Neue grüne Phase

Mit der Rede der Bundesvorsitzenden, einer interaktiven Workshop-Phase und einer Debatte zur Eurokrise ist die BDK in Kiel in ihre erste Runde gegangen. Über 900 Delegierte nehmen dieses Jahr am Parteitag teil und diskutieren über die fünf großen inhaltlichen Themen Wirtschaft, Finanzen, Europa, Demokratie und Inklusion. Ein echter Arbeitsparteitag! Stargast des Abends war der ehemalige griechische Ministerpräsident Papandreou.

  • 01.01.1970
    Kurz nach 17 Uhr wurde die 33. Bundesdelegiertenkonferenz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Sparkassen-Arena in Kiel eröffnet. "Antwort: Grün" lautet das Motto. Auf diesem Parteitag wird die Partei inhaltliche Debatten führen und erste Vorbereitungen für das Wahljahr 2013 treffen.
     
  • 01.01.1970
    Die politische Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke eröffnete die BDK und stimmte die Delegierten schon mal auf einen ergebnisreichen Arbeitsparteitag ein.
     
  • 01.01.1970
    Nicht nur Delegierte aus ganz Deutschland sind nach Kiel gekommen, auch ein Riesen-Tross aus Journalistinnen und Journalisten.
     
  • 15.02.2012
    In ihrer politischen Rede rief Claudia Roth zu Mitgefühl und Solidarität mit den Opfern rechter Gewalttaten auf. Durch diese grausamen Ereignisse sei der demokratische Zusammenhalt in Deutschland erschüttert worden, so die Bundesvorsitzende. Heftig attackierte sie die schwarz-gelbe Koalition: "Diese Regierung muss weg".
     
  • 01.01.1970
    Mehr Beteiligungsmöglichkeiten als je zuvor haben die Delegierten dieses Jahr. In 13 Workshops wird über das Kernthema Demokratie diskutiert. Wer schnell ist, kann auch noch einen Änderungseintrag einreichen.
     
  • 01.01.1970
    "Hat euch das Workshop-Verfahren gefallen", fragte Steffi Lemke. Die Delegierten antworteten mit einem überwältigenden "Ja".
     
  • 01.01.1970
    Auf dieser BDK wird es viele Kontroversen geben, also auch viele Abstimmungen.
     
  • 01.01.1970
    Der Bundesvorsitzende Cem Özdemir plädierte in seiner Rede für ein gemeinsames Europa, mit Griechenland.
     
  • 01.01.1970
    Delegierte auf dem Bundesparteitag in Kiel.
     
  • 01.01.1970
    Der ehemalige griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou war heute ein ganz besonderer Gast. Er plädierte in seiner Rede für ein demokratisches Europa und mehr grünes Wachstum.
     
  • 01.01.1970
    Wenn sich der Antrag "Wahlrecht ab null Jahre" durchsetzen würde, dann könnte wohl auch dieser Knirps seine Stimme auf dem nächsten Parteitag abgeben.
     
  • 01.01.1970
    Das Thema Rechtsextremismus spielt auf der BDK eine zentrale Rolle. Hier diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Workshop über Pro und Contra eines möglichen NPD-Verbotsverfahrens.
     
  • 01.01.1970
    BDK-Grundausrüstung: Stimmkarte, Apfel, Button. (Fotos Ingo Kuzia)
     
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    Heute auf der BDK


    Die 33. Bundesdelegiertenkonferenz 2011 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Kiel begann mit ungewohnt gemischten Gefühlen. Am Anfang ihrer politischen Redehttp://gruenlink.de/531 erinnerte Claudia Roth an die zehn Opfer der Neonazi-Mordserie. "Da ist Trauer, da ist Entsetzen, da ist Wut über menschenverachtende Gewalt. Der demokratische Zusammenhalt der Gesellschaft wurde erschüttert." Die Parteivorsitzende hat ihre Meinung im Kampf gegen den Rechtsextremismus geändert und plädiert für einen neuen Anlauf für ein NPD-Verbot. Zudem müsse die Rolle der Polizei, der Staatsanwaltschaft und des Verfassungsschutzes aufgearbeitet werden.  

    Anschließend machte Roth klar, dass BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf der diesjährigen BDK nachhaltige Lösungsansätze und alternative Antworten für die aktuellen Krisen und Probleme präsentieren wollen. Dabei holte sie auch zu einem politischen Rundumschlag aus.

    Einnahmen und Kosten gerechter verteilen

    In ihrer kämpferischen Rede attestierte Claudia Roth der schwarz-gelben Bundesregierung totales Versagen. Die Steuersenkungspläne der Koalition nannte Roth "reine Klientelpolitik" und ein "Überlebens-Package für die siechende FDP." Stattdessen müsse ein schonungsloser Kassensturz durchgeführt werden, um die Handlungsfähigkeit des Staates sicherzustellen. Einnahmen und Kosten müssten gerechter zwischen den Menschen, aber auch zwischen Kommunen, Ländern und Bund verteilt werden.

    Claudia Roth griff die Bundesregierung auch für ihr Auftreten auf internationaler Ebene an. Außer der momentan alles überschattenden Eurokrise spitzten sich auch die Klimakrise und die Armuts- und Hungerkrise immer mehr zu. Ihre Zwischenbilanz der schwarz-gelben Koalition lautete deshalb "Weg, weg, weg mit dieser FDP, weg mit dieser Regierung!"

    Unabdingbare Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie

    Stattdessen müsse eine neue grüne Phase beginnen, die auf einen wirklichen Politikwechsel, mehr Europa und die unabdingbare Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie baut. 

    Nach dem Ende der politischen Rede von Claudia Roth hatten die Delegierten die Möglichkeit sich für zwei Stunden in Workshops mit Experten und untereinander über verschiedene Themen auszutauschen. Sämtliche Workshops verliefen sehr produktiv und trafen bei den Delegierten auf großes Interesse.

    Re-Demokratisierung Europas und einer grünen Wachstumsrevolution

    In der ersten großen inhaltlichen Debatte ging es um die Zukunft Europas. Die BDK diskutierte sowohl kurzfristige Maßnahmen zur Bekämpfung der Eurokrise als auch grundsätzliche Reformen der europäischen Institutionen. In seiner Rede zur Europapolitik machte der grüne Bundesvorsitzende Cem Özdemir klar, dass eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft darin bestehe, sich klar zur Europäischen Union zu bekennen und die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen, statt zu ein Europa der Nationalstaaten zurückzukehren.

    Ein Höhepunkt der Europadebatte war die Rede des ehemaligen griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou, der in seinem Gastbeitrag ebenfalls die Notwendigkeit der Re-Demokratisierung Europas und einer grünen Wachstumsrevolution betonte. Zum Abschied bedankten sich die Delegierten bei Papandreou für seine mitreißende Rede mit stehenden Ovationen und minutenlangem Applaus.

    Beschlüsse

    Ausgewählte Reden der BDK in Kiel (Um die Playlist zu öffnen, bitte auf das Symbol links neben "360p" klicken.)

1/

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Mehr Grün

Der Länderrat 2010 in Köln setzt ein starkes Signal für die Wahl am 9. Mai in NRW: Mehr Grün - Damit sich was ändert.

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Volles Programm

Der zweite Tag der BDK in Kiel wurde von der Finanz- und Wirtschaftsdebatte bestimmt.

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Randnotizen

Was abseits der großen Bühne geschah

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Es geht um harte Arbeit

Cem Özdemir sprach in seiner Eröffnungsrede über die Herausforderungen für 2011: Programm weiter entwickeln und Wahlen gewinnen.

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Im Angesicht der Katastrophe

60.000 Menschen demonstrieren gegen Atomkraft, während sich in Japan die Lage an dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima zuspitzt.

Kommentare

Alfred
10-12-11 01:19
Ja endlich Regierungswechsel, aber mit einer grünen Dominanz mit Hilfe aller zukunftsgericheten Kräfte, machbar unter anderem mit der Alternativstimme, beginnend in Bayern:
http://demokratievonunten.blog.de/2011/06/15/mehr-demokratie-ersatzstimme-alternativstimme-11322432/
svenni
28-11-11 18:27
sagt mir ein land wo dieses grüne schreckgespenst nicht wütet und ich wandere aus!
Frustrierter Demokrat
27-11-11 14:01
Hallo zusammen,

Wie wurde Sa im WDR berichtet, die "Gruenen" moechten sich als DIE Europa Partei etablieren. Selten so gelacht. Der Begriff "Europa" hat das Zeug dazu, zum Unwort des Jahres 2012 gekuehrt zu werden. Warum werdet Ihr nicht zur "Herpes" Partei, der Begriff ist aehnlich positiv besetzt, waere aber zumindest originell.

Selbst der letzte Stuhlkreis in der Provinz muesste mittlerweile begriffen haben, das wir aktuell weder eine Finanzkrise noch eine Wirtschaftskriese erleben, sondern Zeuge einer Systemkrise sind.

"Konzentration auf das Kerngeschaeft", so reden Unternehmen, wenn sie gerade ein grosses Projekt vergeigt haben und mit blutiger Nase und einigen 100 Millionen weniger in der Kasse vom Schlachtfeld zurueckkehren.

"Konzentration auf das Kerngeschaeft", das waere auch aktuell der richtige Weg. Die Nationalstaaten muessen die Truemmer des Europa Experimentes beseitigen und koennen vielleicht in 50 Jahren einen zweiten Versuch starten.

Der Kommunismus ist vor Jahren kollabiert, aktuell ist der Kapitalismus an der Reihe. Exponentielles Wachstum bei endlichen Ressourcen ist schon rein mathematisch nicht moeglich.

Was Ihr da aktuell abliefert ist mehr als erbaermlich. Wo bleiben die Ideen, die Visionen fuer die Zukunft ? Wo ist der Plan B nach dem Kapitalismus ?
h.g.
26-11-11 23:31
In der ROT/Grünen-Regierungszeit auf Bundesebene wurden die Eurokriterien massiv aufgeweicht und Griechenland trotz
Bilanzfälschung und ähnlich gelagerter Betrügereien in die Eurozone aufgenommen.
Als Unternehmer wird man wegen Bilanzfälschung, Betrug und Insolvenzverschleppung angeklagt und verurteilt, Papandreou
dagegen bei den Grünen noch gefeiert. Özdemir will noch mit Eurobonds aushelfen und die Zeche zahlt der deutsche Sreuerzahler. Beim leidigen Thema Stuttgart 21 feilschen die Grünen um jeden Euro, sind aber bereit ein vielfaches mehr an Betrüger zu verschenken und beschimpfen zudem noch deutsche Politiker welche dazu nicht bereit sind. Bei aller Liebe für ein friedliches Miteinander in Europa und der Gefahr, dass ich für diese Aussage in die "braune Schublade" gesteckt werde: deutsche Politiker sind in ertser Limie dem Wohle dieses Landes und seiner Bevölkerung verpflichet. Im Amtseid heisst es nicht zuletzt Gefahr vom deutschen Volke abzuwenden. Grüne und Linke (wo ist da noch der Unterschied ?) Politiker scheinen hier eine andere Auffassung zu haben.
MMHL
26-11-11 16:10
Auszug aus der FR

Die Papandreous sind einer der drei großen Polit-Clans, die sich seit Jahrzehnten an der Macht ablösen. Sie haben das Land im Laufe der Zeit mit einem dichten Netz von Klientelbeziehungen überzogen - und sind damit eine der tieferen Ursachen der heutigen Krise. Insofern ist auch der heutige Ministerpräsident aus der Familie Papandreou ein Teil des Problems.
Manfred
26-11-11 15:59
Peinlich und traurig zugleich. Ich kann mich dem Jürgen im Großen und Ganzen nur anschließen
Kein_grüner_mehr
26-11-11 15:01
Wen ladet ihr aus "stattgast" ein??
Eurobonds?
Wollt ihr der FDP hinterherlaufen?
Jürgen
26-11-11 12:34
Starauftritt von Papandreou!!??
Der dritte in Serie Regierungschef seines Familienclans, als Minister früher und Ministerpräsident bis vor kurzem verantwortlich für das Elend in GR, nie auch nur das kleinste Privileg der Oligarchie beschnitten, gegen Korruption und Steuersünder NICHTS unternommen aber den Armen den Strom abdrehen wenn die vernichtenden Sonderabgaben nicht gezahlt werden. Und in puncto multikultureller Gesellschaft: Schulterschluss mit den xenophoben Rechtsradikalen, ihre Minister regieren Seite an Seite heute mit seinen Ministern. Ich lebe in Athen und das Kapitel "Grüne" ist nun für mich entgültig abgeschlossen!
Folgerichtig wäre jetzt südamerikanische Ex- Diktatoren jubelnd zu empfangen...
Kommentar

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