Ein Roter sieht grün

Der Umgang mit Thilo Sarrazins Thesen in der sozialdemokratischen Partei veranlasste Sergey Lagodinsky zum Austritt. Wir GRÜNE freuen uns, ihn als neues Parteimitglied begrüßen zu können.

Cem Özdemir begrüßt den Neu-Grünen Sergey Lagodinsky.

Lagodinsky sagte der Süddeutschen Zeitung (SZ), er freue sich auf eine Partei "voller gestalterischer Energie und gelebter Vielfalt". Er werde sich bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für "Gleichberechtigung" und "soziale Mobilität" einsetzen. Lagodinsky ist im Gemeindeparlament der Berliner Kultusgemeinde, und er gründete den "Arbeitskreis Jüdischer Sozialdemokraten".

Cem Özdemir sagte der SZ, er kenne Lagodinsky schon seit einigen Jahren und schätze den Gedankenaustausch mit ihm. Dieser würde die Grünen mit seinen Kompetenzen und seinem Hintergrund verstärken.

In einem Brief an Andrea Nahles vom 23. April 2011 erklärt Lagodinsky seine Austritts-Entscheidung wie folgt: Er könne es zwar in einer Partei mit einem Sarrazin aushalten, aber er könne es nicht „in einer Partei aushalten, die sich aus Angst vor dem Stammtisch einem Sarrazin nicht stellen will. Oder noch schlimmer: die nicht mal weiß, ob sie das will. (…) Selten waren zahlreiche junge SPD-Mitglieder betrübter und beschämter über die eigene Partei als sie es am Karfreitag waren." Die Debatte um die Thesen Sarrazins gehe nicht um Integration, "das Thema Sarrazin ist Toleranz. Das Thema Sarrazin ist nicht Meinungsfreiheit, das Thema Sarrazin ist Respekt." Dass die Parteispitze dies nicht sehe, sei "ein Symptom für den Zustand der Partei, die nach sich sucht und eine Leere findet." Der Vorgang sei bezeichnend "für die allgemeine Orientierungslosigkeit der Partei im Umgang mit Vielfalt als brennendem Thema unserer Gegenwart.“

Wir GRÜNE freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.

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Kommentare

Elmar
09-06-11 00:08
Ihr Grüne könnt einfach nicht begreifen, das die Mehrheit der Deutschen Thilo Sarrazin in seinen Ansichten zustimmt, weil sie jeden Tag die Paralelgesellschaft und die mangelnde Integration erleben.

In einer Demokratie alle Andersdenkenden als Rechts,Nazis oder andere schlimme Zeitgenossen zu bezeichnen ist schwachsinnig.

Hoffentlich bleibt uns eine Regierungsbeteiligung der Grünen in Zukunft erpart. Das würde Multikulti, Homoehe, und andere abstrusen Auffassungen bedeuten. Je weniger Deutsche in diesem Land leben umso besser, nein Danke.

Habe mich schon lange von dieser einseitigen Berichterstattung in den Medien verabschiedet und die "Junge Freiheit" abonniert. Diese Wochenzeitung berichtet neutral und mit Hintergründen was wirklich in diesem Land passiert.
Ben
08-06-11 16:05
Ich würde mich sehr freuen wenn Sergey Lagodinsky sich um einen jüdischen Kreis in B90/Grüne kümmern würde.
Die Grünen sollten weiterhin verstärkt darauf aufmerksam machen, dass sie uneingeschränkt für Israel auf einer 1967 Basis sind.
Wenn wir den verbliebenen progressiven jüdischen Mitbürger eine Plattform geben, wird auch Israel und der dort eher konservative Mainstream für solche Positionen Verständnis haben.
Insbesondere hoffe ich da, dass Michel Friedmann sich aktiv in den deutschen Medien für die 2 Staatenlösung einsetzt, ist er doch in vielen Bereichen zur religiösen Verständnis engagiert.

Dieser Wechsel ist ein Stück weit Symbol für die ganze Gesellschaft. Ist es in Amerika schon lange üblich, dass Intellektuelle, Bildungsbürger und Menschen mit jüdischem Hintergrund die "Demokratische Partei" wählen (also die progressivere Partei), wird in Deutschland auch immer mehr B90/Grüne zum Sammelpunkt dieser Schichten.

Insbesondere bei Mitbürger aus dem jüdischen Feld wurde noch vor 20 Jahren fast einheitlich "bürgerlich" also CDU/FDP gewählt. Dass dies nun nicht mehr so ist, zeigt, dass eben diese Parteien nicht mehr "bürgerlich" sind.

Für eine bessere, eine gute, eine linke, eine offene Gesellschaft brauchen wir alle, Deutsche, Migranten, Atheisten/Agnostiker, Christen, Moslems aber auch Juden.
Es ist schön das B90/Grüne nun nochmal mehr für dieses gemischte Gesellschaftsbild steht.
Kommentar

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