Grüne wählen Parteiführung neu

Die Delegierten der BDK in Freiburg haben am Samstag ihren Bundesvorstand und den Parteirat neu gewählt. Mit starken Ergebnissen wurden sowohl die Bundesvorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir bestätigt als auch die Politische Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke und Bundesschatzmeister Dietmar Strehl. Die weiteren Bundesvorstandsmitglieder Astrid Rothe-Beinlich und Malte Spitz setzten sich gegen Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Neu gewählt wurden auch die Mitglieder des Parteirates.

  • 01.01.1970
    In ihrer Bewerbungsrede sagte Claudia Roth: "Wir wollen cool bleiben. Wir machen unser Ding und führen den Kurs der grünen Eigenständigkeit weiter. Wir gehen nicht den leichten, wir gehen den richtigen Weg." Claudia Roth wurde mit 79,3 Prozent im Amt bestätigt.
     
  • 01.01.1970
    Cem Özdemir betonte in seiner Rede die Wichtigkeit einer gerechten Bildungspolitik: „Eines der Hauptprobleme dieser Gesellschaft ist, dass wir die Kinder schon mit zehn Jahren trennen. Und wir wissen, dass wir sie nicht nach Begabung trennen, sondern nach der Geldbörse der Eltern. Deswegen halten wir trotz der Abstimmung in Hamburg an einem längeren gemeinsamen Lernen fest.“ Er wurde mit 88,5 Prozent als Bundesvorsitzender wiedergewählt.
     
  • 01.01.1970
    Die politische Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke befasste sich in ihrer Bewerbung mit dem rasanten Mitgliederwachstum der Partei. Sie wurde mit einem Ergebnis von 81,7 Prozent von der Bundesdelegiertenkonferenz für zwei weitere Jahre bestätigt. „Ja wir sind bescheiden und besonnen, aber wir ernten jetzt auch das, was wir gesät haben. Lasst euch diesen Erfolg nicht kleinreden. Wir hätten ihn nicht, wenn wir nicht jahrelang die richtigen Entscheidungen getroffen hätten.“
     
  • 01.01.1970
    Auch Bundesschatzmeister Dietmar Strehl erhielt von dem Plenum mit 86,7 Prozent den Auftrag, weiterhin die Finanzen der Partei zu lenken. „Wir haben aber auch unsere Wahlkämpfe originell und mit relativ wenig Ausgaben geführt, und wir haben damit Erfolg.“
     
  • 01.01.1970
    Astrid Rothe-Beinlich setzte sich in der Wahl zur Beisitzerin im Bundesvorstand mit 50,1 Prozent gegen Doris Wagner und Tanja Prinz durch. „Wenn eine Regierung wie Schwarz-Gelb beispielsweise bei der Laufzeitverlängerung die demokratischen Vorschriften umgeht, dann wird Widerstand zur Pflicht.“ Über ihre Arbeit sagte die frauenpolitische Sprecherin: „Ich bin streitbar, das gefällt nicht jeder und jedem, aber ich lebe Grüne Politik.“
     
  • 01.01.1970
    Auch Malte Spitz wurde nach einer spannenden Auseinandersetzung mit dem Gegenkandidaten Stephan Schilling im Amt des Beisitzers mit 53,9 Prozent wiedergewählt. Er versprach, sich auch weiterhin dafür einzusetzen, dass die Bürgerinnen und Bürger im 21. Jahrhundert die Kontrolle über ihre Daten behalten können.
     
  • 01.01.1970
    Am Ende bekam der neu gewählte Bundesvorstand...
     
  • 01.01.1970
    ... von der Grünen Jugend im Namen aller Delegierten eine Auftragsliste überreicht.
     
  • 01.01.1970
    An zweiten Tag der BDK in Freiburg wurde auch der Parteirat neu gewählt. Die Mitglieder sind: Anja Hajduk (Wahlergebnis 68 Prozent), Rebecca Harms (78,5), Antje Hermenau (75,5), Bärbel Höhn (86,4), Renate Künast (87,2), Theresa Schopper (77,1), Tarek al-Wazir (77,4), Volker Beck (77,4), Max Löffler (66,1), Boris Palmer (72,7), Volker Ratzmann (73,2), Gerhard Schick (73,8), Jürgen Trittin (87,1). Qua Amt sind auch die Bundesvorsitzenden und die politische Bundesgeschäftsführerin Mitglied. (Fotos: Ingo Kuzia)
     








1/

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Anti-Atom-Menschenkette2011_225.JPG

Im Angesicht der Katastrophe

60.000 Menschen demonstrieren gegen Atomkraft, während sich in Japan die Lage an dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima zuspitzt.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Sitzblockade_225.jpg

Erfolgreiche Blockaden und Rekordverzögerung

92 Stunden benötigte der Transport mit den elf Atommüllbehältern ins Zwischenlager Gorleben. Ein voller Erfolg der Anti-Atom-Bewegung.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/AntwortGrüne225x130.jpg

Volles Programm

Der zweite Tag der BDK in Kiel wurde von der Finanz- und Wirtschaftsdebatte bestimmt.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Energie-Debatte_225.jpg

Hundert Prozent Zukunft statt Atomkraft

Erneuerbare, Effizienz und Energiesparen: Das Grüne Energiekonzept.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/BDK11_225x130_01.jpg

Ja zum schnellen Atomausstieg

Dem Atomausstieg bis 2022 soll zugestimmt werden, aber die Grünen werden alles daran zu setzen, das letzte AKW deutlich vor 2022 abzuschalten.

Kommentare

Colanuss
12-12-10 21:27
Frau Roth, ja, gegen Ausgrenzung! Sehr gut!
Aber warum müssen wir den Islam integrieren? Ich habe Freunde, die auch dem Islam angehören... Aber das spielt für diese Leute und auch für mich im Alltag gar keine Rolle!
Wenn ich mit einem Juden Kaffee trinke, dann frage ich auch nicht nach seiner Religion! Ich trinke Kaffee mit ihm, weil ich ihn sympathisch finde! Wir müssen Schluss machen mit dem Polarisieren, wir müssen Schluss machen mit den Vorurteilen, mit den Schubladen, mit dem Lagerdenken!
Wir müssen endlich den Menschen sehen, nicht den Juden, den Christen, den Moslem, den Atheisten! Was soll das?
Rustikal gesprochen, mir ist scheiß egal, welchen Glauben mein Gegenüber hat! Mein Gegenüber ist mir sympathisch oder nicht. Diese öffentlichen Diskussionen sind es, die einen erst fragen lassen, welche Religion ein Mensch wohl hat...
Dieser Mummenschanz fördert Vorurteile, die nicht nötig sind!
Wolfgang Steche
12-12-10 20:36
Renate Künast meint, Berlin-Schönefeld braucht keinen inernationalen Flughafen.

Woher weiß sie das und wiebitte begründet sie das?

Die Antwort würde mich interessieren.

Bei allem augenblicklichen Wohlwollen aus der Bevölkerung zu Stuttgart, Atomausstieg, ect,
Vorsicht, daß ihr nicht in die Macharten der anderen Parteien einsteigt, denn wenn ihr euch den augenblicklichen Erfolg zu schnell anzieht, macht ihr sicher Fehler, denn Brüderle und Schwesterle kömmt nur im Maerchen vor und eine Westerwelle bringt überhaupt keinen Badespass, sie ist im warsten Sinne des Wortes abgeebbt.
Michael G.
07-12-10 23:04
Claudia Roth - bitte als nächste Kanzlerin!
Carey Campbell
23-11-10 17:09
Danke!!! ;-)

Freiburg war jawohl, ein Erfolg.

Ihr zeigt uns den Weg zum Green New Deal.

Unser Besuch aus Amerika war produktiv, und unvergesslich.

mit Respekt und Dankbarkeit.
Claus Preißner
21-11-10 19:42
Wo habt ihr die grünen Schals her?
Bezugsquelle an:
preissnerwerbung@freenet.de
danke und mfg
Claus Preißner
Wolfgang Mach
21-11-10 19:10
Als Österreicher habe ich die Reden von Claudia, Renate und Cem mit großen Interesse verfolgt und kann ihnen nur zustimmen. Da steckt eine große Portion Vision dahinter und die wird auch noch allegmein verständlich transportiert - Respekt!
Leider ist das den Grünen in Österreich bisher nicht gelungen, was sich in den Wahlergebnissen und Umfragewerten niederschlägt.
Hans Betz
21-11-10 17:55
Gut dess es die Grünen gibt - sonst müsste man sie neu erfinden.
Weiter so, ich wünsche euch viel Erfolg.!
Christian Dieckmann
21-11-10 06:28
Hallo, das war eine überzeugende BDK. Verliert aber bitte nicht die Bodenhaftung.
Ich habe mich entschlossen euch beizutreten und bringe noch eine weitere Person mit. Die Anträge habe ich schon aüsgefüllt und werden nächste Woche weitergeleitet :-))
Kommentar

Wir freuen uns auf Meinungen zu diesem Artikel. Bitte beachtet unsere Nutzungsbedingungen.
Die Kommentarfunktion dient nicht dazu, direkt mit uns Kontakt aufzunehmen oder Fragen zu stellen. Dafür haben wir ein Kontaktformular.



CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.