Es muss nicht kompliziert sein

Immer mehr Menschen bringen Grün in ihren Alltag, mal mehr, mal weniger. Viele kaufen Bio-Produkte, manche legen vor allem Wert auf Erzeugnisse aus der Region. Beim Autokauf achten sie auf die Verbrauchswerte, und zuhause haben sie auf Ökostrom umgestellt. Auch in der Wirtschaft erkennen immer mehr Unternehmen, dass sie mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben und neue Arbeitsplätze schaffen können.

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Klar: Schon der Griff zur Öko-Banane macht das Leben ein bisschen grüner. Aber das muss nicht alles sein. Viele andere Bereiche des Alltags können ein wenig besser, grüner gestaltet werden. Es geht uns um ein Leben mit weniger Lärm, Luftverschmutzung, Umweltgiften und CO2. Um gesundes Essen ohne Gentechnik. Um gute, sinnvolle Arbeit, die trotzdem Zeit lässt für Kinder und Familie, um Freundschaften zu pflegen, Sport zu treiben, ein Ehrenamt zu bekleiden – oder auch einfach mal abzuschalten.

Mehr an Lebensqualität

Es geht uns um ein Mehr an Lebensqualität. Und es geht darum, auf den Prüfstand zu stellen, wie wir heute und morgen leben und zusammenleben, was wir verbrauchen, wie wir uns fortbewegen und uns ernähren. Wie wir weitaus intelligenter und sparsamer mit Energie und Wertstoffen umgehen können. Wie wir verantwortungsvoller und ethisch bewusster konsumieren. Was unsere Bank mit unserem Geld macht. Wie wir eigenes Handeln und eine global gerechte Entwicklung in Einklang bringen.

Kein grüneres Leben ohne soziale Gerechtigkeit

Aber: Grüner Leben kann nur, wer die materiellen Grundlagen dafür hat. Für die Friseurin, die für 4 Euro die Stunde schuften muss, bleibt die Biotheke ein Luxusobjekt. Wer keine Arbeit findet, hat andere Sorgen als seine Work-Life-Balance. Deshalb können wir nicht über ein grüneres Leben reden, ohne gleichzeitig über soziale Gerechtigkeit, gute Arbeit und Bildungschancen zu sprechen.

Wir setzen den Rahmen

Weil grüner Leben keine rosa Seifenblase für Lifestyle- und PR-Berater sein darf, ist die Politik gefragt, den notwendigen Rahmen zu setzen. Mit dem Grünen New Deal haben wir einen Plan, mit dessen Hilfe in den Zukunftsfeldern Klimaschutz, Bildung, Kinderbetreuung, Gesundheit und Pflege eine Million neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Die Wirtschaft braucht klare, verbindliche Regeln entlang ökologischer und sozialer Kriterien, um sich aus der Krise heraus zu modernisieren.

Es muss nicht kompliziert sein

Aber der Rahmen ist nicht alles. Es geht auch um Sie. Wie können Sie grüner leben? Warum sollten Sie überhaupt? Hier gibt es dazu einige Denkanstöße, Ideen und Vorschläge. Nicht, weil wir bestimmen möchten, welches Leben für Sie das beste ist. Sondern weil unsere Politik das Ziel hat, das sehr individuelle Streben nach Glück mit gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung zu vereinbaren.

Das muss nicht kompliziert sein und es muss auch nicht teurer sein. Wenn Sie Anregungen haben, wie Sie grün leben, oder Fragen dazu, schreiben Sie uns: gruenerleben@gruene.de

Cem Özdemir

P.S.: Für eine vertiefende Lektüre empfehle ich Ihnen: Zur Lage der Welt 2010: Einfach besser leben. Nachhaltigkeit als neuer Lebensstil. Hg. von: Worldwatch Institute/Heinrich-Böll-Stiftung/Germanwatch. Oekom Verlag, München 2010.

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Grün stärken - damit sich was ändert!

Schwarz-Rot muss weg, Schwarz-Gelb darf nicht kommen. Unsere Spitzen machten deutlich, warum es jede grüne Stimme braucht

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Eine größere Offenheit für Vielfalt

Ein Interview mit Cem Özdemir über Integration, ein durchlässigeres Bildungssystem und sein neues Buch.

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Gauck soll es werden

CDU/CSU, FDP, SPD und GRÜNE haben sich am Sonntagabend auf den 72-Jährigen als gemeinsamen Kandidaten geeinigt.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Kommentare

Dieter Bollinger
27-11-12 15:36
Nicht die Zahl der Menschen ist das Problem, sondern die Zahl derer, die die Umwelt schädigen.
Der größte Schritt zu einem Umwelt bewussten Leben ist die "Vegane Lebensweise". Darüber sollten wir uns alle mal ernsthaft Gedanken machen.
Die Erde braucht die Menschen nicht zum Überleben aber die Menschen brauchen die Erde dazu dringend!!
"Ich liebe Tiere - ich esse sie nicht"
Mr. X
10-06-11 12:33
Oh Werner Du hast die Grüne Ideologie ja Klasse geschluckt. Genau dass will man uns einreden. Wir sind angeblich zu viele und nur dadurch entstünden Probleme (Manche Probleme sind übrigens sind real, wie die Umverteilung von Geld von unten nach oben, manche gibt es gar nicht wie den angeblichen menschengemachten Klimawandel).
Welche Lösung schlägst Du denn zur Bevölkerungsreduzierung vor? Die Grünen haben jedenfalls schon eine tolle Lösung: Sie wollen das Recht auf Leben reduzieren und teuer verkaufen. Sie nennen das "Handel mit Verschmutzungsrechten". Dazu musste ein Klimawandel erfunden und CO2, ein Spurenelement in der Atmosphäre, als schuldig deklariert werden um es zu "bekämpfen". Bekämpft wird damit lediglich die Produktion von Gütern (einschl. Lebensmitteln).
Kab
10-06-11 12:21
So ein blah blah. Null Inhalt. Für einen denkenden Menschen nicht zu ertragen.

Man ersetzt einfach konkrete Nennungen und Erklärungen durch den diffusen Begiff "grün", "klimafreundlich", "umweltfreundlich" oder "nachhaltig" und kann dann alles was einem passt beliebig als "grün" bejubeln oder was einem nicht passt als "ungrün" "nicht nachhaltig", "umweltschädlich" oder "klimaschädlich" verteufeln oder gar sanktionieren

Nachdenken ist dann nicht mehr gefragt....
Martin Belz
03-05-11 10:11
Wie sinnvoll sind Steuererleichterungen für Firmenwagen? Ein Gutachten hält die aktuelle Förderpolitik für unwirtschaftlich: Durch falsche Anreize entgingen dem Staat jährlich Milliarden von Euro. Die Studie stellt eine Politik infrage, von der Hunderttausende Unternehmen profitieren.
Werner Winkler
25-04-11 04:02
Vielleicht eine heikle Sache - aber mir scheint, ein Teil des "grünen Lebens" angesichts 7 Milliarden Erdbewohner ist die Entscheidung, nicht mehr als zwei Kinder zu bekommen, besser noch, nur eines. Leider wird dieser Aspekt noch viel zu wenig kommuniziert. Denn klar ist doch: mit 3,5 Milliarden Bewohnern hätte die Welt wesentlich weniger Probleme in vielen Bereichen, mit 14 Milliarden wesentlich mehr.
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