Solidarisches Zusammenleben

Annemarie Becker kümmert sich als Wunschoma um Kinder. Raul Krauthausen sucht "Sozialhelden". Das lädt zum Nachahmen ein. Wir zeigen Beispiele bürgerschaftlichen Engagements für eine Gesellschaft, die niemanden ausgrenzt oder zurücklässt. Und wir sagen, was die Politik dafür tun muss.

Generationen verbinden

Annemarie Becker, Rentnerin und "Wunschoma", www.grosselterndienst.de

Tom (3) ist ein "Wunschenkel" von Annemarie Becker (68), obwohl sie nicht verwandt sind. Einen Nachmittag pro Woche gehen die beiden auf den Spielplatz, füttern Enten, spielen und essen gemeinsam zu Abend. "Es macht unglaublich viel Spaß", erzählt die "Wunschoma" begeistert. Möglich macht das der Großelterndienst Berlin, der seit 20 Jahren ältere Menschen zur Kinderbetreuung vermittelt, vorzugsweise an Alleinerziehende. "Wir sagen immer: Enkel dich fit", sagt Projektleiterin Helga Krull. Fast 500 "Wunschgroßeltern" sind beim Großelterndienst aktiv – etwa 800 suchende Eltern stehen auf der Warteliste.

Und jetzt seid Ihr gefragt:

www.lesepaten.net
(Lesepatenschaften für Kinder)

www.wohnprojekte-portal.de
(Neue Formen des generationenübergreifenden Wohnens)

www.familienhandbuch.de
(Onlinehandbuch zu Kindererziehung, Partnerschaft und Familienbildung)

 

Alltagsheld/in werden

Raul Krauthausen, Gründer der "Sozialhelden", www.sozialhelden.de

"Naiv und mit einem Augenzwinkern" geht Raul Krauthausen seinem Engagement nach. Das zeigt schon der Name seines Vereins: "Sozialhelden". Krauthausen hat die sogenannte Glasknochenkrankheit und sitzt deshalb im Rollstuhl. "Da begegnen mir natürlich viel mehr Missstände als Menschen, die keiner Randgruppe angehören", sagt er. Dennoch: Mitleid zu wecken, ist nicht sein Ziel. "Die Leute sollen bei uns mitmachen, weil sie die Idee toll finden", sagt er. Die "Sozialhelden" haben mit einem Radiosender schon den "Superzivi" gecastet, ermöglichen es Menschen, ihre Pfandbons in Supermärkten für soziale Zwecke zu spenden und bauen im Internet gerade eine Karte mit barrierefreien Orten auf. Wer bei den "Sozialhelden" mitmachen will, sollte "jung im Kopf" sein – und soviel Spaß an der Sache haben wie Krauthausen selbst.

Und jetzt seid Ihr gefragt:

www.buergergesellschaft.de und www.ehrenamtsportal.de
(Links und Adressen zu zahlreichen Mitmach-Initiativen)

www.weltbeweger.de
(Praxisbeispiele innovativen Engagements)


Das muss die Politik tun:

Wir wollen eine Gesellschaft, die niemanden zurücklässt oder ausgrenzt:

  • Gute Schulen schaffen: Kinder sollten nicht aussortiert werden, sondern länger gemeinsam und voneinander lernen und vor allem besser individuell gefördert werden.
  • Gesundheit absichern: Mit der Bürgerversicherung bleibt unser Gesundheitsmodell für alle bezahlbar, denn sie verteilt die Lasten auf breitere Schultern.
  • Gemeinden schützen: Kommunen brauchen sichere Einnahmen, damit sie ihre Aufgaben für das Gemeinwesen erfüllen können. Schwimmbäder müssen geöffnet bleiben, Theater und Kitas dürfen nicht geschlossen werden.
  • Respekt für Vielfalt: Diskriminierung, Fremdenhass und Homophobie müssen bekämpft werden, Programme für Integration und gegen Rechtsextremismus müssen ausgebaut werden.

Fotos: tbel/fotolia.com, privat (2)

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Grüne Energie

Wir stellen drei Menschen vor, die achtsam mit Energie umgehen.

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Endspurt für die Schulreform

Am Sonntag stimmen die Hamburger Bürgerinnen und Bürger mit einem Volksentscheid ab.

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Zeit nehmen

Für mehr Lebensqualität den bewussten Umgang mit Zeit neu lernen.

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Liebe Kinder (und Eltern),

ihr dürft nicht über die Zukunft unseres Landes abstimmen. Dabei müsst ihr ausbaden, was wir entscheiden

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27 Eylül`de Yeşilleri seçin!

Çevre, eğitim ve sosyal alanlarına yatırım krizden tek kurtuluş çaremiz! Cem Özdemir sizin oylarınız için mücadele ediyor!

Kommentare

Weltbeweger
11-05-11 12:30
Vielen Dank für die Erwähnung.
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