Auf gelbem Hintergrund steht zwischen zwei Balken: "Urwahl: Basis ist Boss" und darunter "Bis zum 1.11. Mitglied werden und mitbestimmen!". Daneben vier hoch gehaltene Arme.
sven giegold und rebecca harms
Foto: © Laurence Chaperon

Rebecca Harms & Sven Giegold sind das Spitzenduo der Europaliste

Wir stellen euch hier die Kandidatinnen und Kandidaten vor, die auf dem Europaparteitag in Dresden auf die grüne Liste zur Europawahl gewählt worden sind.

Platz 1: Rebecca Harms

Rebecca Harms wurde auf Platz 1 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

Von 1994 bis 2004 war Rebecca Harms Abgeordnete im Niedersächsischen Landtag, seit 1998 als Fraktionsvorsitzende. Die 57-jährige gelernte Gärtnerin ist Mitglied des Bundesparteirates von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und wurde 2004 ins Europäische Parlament gewählt. Seit 2009 ist sie Vorsitzende der Fraktion die Grünen/EFA im Europäischen Parlament. Ihre Schwerpunkte sind Energiepolitik, Atompolitik, Klimaschutz, Umwelt- und Verbraucherschutz, Lebensmittelsicherheit und Fischereipolitik.

Zum Klimaschutz in Europa erklärt sie: "Ich war bei vielen internationalen Klimakonferenzen dabei. 2015 in Paris findet nun das nächste entscheidende Treffen statt. Deshalb gilt es gerade jetzt, in Brüssel den Druck für einen Erfolg zu erhöhen. Wir brauchen eine unverzügliche Erhöhung des EU-Klimaziels für 2020 auf mindestens 30 Prozent, verbindliche Ziele für 2030 sowie eine schnelle und umfassende Reform des Emissionshandels. Nur so haben wir eine Chance, dass die anderen Staaten mitmachen."

Im Wahlkampf wird Rebecca auf zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen sprechen.

Platz 2: Sven Giegold

Seit 2009 sitzt Sven Giegold als Abgeordneter für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Europäischen Parlament. Als finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA kämpft er dafür, Finanzmärkte an die grüne Leine zu legen. Der 44-jährige Wirtschaftswissenschaftler vertritt den Landesverband Nordrhein-Westfalen, wo er im Sommer 2012 in den Landesvorstand gewählt wurde. Vor seinem Einzug ins Europäische Parlament hatte sich Sven Giegold zwei Jahrzehnte zivilgesellschaftlich eingesetzt. Unter anderem war er seit 2002 am Aufbau der europäischen Attac-Koordination beteiligt.

“Im 19. Jahrhundert legte die Trennung von Kirche und Staat die Basis für die Demokratie. Im 21. Jahrhundert braucht Europa eine klare Trennung von politischer und wirtschaftlicher Macht”, sagte Sven Giegold in seiner Bewerbungsrede. “Die Eurokrise zeigt, wir brauchen mehr Europa. Mit ökologischen Zukunftsinvestitionen und gemeinsamer Wirtschafts- und Finanzpolitik.”

Die Termine von Svens Europa-Tour 2014 findet ihr hier.

Platz 3: Ska Keller

Ska Keller am Redepult
Ska Keller wurde auf Platz 3 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

Die Brandenburgerin studierte Judaistik,-Turkologie- und Islamwissenschaften, war Mitglied im Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND, Vorsitzende der Europäischen Jugend sowie Landesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Brandenburg. Seit 2009 ist Ska Keller Mitglied des Euopäischen Parlaments. In den Ausschüssen für Internationalen Handel, Inneres, Justiz und bürgerliche Freiheiten kämpft sie für eine Kontrolle der Grenzschutzagentur Frontex. Im Januar 2014 wurde sie in der Green Primary gemeinsam mit José Bové zur Spitzenkandidatin für die Europawahl bestimmt.

“Ein Europa, das Grenzen überwindet, Menschen und Länder miteinander verbindet und den Menschen eine Perspektive bietet, genau dafür setzen wir GRÜNE uns ein”, sagte Ska Keller in ihrer Bewerbungsrede. “Aber auch die Flüchtlinge brauchen uns. Wir sollten nie vergessen, dass Menschen auf der Flucht Unterstützung brauchen und keinen Stracheldraht. Wir sollten Fluchtursachen bekämpfen und nicht die Flüchtlinge!”

Weitere Informationen von und über Ska findet ihr hier.

Platz 4: Reinhard Bütikofer

Reinhard Bütikofer am Redepult
Reinhard Bütikofer beim Europaparteitag in Dresden. Foto: © Rainer Weisflog

Reinhard Bütikofer war seit 1982 in der Grün-Alternativen Liste (GAL) und kam 1984 in den Stadtrat von Heidelberg. 1988 wurde der 59-Jährige in den Baden-Württembergischen Landtag gewählt und war finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion, später auch europapolitischer Sprecher. Von 1998 bis 2002 war Reinhard Bütikofer Politischer Bundesgeschäftsführer, von 2002 bis 2008 Bundesvorsitzender. Seit der Europawahl im Juni 2009 ist er Abgeordneter des Europaparlaments und seit 2012 Ko-Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei. Er ist Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie. Seine Schwerpunkte sind Green New Deal, Industriepolitik, TTIP.

“Wir müssen die nationale Brille absetzen. Wenn die selbstzufriedene deutsche Nabelschau den Wahlkampf bestimmt, dann werden wir verlieren”, sagte Reinhard Bütikofer in seiner Bewerbungsrede. “Wir müssen uns zur Verantwortung für Europa bekennen. Wir müssen die Alternative für Europa sein.”

Platz 5: Barbara Lochbihler

Barbara Lochbihler am Redepult
Barbara Lochbihler wurde auf Platz 5 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

Die Bayerin war von 1992 bis 1999 Generalsekretärin der Women's International League for Peace and Freedom in Genf und von 1999 bis 2009 Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International. Barbara Lochbihler ist Politikwissenschaftlerin und seit 2009 Abgeordnete für die Grünen im Europäischen Parlament. Seit Oktober 2011 ist sie Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses.

"Ich will kämpfen für eine Friedensmacht Europa, die konsequent Menschenrechte einfordert - auch gegenüber den USA, China und Russland", sagte Barabara Lochbihler in ihrer Bewerbungsrede. "Ich möchte für eine EU kämpfen, die sich gegen Rüstungstechnologien und Fremdenfeindlichkeit einsetzt - und zwar immer und bedingungslos."

Platz 6: Jan Philipp Albrecht

Jan Philipp Albrecht am Redepult
Jan Philipp Albrecht wurde auf Platz 6 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

Seit 1999 ist Jan Philipp Albrecht Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Von 2006 bis 2008 war er Bundesvorstandssprecher der GRÜNEN JUGEND. Seit der Europawahl im Juni 2009 ist er Abgeordneter im Europäischen Parlament und Sprecher für Innen- und Justizpolitik. Der 31-jährige Jurist war Koordinator der Grünen im Sonderausschuss gegen organisierte Kriminalität, Korruption und Geldwäsche. Seine Schwerpunktthemen sind unter anderem Datenschutz und Überwachung, Innere Sicherheit und Netzpolitik.

"Alle Geheimdienste machen bei der Überwachung mit. Sie überwachen ihre Bürger gegenseitig. Nach dem Motto: Du überwachst meine Bürger, ich überwache deine Bürger", sagte Jan Philipp Albrecht in seiner Bewerbungsrede. "Was sagen die Personen in Brüssel dazu? Nichts. Das ist die Kapitulation der Politik, das ist die Kernschmelze des Rechtsstaats."

Platz 7: Helga Trüpel

Helga Trüpel am Redepult
Helga Trüpel wurde auf Platz 7 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

17 Jahre lang war Helga Trüpel Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft. Von 1991 bis 1995 gehörte sie dem Bremer Senat als Senatorin für Kultur und Integration an. Zuletzt war die promovierte Literaturwissenschaftlerin Vizepräsidentin des Landtags, bevor sie 2004 in das Europäische Parlament gewählt wurde. Seit ihrer Wiederwahl 2009 ist sie stellvertretende Vorsitzende des Kultur und Bildungsausschusses und haushaltspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion im Europaparlament. Zu ihren weiteren Schwerpunkten gehören kulturelle Vielfalt und interkultureller Dialog.

"Ich komme aus dem kleinsten Bundesland und dem größten Mitgliedsstaat der EU", sagte Helga Trüpel in ihrer Bewerbungsrede. "Ich kann die Konflikte und Logiken der EU daher gut verstehen. Es geht darum, die Kleinen auf Augenhöhe anzuerkennen und die Dominanz der Großen zu verhindern."

Platz 8: Martin Häusling

Martin Häusling am Redepult
Martin Häusling wurde auf Platz 8 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

Der Biobauer und grüne Agrarexperte streitet seit seinem Eintritt bei den Grünen im Jahr 1979 für eine ökologische Agrar- und Verbraucherschutzpolitik. Zunächst war Martin Häusling auf kommunaler Ebene aktiv, dann von 2003 bis 2009 im Hessischen Landtag als fachpolitischer Sprecher für Landwirtschaft. Seit 2009 ist der 52-Jährige Mitglied des Europäischen Parlaments und agrarpolitischer Sprecher der Fraktion der Grünen/EFA.

“Die Produktion in der Landwirtschaft ist auf billig getrimmt. Das Hähnchen ist ja bald billiger als der Salatkopf”, sagte Martin Häusling in seiner Bewerbungsrede. “Und dann kommt Aldi und macht eine Kampagne: ‘Preise gesenkt, 30 Prozent weniger für Eier.’ Da kann man nur sagen: Dann esst doch die billigen Eier selber und lasst uns in Ruhe. Geht lieber einkaufen beim nächsten Bauern oder in einem Laden mit regionalen Produkten.”

Platz 9: Terry Reintke

Terry Reintke am Redepult
Terry Reintke wurde auf Platz 9 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

Seit ihrem 14. Lebensjahr engagiert sich Terry Reintke für grüne Werte. Damals gründete die heute 26-Jährige eine Basisgruppe der Grünen Jugend mit, heute ist sie Mitglied im KV Gelsenkirchen. Die Politikwissenschaftlerin war von 2008 bis 2009 Frauen- und Genderpolitische Sprecherin im Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND und von 2010 bis 2011 im Vorstand der Federation of Young European Greens (europäische Grünen Jugend). Ihre Themen sind ein soziales Europa, Anti-Diskriminierungspolitk und Unterstützung von queeren Bewegungen.

“Schluss mit der Diskrimierung von Homosexuellen in Russland und überall auf der Welt. Diskriminierung hat in Europa keinen Platz”, sagte Terry Reintke in ihrer Bewerbungsrede. "Ich werde mich im Parlament und auf der Straße dafür einsetzen, dass sich keiner wegen seiner Liebe verstecken muss.”

Platz 10: Michael Cramer

Michael Cramer am Redepult
Michael Cramer wurde auf Platz 10 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

Von 1989 bis 2004 war der Neuköllner Gymnasiallehrer im Abgeordnetenhaus von Berlin und dort verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Seit 2004 kämpft Michael Cramer jetzt als verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament für eine nachhaltige Verkehrspolitik. Zudem ist der 64-Jährige im Landesparteirat der Berliner Grünen und Sprecher der Parlamentarier-Gruppe der Bürgerinitiative Europa-Union im Europäischen Parlament.

"Durchhalten und dranbleiben, auch wenn es nicht populär ist", sagte Michael Cramer in seiner Bewerbungsrede. "Wir wurden damals als Spinner abgestempelt, aber heute kommen 25 Prozent des Stroms aus alternativen Quellen. Durch uns. Zwar wurde der Verkehr auf Klimaschutz getrimmt, aber er verursacht immer noch 25 Prozent des CO2-Ausstoßes innerhalb der EU. Also durchhalten und dranbleiben."

Platz 11: Maria Heubuch

Maria Heubuch am Redepult
Maria Heubuch wurde auf Platz 11 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

Die gebürtige Ravensburgerin ist seit Einführung der Milchquote 1983 agrarpolitisch aktiv, zu erst regional und seit 1998 als Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Seit 2011 ist die 53-Jährige Mitglied von BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN. Maria Heubuch setzt sich für die Förderung von nachhaltiger Entwicklung sowie der Stärkung der Marktstellung von Milchbäuerinnen und Milchbauern ein.

"Klimaschutz ist für die Landwirtschaft weltweit ein Überlebensfaktor", sagte Maria Heubuch in ihrer Bewerbungsrede. "Bäuerinnen und Bauern sind die ersten Opfer des Klimawandels. Aber wir die agroindustrielle Produktion ist auch Teil des Problems."

Platz 12: Romeo Franz

Romeo Franz am Redepult
Romeo Franz wurde auf Platz 12 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

Romeo Franz ist seit 2010 Mitglied der Grünen. Der 47-jährige Musiker war bis 2013 Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Rheinland-Pfalz und Vorstandsmitglied des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma. Seit 17 Jahren engagiert sich Romeo Franz in der Bürgerrechtsarbeit.

"Der Kampf gegen Diskriminierung, Rassismus und der Schutz von Flüchtlingen ist eine Mammutaufgabe und braucht viel thematische Erfahrung", sagte Romeo Franz in seiner Bewerbungsrede. "Ich bin fest davon überzeugt, wir können gemeinsam im Europaparlament eine menschlichere, grüne Politik gestalten. Wir können eine historische Entscheidung treffen, die den europäischen Minderheiten und den Roma eine Möglichkeit gibt, ihre Zukunft mitzugestalten."

Platz 13: Jennifer Bartelt

Jennifer Bartelt am Redepult
Jennifer Bartelt wurde auf Platz 13 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

Jennifer Bartelt arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter. Die 30-jährige Juristin ist seit 2009 Mitglied bei den Grünen, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Frieden, Europa und Internationale Politik Hessen sowie Delegierte der Bundesarbeitsgemeinschaft Europa. Ihr Schwerpunktthema ist der Schutz von Menschenrechten.

"Wenn die EU ihre eigenen Werte ernst nimmt, darf sie bei internationalen Krisen nicht wegschauen", sagte Jennifer Bartelt in ihrer Bewerbungsrede. "Es sind unsere Werte, die den Unterschied machen. Diese müssen verteidigt und gelebt werden."

Website: http://jennifer-bartelt.de/

Platz 14: Peter Alberts

Peter Alberts am Redepult
Peter Alberts wurde auf Platz 14 der Europaliste gewählt. Foto: © Rainer Weisflog

Seit 1998 ist Peter Alberts Mitglied bei den Grünen. Der 42-jährige Politikwissenschaftler ist Sprecher des Kreisverbandes Münster, Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Europa/Frieden/Internationales und den Bundesarbeitsgemeinschaften Frieden, Europa und Nord-Süd. Seine Schwerpunktthemen sind die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie die europäische Nachbarschafts- und Erweiterungspolitik.

“Menschen müssen vor Krieg und Gewalt geschützt werden”, sagte Peter Alberts in seiner Bewerbungsrede. “Das ist unsere Aufgabe als GRÜNE und dafür müssen wir uns in Europa stark machen.”

Auf den weiteren Plätzen wurden gewählt

Platz 15: Christine Linnartz

Platz 16: Wolfgang G. Wettach

Platz 17: Imke Duplitzer

Platz 18: Ralf-Peter Hässelbarth

Platz 19: Sandra Detzer

Platz 20: Cornelius Huppertz

Platz 21: Tina Schöpfer

Platz 22: Andrej Ferdinand Novak

Platz 23: Pierrette Herzberger-Fofana

Platz 24: Stefan Volpert

Platz 25: Henrike Hahn

Platz 26: Holger Haugk

 


Reden des grünen Parteitages in Dresden

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