Schlimmer als befürchtet

Kanzlerduell, Merkel, Steinmeier, Roth, Krise, Kritik, Nachlese

Zusammenfassung:

Das TV-Duell war schlimmer, als ich befürchtet habe. Denn es hatte nichts mit einem Duell zu tun. Es war der Versuch, sich beim Schönreden der "großen Leistungen" dieser großen Koalition gegenseitig zu überbieten. Was besonders schlimm war: Es gab keine Diskussion und keine Debatte über die großen Zukunftsherausforderungen. Wie kann man angesichts einer dramatischen Klimakrise überhaupt nicht über Klima reden? Wie kann man in einer Einwanderungsgesellschaft nicht über Integrationspolitik sprechen? Wie kann man angesichts der Tatsache, dass Frauen diskriminiert werden und circa 23% weniger Lohn für gleichwertige Arbeit bekommen, diesen gesellschaftspolitischen Skandal nicht mal thematisieren?

Wir sind eine Mehrparteiendemokratie. Und zu einer Demokratie gehört auch Opposition, die definitiv nicht Mist ist. Ich hätte mir gewünscht, dass der politische Wettstreit nicht nur unter den vermeintlich großen Parteien abläuft. Mit Verlaub, wir Grüne sind in vielen Regionen bereits stärker als die SPD.

... und sonst noch?

Aufgepasst: Heute Abend 21 Uhr in der ARD gibt es hoffentlich eine kontroverse politische Auseinandersetzung zwischen den Spitzenkandidaten der drei Noch-Oppositionsparteien. Teilnehmen werden Guido Westerwelle, Oskar Lafontaine und für uns Jürgen Trittin. Ich kann mir vorstellen, dass das heute politischer und spannender werden wird als gestern.

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Steffi Lemke twittert das Triell

Live aus der Bundesgeschäftsstelle: Die Bundesgeschäftsführerin kommentiert die Debatte Trittin - Westerwelle - Lafontaine

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Keine Lehren gezogen

Wer kontrolliert eigentlich wen? Warum wir die Großbanken nicht von der Leine lassen dürfen, sagt Gerhard Schick, Obmann im HRE-Ausschuss

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Die Finanzgurus lügen

Wer kontrolliert eigentlich wen? Warum wir die Großbanken nicht von der Leine lassen dürfen, sagt Gerhard Schick, Obmann im HRE-Ausschuss

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30 grüne Jahre (21): Joschka Fischer über die rot-grüne Bundesregierung 1998

Joschka Fischer über Lust und Last des Regierens, Schlafmangel im Dienst und die Haltung als Außenminister. Teil 21 der "Grünen Geschichte(n)".

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Mit wem will Wowereit?

Renate Künast hat sich klar gegen eine gemeinsame Arbeit mit der CDU ausgesprochen. Aber mit wem würde die SPD nach einem Wahlsieg am 18. September in Berlin regieren wollen?

Kommentare

torsten
15-09-09 09:58
Duelle bei denen Opposition und Regierung nicht gemeinsam am Tisch sitzen sind nicht wirklich interessant.

Insofern finde ich die Entscheidung der Fernsehsender, der großen Koalition eine Kuschelstunde zu schenken und der Opposition ein Kaffeekränzchen, sehr enttäuschend.

Für den Wähler wäre interessant, was die Großkoalitionäre zu Fragen der Opposition geantwortet hätten. Diese Weichspülerrunde hat niemandem irgendeine Information mit Substanz gebracht.

Schade.
Kommentar

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