Fleischeslust
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Das globale Netzwerk grüner Parteien ist noch jung. Gegründet 2001 in Australien versammeln sich die Global Greens gerade erst zum dritten Mal in ihrer Geschichte. Seit der Gründung hat sich einiges getan - mittlerweile haben sich die Global Greens eine Charta gegeben, in der die grünen Grundprinzipien festgehalten sind, und sie haben mehrere Resolutionen verabschiedet. Aus Dakar berichten Anna Cavazzini (Sprecherin der BAG Europa) und Felix Deist (Mitglied im Bundesvorstand der Grünen Jugend).

Wenn sich 90 grüne Parteien von überall her versammeln, geht es bunt und lebhaft zu. Einige Tage nach dem Wahlsieg des Oppositionellen Macky Sall und dem friedlichen Machtwechsel im Senegal, ist die Stimmung in Dakar ausgelassen. Die positiven Vibes und die Aufbruchstimmung sind auch auf dem Kongress der Global Greens zu spüren. Einer der bewegenden Momente des Kongresses ist, als der Vorsitzende der senegalesischen Grünen über den friedlichen demokratischen Übergang im Senegal spricht.
Auch diesmal arbeiten die Delegierten in Workshops fleißig an Resolutionen und Änderungsanträgen. Alles läuft ein bisschen spontaner ab als auf deutschen Parteitagen – mit den Fristen nimmt man es zum Beispiel nicht ganz so genau. Am letzten Tag des Kongresses werden diese Resolutionen dann abgestimmt. Die Themen sind breit und reichen vom Beistand für die syrischen Oppositionellen über die Unterstützung von Genossenschaften bis hin zur Ablehnung von ACTA. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Klima- und Nachhaltigkeitspolitik – schließlich will man für die anstehende Rio plus 20 Konferenz gut gerüstet sein.
„Globale Krisen brauchen globale Antworten, die auf lokaler, aber auch internationaler Ebene eine starke Stimme benötigen“, sagt die grüne Bundesvorsitzende Claudia Roth, die auch nach Dakar gereist ist. Auf dem Global Green Congress werde über mögliche Antworten diskutiert und diese deutlich eingefordert.
Vernetzungsplattform und inhaltlicher Ausstausch
Die Global Greens dienen vor allem als Vernetzungsplattform, man kann sich inhaltlich austauschen und voneinander lernen, was Kampagnen, Strategien und Konzepte angeht. Viele Delegierte sind sehr daran interessiert zu erfahren, wie die deutschen Grünen so erfolgreich werden konnten. Die Gäste aus Europa lernen in den persönlichen Gesprächen, wie schwierig es ist, in Staaten mit korrupten Eliten und riesiger Armut, mit nur wenigen finanziellen Mitteln, eine Partei aufzubauen. Verschiedene Netzwerke – wie das Netzwerk der globalen grünen Frauen - werden ins Leben gerufen.
Zwischen den Kongressen läuft die Arbeit hauptsächlich über vier regionale Föderationen, aber immer wieder gibt es persönliche Treffen oder Initiativen wie grüne Nord-Süd-Partnerschaften, in der grüne Parteien aus den reichen Ländern junge grüne Parteien im "Süden" unterstützen.
Die Vielfalt der auf dem Kongress vertretenen Parteien ist kaum zu überbieten. In Taiwan gibt es beispielsweise eine recht erfolgreiche Partei, welche sich aktiv für den Umweltschutz und den Kampf gegen die Atomkraft einsetzt. Die erste Regierungsbeteiligung einer grünen Partei in Asien gab es 2008 in der Mongolei. In Lateinamerika war Marina da Silva bei den letzten Präsidentschaftswahlen in Brasilien sehr erfolgreich. Die senegalesischen Grünen werden bei den Parlamentswahlen im Sommer antreten und haben gute Chancen, den/die UmweltministerIn zu stellen.
Die Gastgeberin des nächsten Kongresses in fünf Jahren wird vermutlich Europa sein. Wir werden uns sehr anstrengen müssen, um die gastfreundliche, fröhliche und gelassene Atmosphäre, so wie wir sie in Dakar erleben konnten, hinzubekommen.
Rose W Aachuka, Kenianische Grüne Jugend
"Jede Demokratie muss auch die grünen Grundprinzipien voranbringen und dabei die Umwelt und die Menschheit wieder in Einklang bringen."
Manuel Diaz, Generalsekretär der Grünen Venezuela und Co-Präsident der amerikanischen Föderation der Grünen
"Jetzt denkt man, spricht man, handelt man und wählt man GRÜN, um den Wandel zu einer grüneren Welt zu erreichen, um das Leben der Menschen auf dem Globus zu verbessern."
Masami Muramatsu, Grüne Japan, Stadträtin in Tokyo
"Wir sind zu Global Greens gekommen, um allen Menschen von Fukushima zu erzählen. Wir müssen alle Atomkraftanlagen sofort abschalten und zu Erneuerbaren Energien wechseln. Wir brauchen die Unterstützung aller Grünen weltweit, um bei den japanischen Wahlen 2013 ins Parlament zu kommen."