AKW-Ausbau in Temelin stoppen
Bis zum 5. Juni können auch deutsche Bürgerinnen und Bürger noch Einspruch gegen den Neubau zweier Atomreaktoren im tschechischen Grenzgebiet einlegen. MEHR
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Ein neuer Report des Club of Rome zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft unseres Planeten. Dennoch lohnt es sich, für ein Umdenken zu kämpfen. MEHR
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Wie viel Basisdemokratie steckt im grünen Delegiertenprinzip? Ein Gastbeitrag von Till Westermayer. MEHR
Der Entzug der Eishockey-WM 2014 wäre ein Zeichen gegen das Lukaschenko-Regime. MEHR
20 Jahre nach dem ersten Erdgipfel trifft sich die Weltgemeinschaft erneut in Brasilien. Ein Dossier der Böll-Stiftung. MEHR
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Das Betreuungsgeld hilft niemandem wirklich weiter. MEHR
Nachwuchspolitik gehört für uns GRÜNE seit langem zu den ganz zentralen Aufgaben. Ziel ist es, politisch interessierte Menschen für die Partei zu gewinnen und kontinuierlich zu fördern. Dabei geht es keineswegs nur um junge Menschen: "Nachwuchs" sind alle, die sich neu in die Grüne politische Arbeit einbringen wollen.
Aus diesem Grund hatten die Bundesvorstände von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der GRÜNEN JUGEND vor einigen Jahren den Aktionsplan Nachwuchspolitik (PDF) verabschiedet, mit dem die Anstrengungen und Maßnahmen in diesem Bereich koordiniert und vorangetrieben wurden. Anfang 2010 beschloss der Bundesvorstand auf seiner Frühjahrsklausur, die Nachwuchsförderung in den kommenden zwei Jahren als politische Leitungs- und Zukunftsaufgabe noch besser in den Landes- und Kreisverbänden zu verankern und mit den laufenden politischen Kampagnen zu verbinden.
Gemeint ist damit die Politik der Nachwuchsgewinnung, der Nachwuchsförderung und der nachhaltigen Einbindung von Neumitgliedern in die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Daher berührt Nachwuchspolitik das Demokratieverständnis von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Denn Politikmachen heißt für uns GRÜNE in erster Linie, mitmachen zu können. Wir wollen, dass sich möglichst viele Menschen einbringen, um die Welt, in der sie leben, selbst mitzugestalten. Darum haben wir zum Beispiel im Mai 2009 die Online-Mitmach-Plattform "Meine Kampagne" eingerichtet. Wir verfolgen als Partei eine Politik der offenen Türen. Wir bemühen uns nach Kräften um möglichst geringe Zugangshürden und insgesamt um ein Klima der Offenheit für Neue und Neues.
Die Frage der Zugangsbedingungen zur Partei verweist darauf, dass Grüne Nachwuchspolitik auch eine strukturelle Dimension hat. Neben den Fragen des Zugangs geht es auch um Karrierewege innerhalb der Partei. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Nachwuchskräfte, ganz gleich welchen Alters, welchen Geschlechts oder welcher Herkunft, gute Voraussetzungen vorfinden, um mit und in der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Politik machen zu können.
Zu diesen Möglichkeiten gehören das 'klassische' Praktikum ebenso wie unsere vielfältigen Förder- und Einstiegsprogramme: das Grüne Trainee-Programm, das Grüne Mentoring-Progamm oder die Green Associates.
Praktika bieten Gelegenheit, für einige Wochen in die Tagespolitik hineinzuschnuppern und Kontakte herzustellen. Das Trainee-Programm bietet pro Jahrgang rund 20 Teilnehmenden die Chance, ein Jahr lang berufs- oder studiumsbegleitend hinter die Kulissen Grüner Politik zu blicken und bei drei Weiterbildungsseminaren viel Handwerkszeug für das eigene Politikmachen zu erwerben. Das Mentoring-Programm ist primär ein Instrument zur Frauenförderung, das seit einigen Jahren in verschiedenen Landesverbänden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingesetzt wird. Speziell Frauen, die selbst in unserer Partei noch immer zahlenmäßig unterrepräsentiert sind, soll damit Lust gemacht werden, in der Partei Verantwortung zu übernehmen. Die "Green Associates" sind befristete Stellen beim Bundesvorstand. Einer handvoll Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen bietet sich so für ein bis maximal zwei Jahre die Gelegenheit, "on the job" den Betrieb der Grünen Parteizentrale kennen zu lernen und sich mit ihrem frischen Wissen in die Organisation einzubringen.
Alle diese nachwuchspolitischen Instrumente tragen mit dazu bei, dass es in unserer Partei transparente und nachvollziehbare Wege gibt, auch zu Ämtern und Mandaten. Nachwuchsförderung darf im Interesse der Einzelnen, aber auch im Gesamtinteresse einer demokratischen Partei nicht dem Zufall überlassen bleiben, sondern muss systematisch organisiert werden. Denn eine transparente Nachwuchsgewinnung, -förderung und -einbindung ist eine Grundvoraussetzung für demokratische Teilhabe. Daher legen wir nicht nur zu Wahlterminen und besonders in Formaten wie "Drei Tage Wach!" unsere programmatischen Ziele offen, sondern organisieren eine breite Beteiligung am politischen Prozess in unserer Partei und in der Gesellschaft.
Mit "Drei Tage Wach!" bieten wir GRÜNE die letzten 72 Stunden vor Schließung der Wahllokale die Gelegenheit, im Internet - live mit Bild und Ton - alle an uns gerichteten Fragen zu beantworten. Premiere hatte dieses Format beim Europawahlkampf 2009. Diese Offenheit ist für uns auch zwischen den Wahlterminen handlungsleitend. Darum betreiben wir ganz bewusst und mit Nachdruck Grüne Nachwuchspolitik.
Hier könnt Ihr nachlesen, was die Politische Bundesgeschäftsführerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Steffi Lemke, im grünen Mitgliedermagazin schrägstrich (1-2/2005) vor dem Hintergrund des Aktionsplans Nachwuchspolitik (PDF) geschrieben hat.