Fleischeslust
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Seit Jahren ist Renate Künast Deutschlands erste Ansprechpartnerin für Verbraucherinnen und Verbraucher. Gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten in Deutschland und Europa kämpft sie gegen Gentechnik und Agrarfabriken, für gesundes Essen und glückliche Kühe. Als Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion streitet sie für Klima, Gerechtigkeit und Freiheit. Nun führt sie BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in den Bundestagswahlkampf 2009. Ein kurzes Porträt von Deutschlands bekanntester Grünen-Politikerin.

Renate Künast wurde am 15. Dezember 1955 in Recklinghausen/NRW geboren. Sie studierte Sozialarbeit an der Fachhochschule in Düsseldorf. Von 1977 bis 1979 arbeitete sie als Sozialarbeiterin in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel, speziell mit Drogenabhängigen. Später studierte sie Jura und schloss das Studium 1985 mit dem zweiten Staatsexamen ab. Sie ist Rechtsanwältin.
Der Westberliner Alternativen Liste trat sie 1979 bei und war wesentlich am politischen Aufstieg der jungen Partei in der damaligen Frontstadt beteiligt. Während der ersten, turbulenten rot-grünen Koalition in Berlin in den Jahren 1989/90 war sie Fraktionsvorsitzende. Nach ihrem Ende arbeitete sie weiter als Abgeordnete in der grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, bis 1993 und 1998 bis 2000 als deren Vorsitzende, dazwischen als rechtspolitische Sprecherin. Während dieser Zeit profilierte sie sich als schlagfertige Gegenspielerin der großen Berliner Filz-Koalition aus CDU und SPD unter dem damaligen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen.
Im Juni 2000 zog es Renate Künast in die Bundespolitik. Zunächst führte sie gemeinsam mit Fritz Kuhn die Bundespartei als Vorsitzende. Als im Zuge der BSE-Krise im Januar 2001 Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke und Gesundheitsministerin Andrea Fischer zurücktraten, wurde Renate Künast Ressortchefin eines neu zugeschnittenen Ministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Zum ersten Mal wurde damit Verbraucherschutz zum Kernthema einer Regierung. Künast scheute keine Konflikte – sei es mit dem Bauernlobbyisten Sonnleitner oder dem Gentech-Giganten Monsanto. In ihre Amtszeit fällt der Einstieg in die Agrarwende, der Auf- und Ausbau von Verbraucherrechten sowohl im gesundheitlichen wie auch im wirtschaftlichen Bereich ihres Ressorts. Tierschutz wurde endlich groß geschrieben und ein bis dahin nicht für möglich gehaltener Bio-Boom angeschoben.
Nach der Bundestagswahl 2005 wurde Renate Künast – wiederum gemeinsam mit Kuhn - Vorsitzende der Bundestagsfraktion und machte sich um eine programmatische Weiterentwicklung der GRÜNEN vor allem in der Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik verdient. Gemeinsam mit Jürgen Trittin wurde Künast auf dem Bundesparteitag in Erfurt zur Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl gewählt. „2009 wird GRÜN, weil GRÜNE die notwendige Antwort auf die Fragen unserer Zeit haben“, kündigte Künast in Erfurt an.
Co-Spitzenkandidat Jürgen Trittin verspricht: „Mit Renate bekommt ihr die Frau, die im Berliner Abgeordnetenhaus so konsequent für Bürgerrechte gestritten hat, dass Schröder sich 1998 weigerte, sie zur Justizministerin zu machen - aber er musste sie zwei Jahre später als Verbraucherschutzministerin schlucken. Ihr bekommt die Frau, die auch vor 5000 johlenden Bauern nicht einknickt, sondern zu ihren grünen Inhalten steht. Die Frau, die gegen die Agrarlobby die Agrarwende durchgesetzt und so über 100 000 Jobs gesichert und neu geschaffen hat. Ihr bekommt eine bewährte Krisenmanagerin und Verbraucherrechtlerin, eine Anwältin der dicken Kinder und dünnen Models“.