Fleischeslust
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Mit der Rede der Bundesvorsitzenden, einer interaktiven Workshop-Phase und einer Debatte zur Eurokrise ist die BDK in Kiel in ihre erste Runde gegangen. Über 900 Delegierte nehmen dieses Jahr am Parteitag teil und diskutieren über die fünf großen inhaltlichen Themen Wirtschaft, Finanzen, Europa, Demokratie und Inklusion. Ein echter Arbeitsparteitag! Stargast des Abends war der ehemalige griechische Ministerpräsident Papandreou.













Die 33. Bundesdelegiertenkonferenz 2011 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Kiel begann mit ungewohnt gemischten Gefühlen. Am Anfang ihrer politischen Redehttp://gruenlink.de/531 erinnerte Claudia Roth an die zehn Opfer der Neonazi-Mordserie. "Da ist Trauer, da ist Entsetzen, da ist Wut über menschenverachtende Gewalt. Der demokratische Zusammenhalt der Gesellschaft wurde erschüttert." Die Parteivorsitzende hat ihre Meinung im Kampf gegen den Rechtsextremismus geändert und plädiert für einen neuen Anlauf für ein NPD-Verbot. Zudem müsse die Rolle der Polizei, der Staatsanwaltschaft und des Verfassungsschutzes aufgearbeitet werden.
Anschließend machte Roth klar, dass BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf der diesjährigen BDK nachhaltige Lösungsansätze und alternative Antworten für die aktuellen Krisen und Probleme präsentieren wollen. Dabei holte sie auch zu einem politischen Rundumschlag aus.
Einnahmen und Kosten gerechter verteilen
In ihrer kämpferischen Rede attestierte Claudia Roth der schwarz-gelben Bundesregierung totales Versagen. Die Steuersenkungspläne der Koalition nannte Roth "reine Klientelpolitik" und ein "Überlebens-Package für die siechende FDP." Stattdessen müsse ein schonungsloser Kassensturz durchgeführt werden, um die Handlungsfähigkeit des Staates sicherzustellen. Einnahmen und Kosten müssten gerechter zwischen den Menschen, aber auch zwischen Kommunen, Ländern und Bund verteilt werden.
Claudia Roth griff die Bundesregierung auch für ihr Auftreten auf internationaler Ebene an. Außer der momentan alles überschattenden Eurokrise spitzten sich auch die Klimakrise und die Armuts- und Hungerkrise immer mehr zu. Ihre Zwischenbilanz der schwarz-gelben Koalition lautete deshalb "Weg, weg, weg mit dieser FDP, weg mit dieser Regierung!"
Unabdingbare Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie
Stattdessen müsse eine neue grüne Phase beginnen, die auf einen wirklichen Politikwechsel, mehr Europa und die unabdingbare Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie baut.
Nach dem Ende der politischen Rede von Claudia Roth hatten die Delegierten die Möglichkeit sich für zwei Stunden in Workshops mit Experten und untereinander über verschiedene Themen auszutauschen. Sämtliche Workshops verliefen sehr produktiv und trafen bei den Delegierten auf großes Interesse.
Re-Demokratisierung Europas und einer grünen Wachstumsrevolution
In der ersten großen inhaltlichen Debatte ging es um die Zukunft Europas. Die BDK diskutierte sowohl kurzfristige Maßnahmen zur Bekämpfung der Eurokrise als auch grundsätzliche Reformen der europäischen Institutionen. In seiner Rede zur Europapolitik machte der grüne Bundesvorsitzende Cem Özdemir klar, dass eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft darin bestehe, sich klar zur Europäischen Union zu bekennen und die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen, statt zu ein Europa der Nationalstaaten zurückzukehren.
Ein Höhepunkt der Europadebatte war die Rede des ehemaligen griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou, der in seinem Gastbeitrag ebenfalls die Notwendigkeit der Re-Demokratisierung Europas und einer grünen Wachstumsrevolution betonte. Zum Abschied bedankten sich die Delegierten bei Papandreou für seine mitreißende Rede mit stehenden Ovationen und minutenlangem Applaus.