Unsere Koordinaten: Klima – Gerechtigkeit – Freiheit

Im grünen Neuen Gesellschaftsvertrag verbinden sich Klima, Gerechtigkeit und Freiheit. Die anderen Parteien spielen das gegeneinander aus. Wir sagen: Alle drei gehören zusammen! So wollen wir leben, so wollen wir wirtschaften. Und nur wenn sich diese Drei miteinander verbinden, sind Frieden und Entwicklung möglich in unserer globalisierten Welt.

Eine aktive schafft Gerechtigkeit und Freiheit. Investitionen ins Klima schaffen Arbeit – Erneuerbare Energien, aktive Wärmedämmung haben allein in Deutschland Hunderttausende Arbeitsplätze entstehen lassen. Fortschreitender Klimawandel jedoch, erzeugt schwere ökonomische Krisen und vernichtet Arbeitsplätze.

Klimaschutz ist längst eine ökonomische Frage - und wird immer mehr zu einer sozialen Frage. Schon heute gefährdet der Klimawandel die wirtschaftliche Existenz von Vielen und führt dazu, dass mehr Menschen als jemals zuvor auf der Welt hungern. Die, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, sind die, die am Ärgsten unter seinen Folgen leiden. Deshalb geht es um mehr Gerechtigkeit bei der Lastenverteilung ökologischer Politik. Mit der Zerstörung des Klimas berauben wir uns der Möglichkeit, auch morgen ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung zu führen. Deshalb streiten wir für ökologische Fairness und ein selbstbestimmtes Leben in Verantwortung.

Gerechtigkeit schafft für alle. Ohne eine Politik der Teilhabe an Bildung, Arbeit, Gesundheit und Einkommen bleibt Freiheit für viele ein leeres Versprechen. Deshalb wollen wir eine durchlässige Gesellschaft, in der die sozialen Blockaden aufgesprengt sind und niemand ausgeschlossen wird. Deshalb streiten wir für öffentliche Institutionen, die diese Teilhabe ermöglichen – für bessere Kindertagesstätten, für bessere Schulen, für bessere Arbeit, für ein besseres Gesundheitssystem und bessere Löhne für Geringverdiener. Deshalb verbinden wir Verteilungsgerechtigkeit mit Teilhabegerechtigkeit, Generationengerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und globaler Gerechtigkeit. Und deshalb verbinden wir ökologische Politik mit der Gerechtigkeitsfrage.

Gerechtigkeit braucht Freiheit. Wir treten dafür ein, dass alle Menschen ihr Leben in Freiheit und Selbstbestimmung führen können. Freiheit heißt nicht die Freiheit der Wenigen und Starken, heißt nicht auf einem entfesselten Markt möglichst hohen Profit an sich zu reißen. Freiheit heißt Emanzipation, heißt gleiche Rechte - und Freiheit gilt für alle. Das Erbe der Bürgerrechtsbewegung in der ehemaligen DDR und den osteuropäischen Staaten ist heute - 20 Jahre nach Mauerfall und friedlicher Revolution - aktueller denn je: Im Mittelpunkt grüner Politik, so heißt es im ersten Satz unseres Grundsatzprogramms, steht der Mensch mit seiner Würde und seiner Freiheit. Hier und an anderen Orten der Welt. Heute und Morgen. Ein Leben in Selbstbestimmung ist nur möglich, wenn wir die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten. Wir wollen keine konforme, angepasste Gesellschaft, sondern gleiche Verwirklichungsmöglichkeiten für alle.

Vielfalt ist Reichtum. Wir stehen auf gegen jede Form von Rassismus und Rechtsextremismus. Im 60sten Jahr des Grundgesetzes wehren wir uns gegen die immer weitere Einschränkung der Bürgerrechte, die alle zu Verdächtigen macht und das Asylrecht entsorgt. Wir leben in der Einen Welt. Deshalb muss für Klima, Freiheit und Gerechtigkeit global gehandelt werden.

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Zeit zu handeln

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Ökologie als soziale Frage

Wie verbindet sich für uns Grüne eine ökologische Wirtschaftsweise und nachhaltiges Wachstum mit den Erfordernissen von sozialer Gerechtigkeit?

Grüne Antworten in der Krise - Neue Arbeit und nachhaltiges Wirtschaften

Dafür: Vielfalt

Wir sind für gleiche Verwirklichungsmöglichkeiten für alle

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"Wir sind das Volk"

Joachim Gauck über sein Leben, seine Ideale, Bürgersinn in allen Schichten und Menschen, die nach ihren Möglichkeiten den Staat tragen.

Kommentare

kleopatra
18-05-09 21:32
Sich mitverantwortlich für den Klimaschutz zu fühlen
ist ein Stück soziales Handeln. Leider vermisse ich das in Deutschland, diese Art Mitverantwortung bei den Bürgern
anzusprechen ist meiner Meinung nach dringend geboten. Mancher
sieht es als "Freiheit" an, seinen Müll überall hinzuwerfen.
Hier fehlt Verantwortungsgefühl für die Umwelt und für die
nächste Generation. In Zeiten der Krise rückt das nochmals in
den Hintergrund.
kaj
04-05-09 00:04
Zu den Koordinaten Klima-Gerechtigkeit-Freiheit:

Die Reduzierung des Themas Ökologie auf das Klima in diesem doch wahrscheinlich zentralen Slogan kann ich nicht gut finden. Dieses Themas nehmen sich schlißlich alle Parteien an. Inhaltlich befasst sich das Programm dann auch, wie es sich für die Grünen gehört immerhin in vier Themenbereichen mit Ökologie: unter Energie, Wirtschaft, Verbraucherschutz und intakte Umwelt. Es bleibt damit wichtigstes Thema und das sollte nicht verborgen bleiben.
Es sollte also mindestens heißen:
Nachhaltigkeit - Gerechtigkeit - Freiheit
Kommentar

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