Ein überfälliger Rücktritt

Karl-Theodor zu Guttenberg ist von seinen Ämtern zurückgetreten. In ihrem Statement sagt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, dass sich die Union als selbst ernannte Wertegemeinschaft mit ihren Verharmlosungen der Plagiats-Affäre von zu Guttenberg nachhaltig diskreditiert habe.

"Die Affäre Guttenberg bleibt eine Affäre Merkel", sagt Claudia Roth Foto: (c) Bundeswehr

"Der Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg war folgerichtig und überfällig. Die besonders von der Wissenschaft erhobenen Vorwürfe, dass Karl-Theodor zu Guttenberg seine Doktorarbeit durch Täuschung und Betrug erlangt hat, hat er nicht entkräften können. Ich hätte mir zumindest heute endlich einmal eine klare Stellungnahme von zu Guttenberg zu diesen Vorwürfen erwartet. Bis zuletzt verweigert er sich aber den kritischen Fragen der Medien. Sein Versuch, die Medien und kritische Öffentlichkeit für seinen Rücktritt in Haftung zu nehmen, ist unredlich. Es ist vielmehr das Verdienst unabhängiger und kritisch nachfragender Medien sowie seriöser Wissenschaftler, dass Karl-Theodor zu Guttenberg und Bundeskanzlerin Merkel die Plagiats-Affäre nicht einfach weiter verharmlosen und aussitzen konnten. Damit hat Bundeskanzlerin Merkel dem Wissenschaftsstandort Deutschland bereits einen nachhaltigen Schaden zugefügt. Ich persönlich finde es außerdem unanständig, dass Guttenberg bis zuletzt versucht, seine Plagiats-Affäre und das Wohl der Soldatinnen und Soldaten bis hin zu den in Afghanistan getöteten Soldaten gegeneinander auszuspielen.

Die Affäre Guttenberg bleibt eine Affäre Merkel, die ihren Verteidigungsminister trotz der der erdrückenden Fälschungs-Vorwürfe um jeden Preis halten wollte und dafür auch die sonst von der Union hochgehaltenen bürgerlichen Werte wie Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit und Seriösität über Bord geworfen hat. Die Union als selbst ernannte Wertegemeinschaft hat sich mit ihren Verharmlosungen der Plagiats-Affäre von zu Guttenberg nachhaltig diskreditiert. Im Bund und in den Ländern verliert die Union reihenweise Führungsfiguren und steckt in einer schweren Krise."

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Jung geht - Krise bleibt!

Was lernt die Bundesregierung von Jung? Merkel muss ihre Afghanistanstrategie ändern, fordern Renate Künast und Jürgen Trittin.

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Ein parteiübergreifender Kandidat muss her

Claudia Roth und Cem Özdemir fordern, dass die schwarz-gelbe Koalition und die Opposition gemeinsam einen neuen Bundespräsidenten finden.

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Was wäre wenn?

Immer mehr Parteien schmücken sich mit grünen Inhalten. Doch um grün zu sein, braucht es noch viel mehr

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Gewalteskalation geht weiter

Frithjof Schmidt fordert eine klare Abzugsperspektive für Afghanistan.

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Neoliberal, wie immer

Grün auf Sendung (2): Jürgen Trittin ärgert sich auch im Tourbus noch über den Wirtschaftsminister. Das Guttenberg-Papier ist keineswegs "hinfällig" - es ist die Abschrift des Grundsatzprogramms der Union von 2007

Kommentare

Michael
02-03-11 11:55
Dieser Beitrag ist ohne beleidigenden, diskriminierenden, sexistischen, rassistischen, antisemitisch oder volksverhetzenden Inhalt.

Es ist interessant zu sehen, dass die Website-Redaktion die Reaktionen hier unter "Kampagne gegen die Grünen" abtut. Dass ich nicht lache!!! Statt einmal zur Kenntnis zu nehmen, dass die ganzen hässlichen Spielchen von Herrn Trittin, Roth und Co., die auch in diesem Artikel hier munter fortgesetzt werden sogar bei der Grünen Wählerschaft negativ ankommen!!!

Ich bedauere es inzwischen, dass ich die Grünen gewählt habe. Jemals. Es geht hier nicht mehr um Programme, sondern nur noch um blinde Wut von der Führungsriege, allen voran Herr Trittin. Selbst nach dem Rücktritt von Guttenberg wird auf ihn, den Mann der am Boden liegt, noch weiter eingetreten.

Gratulation. Ein Wähler weniger. Ich hoffe, dass viele folgen werden.
Gisela
02-03-11 11:34
Die Grünen haben mich nach dem abstoßenden Auftritt von Herrn Trittin als Wählerin verloren. Die Würde des Menschen ist unantastbar??? Wenn ich Politiker von Moral, Anstand und Glaubwürdigkeit reden höre, wird mir schlecht.
Wer war Täter? Die Uni Bayreuth ist tätig geworden mit der Verleihung eines Doktortitels an einen besonders Gleichen. Angriff ist die beste Verteidigung ("Betrüger").
Sascha
02-03-11 11:21
Ein offensichtlich betrügender Mensch tritt zwei Wochen nach dem ersten Abstreiten als Minister zurück - und Millionen mediale Zombies geben denen die Schuld daran, denen das aufgefallen ist?? Das besorgt mich nicht nur - das macht mir wirklich Angst!
Jonas
02-03-11 11:11
Ich bin junger wähler und somit wie so oft von der Politik genannt die zukunft des landes (einer von vielen der nich auffällt) aber ich finde die jagd von rot/grün auf herrn zu guttenberg unglaublich.
Beim letzten castor saßen frau roth und herr trittin auf der straße (ihr gutes recht so wie viele andere auch) und haben zum schottern aufgerufen!!! mann sollte natürlich als Politiker wissen das dies eine straftat ist. Aber es ist ja einfacher die "normalen" "dummen" bürger dazu aufzurufen damit die sich strafbar machen und man selbst saß ja nur friedlich auf der staße. das ist eine scheinheiligkeit die nich mit herrn zu guttenberg vergleichbar ist aber dort wurde die tolle immer so genannte Vorbildfunktion von Politikern wohl verfehlt.
Auch immer wieder von Politikern zu hören das mobbing an schulen usw unterbunden werden müsse ist scheinheilig solange das im Bundestag an der tagesordnung ist. Und dieses Mobbing können alle bundesbürger sehen im vergleich zum mobbing an einer hauptschule.
einen Menschen vor mindestens 80mio menschen als lügner, betrüger, usw. (ob zurecht oder nich soll jeder selbst entscheiden) zu bezeichnen finde ich unverschähmt!
alleine der schaden den die familie z guttenberg davon trägt z.B. die kinder die nun evtl in der schule gemobbt werden weil ihr papa ja ganz deutschland belogen und betrogen hat.
es ist ja nicht so das es auf seiten von rot/grün noch nie fehler gab klar wurden da konsequenzen gezogen so wie der rücktritt von z guttenberg aber danach wurde nicht noch nachgetreten wie feige es doch war das er zurücktritt. (so wie herr trittin das nett gesagt hat obwohl er selbst den rücktritt gefordert hat)
nur es ist sicher das spd und grüne deutlisch stimmen bei der jungen bevölkerung eingebüst haben grade weil viele junge menschen sich mit z guttenberg identifizieren konnten und gesehen haben das da mal einer was bewegt und nich nur gesprochen hat. ich weiß von mindestens 50 bis 100 freunden die gestern alle gesagt haben sie werden ihr lebenlang nicht mehr spd oder grüne wählen.
das bedeutet die zukunft wählt cdu und fdp aber wen interessiert es heute wenn die folgen erst in 20 jahren zu sehen sind!
vermutlich wird mein kommentar auch gelöscht da es bestimmt einen grund gibt das er unpassend ist.

mfg Jonas M.
Heinrich
02-03-11 11:08
Der Kampf war erfolgreich, Guttenberg ist weg, was nun?
Gibt es noch mehr Lügen?

Wer hat eigentlich die Bundeswehr nach Afghanistan geschickt? Waren das nicht die Grünen und die SPD. Sollte nicht die Bundeswehr unsere Sicherheit verteidigen? Was sollte die Bundeswehr dort machen, Schulen, Brunnen, und Straßen bauen. Polizisten ausbilden. Warum war keiner der Grünen und der SPD ehrlich und haben gesagt, wir schicken unsere Soldaten in den Krieg? Wer hatte die Verantwortung für die schlechte und unpassende Ausrüstung? Es ist einfach für die Grünen, in der Kundusaffäre dem Herrn G. Vorhalte zu machen. Für mich ist es egal, ob es Zivilisten oder Kämpfer gewesen sind, die unsern Nachschub für die Soldaten angegriffen haben. Auch Benzin und Diesel gehört zur Sicherheit unserer Soldaten im Einsatz. Und wer sich daran vergreift der gefährdet die Sicherheit unserer Soldaten. Und wenn man da schon von Krieg gesprochen hätte, dann war der Einsatz auch verhältnismäßig. Wenn Israel Raketen in Schulen und Häuser schickt und wenn die Amerikaner im Irak Häuser bombardieren, regt sich keiner auf, wir stellen den Kommandeur als Täter dar. Und wenn dann die waren Täter die unseren Soldaten den Treibstoff klauen wollte durch die Bundesregierung entschädigt werden kann man nur mit dem Kopf schütteln. Sehr traurig stimmt mich die Tatsache, dass Hinterbliebene der gefallenen Soldaten sich an die Medien wenden musste, um Lebensversicherungen ausgezahlt zu bekommen. Herr Schäubel versprach dies zu klären. Die Versicherung haben auch entgegen den bestehenden Versicherungsbedingungen gezahlt. Wie haben sich den eigentlich die Grünen und die SPD auf den Krieg vorbereitet? Was wurde organisiert für die Linderung von Leid. Der Krieg soll 35 Milliarden bisher gekostet haben, was wurde den bisher für die Hinterbliebenen und geschädigten Soldaten ausgegeben? Man sollte hier eine aktuelle Stunde machen, und auch mal Soldaten und Soldatinnen die im Einsatz waren zu Wort kommen lassen.

Und ich möchte auch ein Zitat des Herrn Tritin bringen:
" Die internationale Gemeinschaft steht in Afghanistan vor dem Scheitern – und muss deshalb früher oder später auf die einheimischen Machtstrukturen zurückgreifen, glaubt der Grüne Jürgen Trittin.
Grünen-Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin hält dauerhafte Stabilität in Afghanistan nur für möglich, wenn auch hochrangige Kriegsherren und Talibanführer an der Macht im Land beteiligt werden. Konkret nannte Trittin in der „Stuttgarter Zeitung“ (Montagausgabe) den einflussreichen Warlord Gulbuddin Hekmatyar und Talibanführer Mullah Omar. „Was am Ende des Prozesses bestenfalls stehen wird, ist ein Kompromiss und eine Machtteilung mit jenen Kräften, von denen ein früherer US-Präsident mal gesagt hat, sie seien das Böse schlechthin, das vernichtet werden müsse“, sagte Trittin."
Quelle: Focus olnline Sonntag 08.08.2010, 18:46
Es gibt nur ein Gewinner, die Rüstungsindustrie die Milliarden verdient haben und das sind die gleichen, die kein Interesse an Einsparungen in der Bundeswehr haben.

Herr Trittin, die Geschichte wird zeigen, wer für die sinnlosen Opfer verantwortlich ist, da geht es nicht mehr um ein Stück Papier.

Und für Frau Roth habe ich auch noch eine Empfehlung, jetzt wo wir kein Verteidigungsminister haben, sollte sie sich ein Stahlhelm geben lassen und unsere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan besuchen, ruhig auch mit Fernsehkamera. Nehmen Sie den Herrn Trittin mit, und erklären Sie den Soldaten das der Einsatz in Afghanistan gescheitert ist, und modivieren Sie die Soldaten weiter ihr Leben für die gute Sache zu opfern.
Redaktion gruene.de
02-03-11 10:55
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Thomas
02-03-11 10:06
Sehr unglaubwürdig, wie sich die Grünen in der ganzen Affäre verhalten haben. Ich habe zwar immer für Guttenberg Symphatie empfunden, aber meine Stimme gehörte den Grünen. Die wandert jetzt zu der CDU.
Joachim
02-03-11 08:57
Tatsächlich hatte ich ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, die Grünen zu wählen.
Dank Herrn Tritin wird das nun garantiert nicht mehr eintreten. Dieser Mann ist neben Frau Kynast eine wirkliche Schande für die Grünen, ganz besonders für den Bundestag.
Ein Abgeordneter, der Herrn zu Guttenberg als Felix Krull der bundewehr bezeichnet und den Rücktritt als Blamage für rau Merkel symbolisiert, selbst aber als Minister den Widerspruch Flaschenfand für Einwegflaschen eingeführt hat und damit den Rückgang von echten Pfandflaschen, nämlich das Gegenteil ausgelöst hat sollte zunächst erst einmal an seinen eigenen Fähigkeiten zweifeln. Sie alle haben sich das Proletenniveau der SPD begeben. - Dumm gelaufen!
Frank
02-03-11 08:55
Bravo, die Intriganten haben gesiegt.

Selber haben sie nichts zuwege gebracht während der Zeit ihrer Regierungsbeteiligung. Aber dafür können sie sehr gut nachtreten und im trüben fischen.

Herr Guttenberg hat zumindest seine Ausbildung bzw. sein Studium abgeschlossen.

Sehr geehrte Frau Roth,
welche abgeschlossene Ausbildung bzw. Studium haben sie eigentlich vorzuweisen. Es ist doch merkwürdig das in ihrer Vita (http://www.claudia-roth.de/vita/) folgendes geschrieben steht:
"Sie begann in München Theaterwissenschaften zu studieren und ging später nach Dortmund."
Ich würde das genau so als Betrug bezeichnen da sie Ihr Studium nach 2 Semestern abgebrochen haben, aber das mit keinem Wort erwähnen.
Vieleicht sollten sie künftig mal in Erwägung ziehen eine Weiterbildung zu besuchen damit sie wenigstens einen Abschluss vorweisen können.

Gruß Frank
Trine
02-03-11 08:46
Wer stoppt endlich das arrogante und selbstherrliche Aufreten des Herrn Trittin. Das Auftreten im Bundestag war peinlich,billig,dumm,...eines Politikers nicht würdig. Das hat nichts mit Kritik und Aufarbeitung zu tun! Es muss drauf gehauen werden und dann klopft man sich noch auf die Schulter, wie gut man ist - SO kann man in der freien Wirtschaft/in einem Unternehmen mit den Menschen nicht arbeiten. Wenn Schüler an den Schulen so miteinander umgehen, ereifern sich auch die GRÜNEN, die Bodenhaftung geht immer mehr verloren. Das versteht auch kein Wendländer mehr, was die Grünen hier abgeben.........Die Grünen kann man nicht wählen nach so einem Auftritt
Kommentar

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