GRÜNE drittstärkste Kraft

Bei der Landtagswahl im Schleswig-Holstein kommen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf 13,2 Prozent. Schwarz-Gelb wurde krachend abgewählt. Eine Koalition aus SPD, Grünen und SSW ist möglich, aber noch nicht sicher.

Außenansicht des Schleswig-Holsteinischen Landtages in Kiel., Foto: Schleswig-Holsteinischer Landtag
Außenansicht des Schleswig-Holsteinischen Landtages in Kiel. Foto: Schleswig-Holsteinischer Landtag

„Es ist ein schöner Tag für Schleswig-Holstein“, sagte Cem Özdemir kurz nach den ersten Hochrechnungen und schickte einen Gruß an Robert Habeck und die „coolen Grünen“ im Norden. Auch wenn es noch etwas dauern könnte, bis mögliche Koalitionen feststünden, eine Sache sei jetzt schon klar: „Schwarz-Gelb ist abgewählt“, so der grüne Bundesvorsitzende. „Die Menschen wollen einen Politikwechsel.“

Die Schleswig-Holsteinischen Grünen hätte ihr historisches bestes Ergebnis bei der Wahl 2009 jetzt noch einmal getoppt und seien klar auf Platz drei gelandet. Und das hätten die Grünen mit einem Wahlkampf geschafft, der keine Luftschlösser versprochen habe, sondern auf seriöse, durchgerechnete Politik gesetzt hat, so Cem Özdemir.

Glückwünsche schickt der grüne Bundesvorsitzende auch an Wolfgang Kubicki und die Piraten. Interessant sei ja, dass Kubickis FDP mit einem Wahlkampf gegen die Bundes-FDP einen Sieg errungen habe. „Bei uns machen Bundes- und Landespartei gemeinsam Wahlkampf“, sagte Cem Özdemir. Und die Piraten müssten jetzt nach ihrem Einzug in den Kieler Landtag zeigen, dass sie parlamentarische Arbeit machen können.

Und nicht zuletzt ging ein Dank an das Team von 3-Tage-wach, das wieder 72 Stunden alle Fragen der Bürgerinnen und Bürger beanwortet hat. „Das ist phänomenal“, so Cem Özdemir.

Mit einem Blick auf Sylvia Löhrmann, die an diesem Tag in die Bundesgeschäftsstelle nach Berlin gekommen war, sagte Cem Özdemir noch: „Ab jetzt hängen wir uns volle Kanne in Nordrhein-Westfalen rein.“

Den Staffelstab des Erfolgs will die stellvertretende Ministerpräsidentin und grüne Bildungsministerin gerne in einer Woche übernehmen. „Die Grünen in Schleswig-Holstein haben vorgelegt, und wir werden nachlegen“, sagte Sylvia Löhrmann. „Wir wollen unser historisch bestes Ergebnis auch noch einmal toppen.“

In Nordrhein-Westfalen kämpfen die Grünen für eine Fortsetzung der rot-grünen Regierung. „Wir haben keine Dänen“, sagte Sylvia Löhrmann mit Blick auf das knappe Ergebnis in Schleswig-Holstein. „Wir brauchen klare Verhältnisse.“ Dafür wollen sich die Grünen in NRW jetzt noch eine Woche mit voller Energie einsetzen.

Vorläufiges amtliches Endergebnis (in Prozent)

SPD: 30,4

CDU: 30,8

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: 13,2

Piraten: 8,2

SSW: 4,5

FDP: 8,2

Linkspartei: 2,2

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Jetzt wird's grün

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kommen die Grünen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf 7,1 Prozent. Sie sind damit nach 13 Jahren wieder im Landtag.

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GRÜNE sind drin!

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Landtagswahl im Saarland kommen die Grünen auf 5,0 Prozent.

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GRÜN bewegt was!

Auf dem kleinen Parteitag in Lübeck stellen die Grünen Weichen für den Regierungswechsel 2013 und geben Rückenwind für die anstehenden Landtagswahlen.

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Volle Kanne in die nächsten Wahlkämpfe

Nach der Wahl in Hamburg richten wir den Fokus auf die weiteren anstehenden Wahlen.

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Klares Mandat für Rot-Grün

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bleiben in NRW dritte Kraft und können die gemeinsame Regierung mit der SPD fortsetzen.

Kommentare

Gast
11-05-12 13:38
An Bia:

Die Methodik der Herrschenden war schon immer:
Schaffe ein Problem und präsentiere die gewünschte Lösung:
Also wem nützen z.B. die "Umweltprobleme" oder "Euro Krisen"?

z.B. Klimawandel: Lösung - CO2 Abgaben weltweit (an wen?)
Die Kernkraft steht natürlich der CO2 Abzocke direkt entgegen, da man für die viele Energie keine Verbrennungsrechte verhökern kann. Also plattmachen

oder
z.B. Euro Krise: Lösung hunderte Milliarden Umverteilung von Staaten (und damit von Bürgern) zu Banken (Effekt Bereicherung der Eliten und Lebensverlängerung des bankrotten Systems)

Wofür stehen die Grünen?
Max Remke
11-05-12 10:48
GRÜNE DRITTSTÄRKSTE KRAFT

"Schwarz-Gelb wurde krachend abgewählt."

Ich habe es nicht krachen gehört, obwohl ich den Wahlabend verfolgt habe.

"Warum eigentlich solche Lautmalerei"?
Benjamin Künstle
10-05-12 22:49
eine Sache macht mich nachdenklich:

GRÜNE 174.752 13,2 199.367 12,4 +0,8

Zwar haben GRÜNE um 0,8 % zugelegt, allerdings dieser Zugewinn ist nur relativ.
In absoluten Zahlen haben GRÜNE in SH fast 25 000 Stimmen (über ein Achtel der Wähler von 2009) verloren!
D.h. GRÜNE haben nur zugelegt wegen der schlechten Wahlbeteiligung.
Selbst die SPD hat absolut Stimmen verloren, trotz eines relativen Zuwachses von 5 %!
Bia
10-05-12 17:59
Eigentlich hätten die Grünen noch viel mehr Stimmen bekommen müssen. Die nächsten Generationen müssen sich dann mit "unseren" ungelösten Umwelt-Problemen herumärgern. Dazu haben "wir" noch ein wahnsinnig großes Problem für unsere Kinder und deren Kinder geschaffen - Atommüll. Japan ist zu lange her, die Leute gehen zu schnell wieder zur Tagesordnung über. Sonst hätten bestimmt noch mehr Menschen für die Grünen gewählt. In allen Bundesländern.

Herzlichen Glückwunsch zu dem Wahlergebnis. Ich freue mich auf den Wechsel hier in Schleswig-Holstein.
Schade nur, dass die Vorgänger die Bildungswelt so kaputt gemacht haben, dass es schwer ist, das wieder zu kitten.
Kai
09-05-12 18:01
An Phillip:
Wozu brauchen wir dann noch Wahlen, es reichen doch "repräsentative" Umfragen?

Nicht 70% wollen Grün an der Regierung sehen sondern 70% der Befragten in einer Umfrage. Dabei ist entscheidend wie die Fragen formuliert sind und welche (und wieviel) Personen in welchem Umfeld befragt werden...
Philipp Schmagold
08-05-12 14:00
70% wollen GRÜNE in Schleswig-Holstein an der Regierung sehen: Den Wunsch sollten wir den Menschen endlich erfüllen!

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Kai
08-05-12 11:30
Die Grünen sind nicht dritt- sondern viertstärkste Kraft

Nichtwähler: 39% (kein Vertrauen mehr in die "Volksvertreter")
CDU: 18,2%
SPD: 18%
Grüne: 7,8%

Quelle: Landeswahlleiterin

Außerdem sagt die "Stärke" noch lange nichts darüber aus, ob im Sinne des Volkes gehandelt wird.
Timo
07-05-12 16:00
Parteienwechsel bedeutet in diesem Fall natürlich keinen Politikwechsel. Ob nun Schwarz/Gelb oder Rot/Grün regiert, ist völlig Banane. Diese Parteien gehören alle in die Tonne.
Pirat aus Überzeugung
07-05-12 11:14
Ich denke, man kann mit einer Koalition aus SPD, Grüne und SSW gut thematisch zusammen arbeiten, trotz des ständigen Bashens vonseiten der Grünen. Schließlich schließen wir eine Fundamentalopposition aus und wollen für die Menschen da sein. Wir werden aber auch nicht alles, was diese Regierung auf den Weg bringt, durchgehen lassen, sondern dies kritisch beäugen. Und die Äußerungen eines Robert Habeck sehen wir einmal als Symptom des Wahlkampfes an. Er weiß selber, dass seine Behauptung "keine Inhalte" nicht stimmmt.
PeterWolf
06-05-12 19:01
Wieviele Mitglieder haben die Grünen in SH, wieviele SPD, CDU oder F.D.P.?
Kommentar

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