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Nach der Ankündigung von Angela Merkel, den niedersächsischen CDU-Politiker Christian Wulff als Bundespräsident vorzuschlagen, werden Grüne und SPD mit Joachim Gauck in die Wahl am 30. Juni gehen. Der ostdeutsche Bürgerrechtler genießt parteiübergreifend hohes Ansehen und ist ein Angebot an alle Demokratinnen und Demokraten. Schwarz-Gelb hat hingegen die große Chance vertan, einen überparteilichen Kandidaten zu präsentieren. Der konservative Kandidat Christian Wulff steht für Spaltung statt Versöhnung.

am Freitag vormittag haben die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD Joachim Gauck gemeinsam vor der Bundespressekonferenz als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorgestellt. "Wir müssen uns gegenseitig nicht entmutigen, sondern stärker ermutigen," sagte der Bürgerrechtler und Theologe bei der Vorstellung.
Joachim Gauck, 70 Jahre, ist evangelischer Theologe und war im Wendeherbst 1989 ein führender Vertreter der DDR-Bürgerrechtsbewegung. Unter anderem gründete er das "Neue Forum" mit. Er war in der sogenannten „Gauck-Behörde“ der erste Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Gauck, heute Vorsitzender der Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie" genießt hohen Respekt über alle Parteigrenzen hinweg und ist beliebt bis weit ins konservative Lager hinein.
Die Nominierung von Gauck ist auch eine Reaktion auf die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den niedersächsischen CDU-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten Christian Wulff für das Amt des Bundespräsidenten zu nominieren. Diese wurde heute in Berlin von den Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir scharf kritisiert:
"Bundeskanzlerin Merkel hat die Chance vertan, auf die ernste Situation mit einer allseits respektierten Persönlichkeit an der Staatsspitze zu antworten, die auch über Lager- und Parteigrenzen hinaus strahlt und von der Bevölkerung breit akzeptiert wird. Stattdessen ist ihre Kandidatenauswahl von machttaktischem und parteipolitischen Kalkül gekennzeichnet.
Wir bedauern es sehr, dass Angela Merkel unsere Bereitschaft, einen parteiübergreifenden Kandidaten zu unterstützen, der die große Mehrheit der Menschen mitnehmen kann, in den Wind geschlagen hat. Das ist die Fortsetzung des schwarz-gelben Kurses, das Land zu spalten statt zusammenzuführen.
Christian Wulff soll jetzt offenkundig das äußerst wackelige schwarz-gelbe Gebäude stützen. Er ist aber nicht der Rettungsanker, als den Union und FDP ihn präsentieren wollen. Vielmehr ist er der Inbegriff der rückwärtsgewandten Politik von Union und FDP, die uns die gegenwärtige politische Krise erst eingebrockt hat. Er ist Ausdruck eines Kniefalls von Angela Merkel vor den konservativen Hardlinern in der eigenen Partei. Mit Christian Wulff wird Schwarz-Gelb kein Neuanfang gelingen. An diesem Trauerspiel werden wir uns nicht beteiligen."
gruene.de berichtet zeitnah ausführlicher über die Vorstellung.