Aufbruch 2013

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen auf einem Länderrat in Berlin am 2. September klar machen, dass die Energiewende trotz der Verfehlungen von Schwarz-Gelb machbar ist und über die Zukunft des Verfassungsschutzes und die grüne Vorstellung einer demokratischen Sicherheitsstruktur diskutieren. Außerdem sollen die Vorbereitungen für den Bundestagswahlkampf 2013 besprochen und ein Verfahren zur Findung der grünen Spitzenkandidatinnen bzw. -kandidaten beschlossen werden.

Eine Stimmkarte wird auf der BDK 2011 in Kiel hochgehalten., Foto: © Ingo Kuzia
Auf Parteitagen, wie hier auf der BDK 2011 in Kiel, stimmen Delegierte ab, bei dem Mitgliederentscheid über die Prioritäten im Bundestagswahlkampf 2013 ist die Meinung von allen grünen Mitgliedern gefragt. Foto: © Ingo Kuzia

Am 2. September 2012 findet von 11 bis 17 Uhr der Länderrat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in den Uferstudios in Berlin Wedding statt. Der kleine Parteitag steht unter dem Motto "Aufbruch 2013" und ist der Startschuss für das Wahljahr 2013, in dem Schwarz-Gelb in Niedersachsen, Bayern und Hessen sowie im Bund abgelöst werden sollen. Ziel des Länderrats ist es, klar zu machen, dass eine grüne Energiewende machbar ist, grundsätzliche Vorstellungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für eine demokratische Sicherheitsarchitektur zu diskutieren und ein Verfahren zur Findung der grünen Spitzenkandidatinnen bzw. -kandidaten für die Bundestagswahl 2013 zu bestimmen.

Bei der Energiewende fahre die Bundesregierung einen grundsätzlich falschen Kurs, der gestoppt werden müsse, sagte die politische Bundesgeschäftsführerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Steffi Lemke. "Schwarz-Gelb hat im Sommer eine Laufzeitverlängerung für fossile Kraftwerke beschlossen und der neue Bundesumweltminister betreibt direkte Verhinderungspolitik gegen die Energiewende."

Des Weiteren bedürfe es einer offenen Diskussion, um eine Sicherheitsarchitektur in Deutschland zu schaffen, die nicht die Verfassungsschutzämter, sondern die Verfassung schützt. "Die Bundesrepublik muss verlorenes Vertrauen zurückgewinnen, damit sich Menschen, egal welcher Herkunft, hier wieder sicher fühlen können."

Außerdem soll die Einleitung einer Urwahl beschlossen werden, in der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN als erste Partei in Deutschland ihre Spitzenkandidatinnen und -kandidaten in einem basisdemokratischen Verfahren bestimmen. "Das ist ein Novum in der Parteiengeschichte der Bundesrepublik und wir hoffen, dass wir mit diesem Experiment auch ein Vorbild für die demokratische Mitbestimmung in diesem Land sein können", so die politische Bundesgeschäftsführerin.

Steffi Lemke verwies darauf, dass die Urwahl der Spitzenkandidatinnen und - kandidaten nicht die einzige basisdemokratische Mitbestimmungsmöglichkeit im Bundestagswahlkampf 2013 bleibt. So wird die Parteibasis im nächsten Jahr die Möglichkeit bekommen, in einem Mitgliederentscheid selbst die zehn wichtigsten Wahlkampfthemen festzulegen. Das grüne Angebot an Beteiligung und Mitbestimmung war auch in den vergangenen 32 Jahren schon für viele Menschen ein Grund für ihre grüne Parteimitgliedschaft. "Diese Tradition bringen wir mit der Urwahl und dem Mitgliederentscheid über die 10 wichtigsten Wahlkampfthemen auf eine neue Ebene", so Lemke.

An der Urwahl zur Bestimmung des Spitzenduos für den Bundestagswahlkampf 2013 können alle teilnehmen, die bis zum 10. September als Mitglied von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aufgenommen werden. Für dieses Datum legen die Regularien den Stichtag zur Feststellung der stimmberechtigten Mitglieder fest.

Alle Informationen zur Urwahl

Einladung für die Delegierten

Anträge und Tagesordnung

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Am 8. Oktober werden die Briefwahlunterlagen für die Urwahl verschickt. Rund 60.000 grüne Parteimitglieder entscheiden dann über das Spitzenduo für die Bundestagswahl 2013.

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Alternative in Form und Inhalt

Unter dem Motto "Aufbruch 2013 - Richtungswechsel jetzt!" rüsten sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für das kommende Wahljahr.

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Fragen und Antworten zur Urwahl

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Ablauf der Urwahl.

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Zeitplan & Termine der Urwahl

Wann passiert was bei der Urwahl?

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Die Mitglieder entscheiden

Auf dem Länderrat am 2. September in Berlin wurde die Urwahl eines Spitzen-Duos für den Bundestagswahlkampf 2013 beschlossen.

Kommentare

:)
02-09-12 12:01
Ah so, die Grünen wollen lieber Rot/Grün statt, Schwarz/Gelb, wer hätte das gedacht. Schwarz/Grün machen sie im Zweifel natürlich auch, weil es eh wurst ist. Fragt sich nur, wo da jetzt der Kurswechsel sein soll? Ich erlebe seit 30 Jahren die selbe Scheißpolitik, die überwiegend den Interessen des deutschen Geldadels dient, ohne dass es einen Unterschied gemacht hätte, ob die Grünen nun mit an der Regierung sind oder nicht. Stattdessen können wir festhalten, dass die Grünen maßgeblich an Fehlentscheidungen wie der Schaffung des deutschen Niedriglohnsektors (Hartz IV >> Altersarmut), sowie der Deregulierung des Arbeitsmarktes und der deutschen Finanzwelt und so gar Verbrechen wie dem Jugoslawienkrieg mit beteiligt waren. Mir persönich ist völlig wumpe, wer der grüne Spitzenkandidat, den ich nicht wählen werde, wird. Aber es wird wohl Herr Trittin werden, denn der ist Bilderberger.
Andreas Buntrock
01-09-12 17:48
Wenn der Bundesvorstand seinen eigenen Tagesordnungsvorschlag ausdünnt - ausgerechnet um Programmdebatte und Sozialkongress - kann die Öffendlichkeit eine Begründung erwarten. Ich habe es satt, über die Hintergründe politischer Entscheidungsvorlagen wie zu Herrschaftszeiten der SED zu spekulieren! Hat es machtpolitischen Parteisoldaten nicht gepasst, weil der Stammtisch Anstoss nehmen könnte, wenn vielleicht über demographische Erfordernisse wie Mindest-bzw. Zusatzrenten und eine gerechte Rentenpolitik diskutiert wird? Hat es das nichtbehinderte Herrenvolk bei verdi gestört, für das Behinderte ja nur Propagandastaffage sind und die bei ihren Tarifverhandlungen nur die Gutverdiener im Ergebnis bedenken? Die verdi - Kreuzfahrtrentner sind es ja schliesslich wert, viele haben ja schliesslich astandig und freiheitlich-demokratisch die Hartzi-Penner mit und ohne Krüppelausweis geschurigelt. Sonst wird ja wieder der CSU-Hetzer Dobrindt böse (www.csu.de/partei/aktuelles/14911232.htm) und das geht natürlich gar nicht, diesen Goebbels - Verschnitt zu verärgern. Der erzählt das dann im Bierzelt oder gar in der Bild - "Zeitung" noch dem Pöbel.

Mein Vorschlag, Sitzungen des Parteirates per Livestream zu
übertragen, veröffendlicht vor Monaten war wohl auch für die Katze? Fehlt mir der Status als "Hackordnungselite"? Es ist natürlich viel besser, während die popligen Delegierten dumm quatschen als Leadership flexibel am Set von Phoenix TV herumzulungern und auf diesem Thron über den Delegiertenköpfen Elite zu spielen. Für das "einfache Stimmvieh" reicht ja auf Phoenix auch eine "Zusammenfassung" am 2. 9. 2012 zwischen 17 und 18 Uhr zur "Aufklärung" der "bildungsfernen Unterschicht".

Es ist nur noch zum kotzen!
h.g.
19-08-12 19:27
Bei dem Anschreiben von Herrn Trittin und Frau Künast fragt man sich, warum all diese Vorhaben nicht bereits während der sieben jährigen Regierungsbeteiligung auf Bundesebene in die Tat umgesetzt wurden. Außer dem Dosenpfand (Trittin), bewaffnete Bundeswehreinsätze im Ausland (Kriegs- und Außenminister Fischer), Homoehe (dies war nach Frau Roth das Wichtigste in dieser Zeit) und Frau Künast ( ????) Fehlanzeige.
Hartz 4, eine "Rentenreform" die Rentner benachteiligt und ähnliche soziale "Errungenschaften" schlossen sich an.
Es wurden in dieser Zeit Gesetze erlassen, die man nunmehr bekämpft und die negativen Folgen dem politischen Gegner anlastet und rechnet hierbei mit der Vergesslichkeit der
"dummen" Wähler, welchen man vor der Wahl einiges vorheuchelt, um es dann nach der Wahl schnell wieder beiseite zu schieben, so wie es eigentlich alle Parteien machen. "Mitbestimmung Nein Danke".
Das ganze Interesse scheint dem Bestreben zu folgen: wenn ich lange genug dabei bin, ist eine satte Pension gesichert.
Seinerzeit lautete der Slogan bei den Grünen: "Kohl muss weg". Jetzt sollte es bei den Grünen lauten:
"Roth, Trittin, Künast u.a. müssen weg". Deren Zeit ist abgelaufen. Immerzu linkspopulistische Statemends, mit reißerischen Vokabeln garniert, langweilen und tragen nicht dazu bei, eine Politik umzusetzen, welche "zum Wohle des deutschen Volkes" erwartet wird. Mir scheint, dass bei den Grünen die Realpoliteker immer mehr ins Hintertreffen geraten und statt dessen linkes, bzw. kommunistisches Gedankengut in den Vordergrund rückt, was bei einigen Repräsentanten der Grünen, mit Blick auf deren Vergangenheit nicht weiter verwundert
Werner Winkler
18-08-12 12:39
Zitat: "wenn franz und werner gegen jürgen trittin antreten, nur damit es eine urwahl gibt, dann kann ich auch usain bolt zum sprintduell auffordern, nur damit ein rennen stattfindet."

Liebe/r Kommentarschreiber/in,
ich trete nicht "gegen" Jürgen Trittin an, sondern für eine Aufgabe - unsere Partei bei der nächsten Bundestagswahl bei den Wählern als Spitzenkandidat zu vertreten, unserer Partei ein Gesicht zu geben.
Welches "Gesicht" und welches Mitglied dafür am Besten geeignet ist, dürfen (hoffentlich) die Wähler (also die Mitglieder) entscheiden. Klar war meine Motivation am Anfang vor allem, die Urwahl zu ermöglichen und der "dritte Kandidat" zu sein, von dem Claudia Roth im März gesprochen hat. Aber inzwischen denke ich - wie in meinem Bewerbungsschreiben nachzulesen - dass es durchaus ein strategischer Vorteil für uns Grüne sein könnte, z.B. mit einem sehr bekannten Gesicht und einem "unbekannten Basismitglied" anzutreten. Das würde auch die Talkshows bereichern, wenn nicht immer die schon bekannten (und sicher auch gut geeigneten) Leute dort für die Grünen auftreten.
Gruß, Werner
bei aller liebe zur basisdemokratie
16-08-12 16:10
wenn franz und werner gegen jürgen trittin antreten, nur damit es eine urwahl gibt, dann kann ich auch usain bolt zum sprintduell auffordern, nur damit ein rennen stattfindet.

is ok - solange ich die stadionmiete bezahle..
Uwe K.
11-08-12 15:28
(OHNE TRASSEN)
Warum siedelt die energieintensive Industrie nicht in den Norden, zur Windenergie und Speicherung(Norwegen)

oder

(MIT TRASSEN)
warum bezahlen Bayern und BW nicht für den Energietranfer in den Süden


MEHR IDEEN BRAUCHEN DIE GRÜNEN!!!

WARUM SOLL ICH DIE PAREI DES SOZIALEN ABBAUS
UND DES AUSVERKAUFS AN SPEKULANTEN WÄHLEN?

ALS UR-GRUENER WERDE ICH SO WAEHLEN, DASS SPD und GRUENEN KEIN WEITERES MAL SCHADEN ANRICHTEN,
GEGEN DEN WILLEN DES WÄHLER WEITERE NEOLIBERALE GEDANKEN HOFFÄHIG MACHEN...

als die Grünen gegründet wurden, waren Sie duch die "grünen-Rasen-Fraktion" und MG gefährdet...
Jetz sitzen die Grünen-Wähler nur noch auf Ihrem grünen Biorasen - bildungsfern vorm Eigenheim mit Carport!

WAS WOLLEN DIE GRÜNEN? SICH LÄPPISCH MIT FRAU VON DER LEYEN ÜBER DIE HÖHE VON HARTZ 4 STREITEN... WER HAT DIE BESSERE PERFORMANCE?
oder was????
OHNE FUNDIS GIBT ES KEINE REALOS SONDERN NUR OPPORTUNISTEN...

MIT ENTTÄUSCHTEN GRUESSEN
Gast
31-07-12 12:40
Energiewende zu welchem Preis? Windparks im Naturpark Aukrug! Wozu soll das gut sein??? Das Ganze wird auch noch ein Testfeld. Seeadler,Rotmilan,Storch,Kranich,Reier,Graugänse,Kanadagänse,Fledermäüse usw. alle geschreddert! Das ganze wird dann Feinsteuerung genannt, damit diese Windriesen im Naturpark gebaut werden können.Das solche Ideen ausgerechnet von den GRÜNEN kommen, macht den Wahnsinn perfekt!!! Das Richtige Gebot wäre aber: KEINE WINDKRAFT IM NATURPARK AUKRUG!!!!
POYENBER und MEEZEN sind betroffen. Stoppt diesen Wahnsinn.Diese letzten Rückzugsorte müssen für Mensch und Tier erhalten bleiben! Schade das wir Bürger das den Grünen erklären mussen. Wir sind sehr enttäuscht.
Gast
24-07-12 11:21
Eine "grüne Energiewende" mag meinetwegen machbar sein. Aber

a) wozu eigentlich?
(der Klimaschwindel ist ja inzwischen aufgeflogen. Weswegen macht man den Unsinn dann noch?)

b) zu welchem Preis?
(Die Energiewende soll 700 Mrd. € Kosten um weniger Strom als vorher zu haben. Was soll das?)

c) mit welchen Folgen?
- Energiepreise unerschwinglich (800.000 Haushalten in D wurde schon der Strom abgeschalten)
- Abwanderung der Industrie (Arbeitsplätze)
- Versorgungsunsicherheit

Es ist also nicht nur die Frage ob etwas machbar ist, sondern auch ob es SINNVOLL und WIRTSCHAFTLICH ist. Dieser Frage sollten sich die Grünen auch stellen. (Auf das Thema Volkswillen verzichte ich hier mal)
Kommentar

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