GRÜNEN.
Kinder, was ist die Welt bunt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
22-01-10 12:23
Die Regierung subventioniert nicht nur Hotelübernachtungen, sondern auch Puffbesuche, denn dort gilt seit 1.1.2010 auch der ermäßigte Mehrwertsteuersatz!
diese art von spenden in höhe von mehreren tausend euro nimmt herr empörungsminister özdemir gerne an!
22-01-10 10:24
surprise surprise
21-01-10 11:35
die partei der dauerempörten scheinheiligen meldet sich zu wort - allen voran der bonusmeilen özdemir ...
Adrian
20-01-10 16:29
Ich möchte Herrn Özdemir darum bitten, sich anderen Themen zu verpflichten als dem Abgleich von Regierungsentscheidungen mit Spendengeldern. Warum bezieht er sich nicht auf Argumente anderer Parteien und stellt seine eigenen Konzepte vor? Ich lese hier, um über aktuelle Politik zu lesen und nicht über aktuelle Polemik. Erst Facebook, Twitter und StudiVZ und jetzt Taff, oder wie soll ich den "Asozialen Rammbock" verstehen? Als politischen Geniestreich?
hotte
19-01-10 15:25
Nicht nur über Spenden für die FDP aufregen !

Wo bleiben die Sonderabgaben der Zockerbanken in Deutschland ?
Obama zeigt wie es gemacht wird !!!
Floh
19-01-10 14:43
viel erfolg bei der balance aus karriere und familie! [ps. es geht eigentlich recht einfach]
Niello
19-01-10 14:06
@B.M.: es geht doch einfach darum, dass im Moment kein Geld da ist. Und wenn man einen klammen Geldbeutel hat, muss man Prioritäten setzen. Und ich bin einfach nicht der Meinung, dass das Hotelgewerbe auf dieser Prioritätenliste auf den ersten Plätzen stehen sollte.

@Enzian: Das Problem ist, dass nur wenige Hotelbetreiber die MwSt an Hotelkunden weitergeben. Das hat für Geschäftskunden bzw. Unternehmen die Konsequenz, dass sie bei gleichem Preis für die Übernachtung plötzlich aber nur noch 7% von der Steuer absetzen können. Das kostet die deutsche Wirtschaft 1,2 Milliarden Euro im Bereich Geschäftsreisen. Von den Kosten für den Staat ganz zu schweigen.
Bei deinen Änderungsvorschlägen für die MwSt stimme ich Dir aber grundsätzlich zu.
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