Neue Jobs durch Klimaschutz

Klimaschutz kostet - aber weniger, als er langfristig einbringt. Wie das geht? Mit dem Green New Deal wollen wir Grüne in den nächsten vier Jahren 400.000 neue Jobs durch ökologische Modernisierung schaffen. Unser Spitzenduo Renate Künast und Jürgen Trittin diskutiert mit Gästen und Publikum. Zu Besuch bei Grün in Essen

Zu Gast

Hanne May, Chefredakteurin "neue energie"

Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieexpertin des DIW

 

Moderation

Susan Schwarzbach, Radio NRW

 

Wann und wo?

Am 9. September 2009 ab 20 Uhr im RWE Pavillon Philharmonie

Einlass: ab 19.30 Uhr

Huyssenallee 53, Essen

 

Eintritt?

Keine Eintrittskosten, ohne Voranmeldung

 

Besuch bei Grün - was ist das?

Unser Spitzenduo diskutiert an vier Abenden im August und September in Diskussionsrunden mit Menschen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft. Jeder Abend steht unter einem Thema.

Das Gespräch wird von einer Journalistin oder einem Journalisten moderiert, die Diskussion findet am runden Tisch statt, mitten im Publikum.

Im Anschluss an das Gespräch kann das Publikum Fragen stellen.

 

Zum Thema

 

Wege aus der Krise: Perspektiven für eine zukunftsfähige Energiewirtschaft?  

Die Folgen des Klimawandels sind schon heute spürbar: Hitzewellen, Versteppung, Orkane und Überschwemmungen. Klimaschutz ist kein Luxus für gute Zeiten. Er ist (über-)lebensnotwendig. Dafür muss die globale Erwärmung in diesem Jahrhundert auf ein Minimum begrenzt werden. Alle Industriestaaten müssen dafür ihren Treibhausgasausstoß bis 2050 um deutlich mehr als 80 Prozent reduzieren.

Das Ziel vor Augen: 100 Prozent Erneuerbare bis 2040  

Deshalb wollen wir bis 2040 in Deutschland 100 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen  bereitstellen, in der Stromerzeugung wollen wir das schon bis 2030 erreichen. Gerade in der Wirtschaftskrise dürfen wir den Klimaschutz nicht hintenan stellen. Die Folgen des ungebremsten Klimawandels könnten uns nach seriösen Berechnungen bis zu 20 Prozent des globalen Bruttoinlandsproduktes kosten. Klimaschutz kostet zwar auch Geld, aber nur einen Bruchteil davon. Es ist an der Zeit, die Chance in der Krise zu nutzen und unser Wirtschaften auf das Ende des fossilen Zeitalters umzustellen.

Jobmotor Umweltwirtschaft  

Eine ambitionierte Klima- und Umweltpolitik mindert nicht nur die Kosten in der Zukunft. Sie rechnet sich auch heute schon: Die Energiewende ist zum Jobmotor geworden. 1,8 Millionen Beschäftigte zählt die Umweltwirtschaft inzwischen und mehr als 250.000 Menschen arbeiten allein heute schon im Bereich der Erneuerbaren Energien. Aktuelle Studien belegen, dass die Umwelttechnologie zur neuen Leitindustrie mit erheblichem Beschäftigungspotenzial wird. Allein im Klimaschutz werden für die kommenden Jahre über eine halbe Million neue Jobs prognostiziert.  

Klima, Gerechtigkeit, Freiheit – der grüne neue Gesellschaftsvertrag

Deswegen sind eine neue Energiepolitik und der Umwelt- und Klimaschutz das Herzstück des grünen neuen Gesellschaftsvertrages. Zum Erhalt unserer eigenen Lebensgrundlagen und mit Blick auf nachfolgende Generationen müssen wir das Klima genauso schützen wie die biologische Vielfalt, Luft, Wasser und Boden.

Wir legen die Grundlagen für eine zukunftsfähige Wirtschaft und für Beschäftigungswachstum in wichtigen Zukunftsindustrien

 

 

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