Sonderländerrat zur Eurokrise

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen auf einem Sonder-Länderrat am 24. Juni in Berlin die grüne Position in der aktuellen Situation der Eurokrise diskutieren und abstimmen. Den kompletten Länderrat könnt ihr in einem Livestream auf gruene.de verfolgen.

Nahaufnahme eines 100-Euro-Scheins., Foto: Samwise Gamgee69/Flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)
"Wir sind die Europapartei und deshalb werden wir auch weiterhin die Debatten um den besten für Europa intensiv und leidenschaftlich führen", schreiben Claudia Roth und Cem Özdemir. Foto: Samwise Gamgee69/Flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

In Deutschland dreht sich die Debatte vor allem um den Fiskalpakt, der die Staaten zur Einführung nationaler Schuldenbremsen verpflichtet. Der Fiskalpakt wurde mit Ausnahme von Großbritannien und Tschechien von allen 27 EU-Mitgliedsstaaten unterzeichnet. Die meisten Länder müssen den Fiskalpakt aber noch in ihren nationalen Parlamenten ratifizieren - unter anderem Deutschland. Weil dafür eine Zweidrittelmehrheit notwendig ist, benötigt die schwarz-gelbe Bundesregierung auch die Stimmen der Opposition.

Claudia Roth und Cem Özdemir, die beiden Bundesvorsitzenden der Grünen, haben in einem Brief (PDF) an die Parteimitglieder deutlich gemacht, dass eine Zustimmung von demokratischen und ökonomischen Ergänzungen des Fiskalpaktes abhängt. Es brauche einen europäischen Altschuldentilgungsfonds und einen Investitionspakt. Außerdem müsse der ökologische Umbau vorangetrieben und eine Finanztransaktionssteuer eingeführt werden.

"Wir sind die Europapartei und deshalb werden wir auch weiterhin die Debatten um den besten Weg für Europa intensiv und leidenschaftlich führen", schreiben Claudia Roth und Cem Özdemir am Ende ihres Briefes.

Sonder-Länderrat am 24. Juni in Berlin

Am 24. Juni 2012 werden BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN von 11 bis 16 Uhr einen Sonder-Länderrat im Berliner Congress Center (BCC) veranstalten. Ziel ist, die grüne Position in der aktuellen Situation der Eurokrise zu diskutieren und abzustimmen.

Einladung für die Delegierten

Anträge und Tagesordnung

 

Beschlüsse zu Europa aus dem letzten Jahr (PDF)

Die Zukunft ist Europa

Die Krise gemeinsam überwinden. Das Europäische Projekt nicht auf´s Spiel setzen

Europa gewinnt zusammen – oder verliert

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Mehr Mut zu Europa

Nach leidenschaftlicher Debatte unterstützte der Länderrat den Verhandlungskompromiss bei Fiskalpakt, Finanztransaktionssteuer und Wachstumspaket.

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Deine Frage zu Europa

Du willst wissen, wie es in Europa weitergeht? 24 Stunden lang beantworten wir deine Fragen.

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Die BDK 2012 in Bildern

Wir zeigen euch den Parteitag in Bild und Text.

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Neue grüne Phase

Die 33. BDK wird inhaltlich vielschichtig und arbeitsintensiv. Am ersten Tag standen das Gedenken an die Neonazi-Morde und die Europa-Debatte im Mittelpunkt.

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GRÜN bewegt was!

Auf dem kleinen Parteitag in Lübeck stellen die Grünen Weichen für den Regierungswechsel 2013 und geben Rückenwind für die anstehenden Landtagswahlen.

Kommentare

Norbert Dick, OV Kappeln
14-06-12 02:10
Die Einberufung des Länderrates ist NICHT ausreichend. Die Tragweite des Fiskalpaktes ist so enorm, das höchste Gremium muss hierüber debattieren und entscheiden und das ist nun mal eine Bundesversammlung. Atomausstieg, Afghanistan waren auch BDK würdig.
Wir dürfen uns nicht von den Merkelschen Regierungsvorlagen treiben lassen, sondern Profil zeigen und eigene Alternativen entwickeln mit klaren Beschlüssen. Das geht nur basisdemokratisch über eine Sonder BDK.
Irene Fröhlich, KV NF
08-06-12 16:26
In der heutigen taz ist zu lesen, daß angeblich nach der Zustimmung der schwarz-gelben Regierung zur Finanztransaktionssteuer weitere Forderungen der Opposition vom Tisch seien. Ich hoffe sehr, daß mindestens der Länderrat stattfindet, denn allein mit der längst überfälligen Finanztransaktionssteuer, ist Europa ja nicht auf dem Weg der Besserung. Die deutsche Vormachtstellung sowohl in Finanz- als auch in Umweltfragen, immer in eine nationalistische Richtung, ist zunehmend unerträglich und mir als Europäerin peinlich. Die Demokratisierung der EU muß dringend weiter voran getrieben werden und die undemokratischen Übergriffe auf nationale Parlamente in Griechenland und Italien müssen korrigiert werden.
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