Liebe Unentschlossene,

Brief von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an alle Wechselwählerinnen und Wechselwähler

Sie wollen am 27. September zur Wahl gehen, wissen aber nicht genau, welche Partei Sie wählen sollen? Geben Sie uns ein paar Minuten, um Sie zu überzeugen.

Fragen Sie sich vielleicht, ob Sie die Grünen oder die SPD wählen sollen?

Dann haben wir ein gemeinsames Ziel: Wir wollen Schwarz-Gelb verhindern. Wir wollen keine Atomkraft, keine soziale Kälte, keinen Überwachungsstaat und bessere Bildung für alle Kinder.

Wir haben alle Chancen, das zu schaffen, denn der Vorsprung von CDU/CSU und FDP in den Umfragen bröckelt. Wir wollen gemeinsam mit der SPD regieren. Wir Grüne sind der Garant, dass Deutschland wieder zum Vorreiter im Klimaschutz wird, dass eine Energiewende stattfindet und die Wirtschaft auf einen grünen, ressourcenschonenden Wachstumskurs gelangt.

Ohne starke Grüne an ihrer Seite fehlt der SPD aber ihr Öko-Motor. Das sieht man auch daran, dass sie noch immer auf den Klimakiller Kohlekraft setzt. Ohne Grüne an ihrer Seite hat die SPD in vier Jahren großer Koalition wenig bis nichts für soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, den Ausstieg aus der Atomkraft, den Schutz der Bürgerrechte oder mehr Bildung erreicht. Im Gegenteil: An vielen Stellen hat sie Stillstand oder gar Rückschritt hingenommen.

Sollte die SPD nach der Wahl wieder in die Arme von Angela Merkel flüchten, ist eine starke grüne Opposition umso wichtiger. Deshalb: Wählen Sie am 27. September GRÜN! Wir sind die treibende Kraft für eine nachhaltige Politik. 

Sie schwanken zwischen Grünen und CDU/CSU?

Zugegeben: Die Damen Merkel und von der Leyen geben sich ja mitunter ganz schön modern. Doch Sie und wir wissen, was wir von der Union nicht bekommen: Klimaschutz. Gesundes, gentechnikfreies Essen. Eine fortschrittliche Frauen- und Familienpolitik. Eine moderne, nachhaltige Wirtschaftspolitik. Den Atomausstieg.

Sind Sie neugierig geworden? Dann lesen Sie doch unsere Briefe an die Verbraucherinnen und Verbraucher, die Frauen, die Unternehmerinnen und Unternehmer oder die Bevölkerung der Carteret-Inseln. Und wenn die Sie überzeugen, sollte Ihnen am 27. September die Entscheidung leicht fallen. 

Sie entscheiden sich zwischen Grünen und Linkspartei?

Dann verbindet uns der Wunsch, dass es in Deutschland gerechter zugeht. Dass sich die Schere zwischen Arm und Reich wieder schließt. Dass Menschen von ihrer Arbeit leben können. Dass größere Vermögen stärker zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben herangezogen werden.

Zwei Dinge aber trennen uns Grüne von der Linkspartei.

Zum einen lässt sich Gerechtigkeit in Deutschland nicht erreichen, indem man den Menschen das Blaue vom Himmel verspricht. Oder glauben Sie an die Parole „Reichtum für alle“ auf dem Plakat von Gregor Gysi?

Zum anderen wissen wir, dass sich Gerechtigkeit in einer globalisierten Welt nur mit einem starken Europa und durch einen fairen Ausgleich mit den Ländern des Südens erreichen lässt. Der Isolationismus und Protektionismus, den Oskar Lafontaine fordert, gefährdet unseren Wohlstand und verschärft Hunger und Armut in den sogenannten Entwicklungsländern. Moderne linke Politiker wie der Attac-Begründer Sven Giegold haben sich auch aus diesem Grund für die Grünen und gegen die Linkspartei entschieden. Tun Sie es auch!

Und es gibt noch ein weiteres Argument gegen die Linkspartei: Bewusstes Fischen am rechten Rand – wie es Oskar Lafontaine im letzten und auch diesem Wahlkampf getan hat – das ist unmoralisch und spielt den Nazis in die Hände. Bestrafen Sie solchen Populismus!

Sie schwanken zwischen Grünen und der FDP?

Dann sind Sie aller Wahrscheinlichkeit nach selbstständig, verdienen nicht schlecht und sind überdurchschnittlich gebildet. Sie lieben die Freiheit. Genau wie wir.

Wir glauben aber: Ohne eine Teilhabe aller an Bildung, Arbeit, Gesundheit und Einkommen bleibt Freiheit ein leeres Versprechen. Wir wollen, dass die Freiheit und der Wohlstand, die wir heute genießen, auch unseren Kindern und Enkelkinder zugute kommt. Wollen Sie das auch? Dann sollten Sie nicht FDP, sondern Grüne wählen! 

Wir hoffen, wir konnten Sie überzeugen, am 27. September grün zu wählen.

Oder zweifeln Sie noch immer? Dann haben wir eine Idee: Wir Grüne sind vom 24. September, 18.00 Uhr bis zum 27. September, 18.00 Uhr rund um die Uhr wach, um jede Ihrer Fragen live zu beantworten. Schauen Sie doch einfach vorbei: dreitagewach.gruene.de.  

Ihre Grünen 

Grün stärken - damit sich was ändert!


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Liebe Nichtwählerinnen und Nichtwähler,

Sie verweigern Ihre Stimme, weil Sie glauben, dass sich ohnehin nichts ändert. Doch Sie sind viel stärker, als Sie annehmen.

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Liebe Jung- und Erstwählende

Sie wissen: Wir brauchen völlig neue Ideen und Konzepte, um mit den gewaltigen Aufgaben fertigzuwerden, die wir vor uns haben.

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Liebe Wählerinnen und Wähler,

Mit diesen Schreiben an verschiedene Gruppen der Bevölkerung wollen wir eine Entscheidungshilfe für die Bundestagswahl am 27. September geben.

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Liebe Herren Bernotat, Großmann, Josefsson, Villis,

er war nicht ungeschickt, Ihr Plan, einen Stimmungswandel pro Atomkraft zu erzeugen

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Liebe Investmentbanker,

uns sind nicht viele Gründe eingefallen, warum Sie uns wählen sollten

Kommentare

spöki
23-09-09 15:10
Die Grünen wollen gemeinsam mit der SPD regieren. Ob die SPD es ihnen danken wird? Wohl kaum, wenn es ihr gelingt, an statt der FDP selbst die Koalition mit der CDU/CSU weiterzuführen. Trotzdem steigen die Chancen der Grünen nicht mit einer Schwächung der SPD. Vorrangiges Ziel muss daher die Schwächung der Partner einer möglichen schwarz-gelben Koalition sein!
Also: Zweitstimme, die den Anteil der Grünen im Bundestag bestimmt, auf jeden Fall an die Grünen vergeben!
Aber: Wo Kandidaten der SPD oder der Linken nur eine knappe Chance auf den Gewinn des Direktmandates haben, diesen die Erststimme geben. Z.B. für die SPD in Nürnberg-Nord (Gloser) und -Süd (Burkert),um Überhangmandate von CDU und CSU zu verhindern, die das Stimmenverhältnis zu deren Gunsten verfälschen.
anonym
21-09-09 09:09
Es erschließt sich mir nicht, warum die Grünen immer die Automobilwirtschaft als den Klima-Sündenbock der Nation glauben identifizieren zu müssen, obwohl man in dieser -für D so wichtigen Industrie- trotz eines sehr harten -u. im Gegensatz zur Energiebereitstellungswirtschaft- funktionierenden Wettbewerbes sehr viel mehr getan hat, als in vielen anderen klimarelevanten Industriebereichen.
Es ist jedoch für die Automobilwirtschaft nicht machbar, einfach nur sparsame Fahrzeuge anzubieten, wenn damit kein ausreichender Absatz einhergeht (s. z.B. VW Lupo TDI...)!

Warum werden andere - z.T. viel kritischere- Klima belastende bzw. klimarelevante Inbdustriesparten nicht od. nicht ausreichend identifiziert:

-Stromerzeuger
-Landwirtschaft/Tierhaltung (Methan-Emissionen)
-Energieeinsparung im Bereich Gebäudeheizung (EneV bleibt weit hinter den techn. Möglichkeiten !)
-Flugverkehr
-Fortswirtschaft (Verbot von Waldabholzung
-(Wieder-)Aufforstung von Waldflächen

Der oftmalige Verweis auf die Emissionen durch die Automobilindustrie ist m. E. auch nur Populismus !
Anonym
21-09-09 00:36
An den Grünen stören mich die populistischen Wahlkampfforderungen. Man sollte Umweltschutz dort betreiben, wo man mit wenig Arbeit viel erreichen kann. Zum Beispiel durch einen besseren ÖPNV, gut ausgebaute Straßen (gegen Stau), eine europaweit einheitliche Flugsicherung und vieles mehr. Was dagegen wenig Sinn macht, ist große Autos zu boykottieren, die immerhin einigen hunderttausend Deutschen einen Arbeitsplatz verschaffen. Der Anteil des PKW-Verkehrs am CO2-Ausstoß ist gering und der Einsatz gegen große Autos ist auch für die Blöden verständlich. Hier stehen aber Kosten (Arbeitsplätze) und Erfolg (minimale Verbesserungen der CO2-Bilanz) in keinem Verhältnis.
Robert Heinrich
19-09-09 01:00
Hallo Joel Simpson,

danke für das Feedback. Wir haben uns bemüht, uns kurz zu fassen. Aber der eine oder andere weitere Link ist sicher sinnvoll. Welche Partei interessiert Sie denn besonders?

Viele Grüße
R. Heinrich (Redaktion)
joel simpson
18-09-09 16:43
Liebe Gestalter von www.gruene.de,

die unentschlossenen Wähler zu erreichen ist extrem wichtig. Daher bin ich enttäuscht von den eher oberflächlichen Argumentationen bezüglich der anderen Parteien, die hier im Unentschlossenen-Brief zu finden sind.
Ich habe Links zu längeren Dokumenten erwartet, die die falsche Versprechungen, Giftlisten, und Mogelpackungen der anderen Parteien genau beschreiben. Diese Informationen sind in den internen Argumentationshilfen vorhanden. Wie schwierig wäre das, diese Dokumente druckreif zu editieren und ins Netz zu stellen? Ein unentschlossener Wähler, der die Mühe macht, bei www.gruene.de vorbeizuschauen, sucht fundierte Gründe, warum er die anderen Parteien nicht wählen soll. Ein paar allgemeinplätze reichen nicht, um ihn zu überzeugen. Bitte nachbessern!
Claudia
18-09-09 12:12
Danke für die ausführliche Antwort. Ich fände eine Beteiligung der Linken an der Regierung immer noch sinnvoll... damit es mit der SPD nicht nur ökologischer, sondern auch sozialer zugeht.
Trotzdem, meine Zweitstimme habt ihr.
Redaktion
17-09-09 23:10
Hallo Claudia,

es ist richtig, dass die Partei "Die Linke" und die Grünen sich in einigen Punkten programmatisch recht nah stehen. Auf Bundesebene wird ein Regierungsbündnis mit dieser Partei aber aus zwei Gründen nicht zustande kommen: Zum einen ist die Linkspartei selbst nicht bereit Regierungsverantwortung zu übernehmen, sondern übt sich lieber in einer populistischen Politik der teuren Versprechungen, die Verantwortung einfordert, sich aber selbst immer wieder der Verantwortung entzieht und die Europa ablehnt. Zum anderen hat auch die SPD ein solches Bündnis bis 2013 ausgeschlossen. Auf Landesebene ergeben sich zum Teil andere Konstellationen und werden deshalb von den Landesverbänden auch unterschiedlich beantwortet. Das unterstützen wir. Zu Afghanistan haben wir Grüne übrigens eine sehr klare Position, die Du hier nachlesen kannst:
http://www.gruene-partei.de/cms/files/dokbin/303/303089.flugblatt_afghanistan.pdf

Zur Frage Deiner Stimmenabgabe: Es ist wahr, dass eine Stimme für die Linke eine Stimme für Angela Merkel ist, weil sie die Wahrscheinlichkeit für die Fortsetzung der Großen Koalition erhöht. (Auch) deshalb ist Deine Zweitstimme bei den Grünen besser aufgehoben. Die Frage der Erststimme hängt ein bisschen von Deinem Wahlkreis ab. Hier kommt es vor allem darauf an, CDU-Direktmandate zu verhindern, damit Schwarz-Gelb nicht auf dem Umweg der Überhangmandate an die Macht kommt.

Viele Grüße
Redaktion gruene.de
Redaktion
17-09-09 22:25
Hallo Marie,

auch wenn nicht alle onlineaffinen Menschen automatisch PiratenanhängerInnen sind, sprechen wir diese Frage im Brief an die Netizens an: http://www.gruene.de/index.php?id=143&tx_ttnews[tt_news]=1353

Grüße,

die gruene.de-Redaktion
Marie
17-09-09 20:46
Warum keinen Aufruf an die, die zwischen den Grünen und der Piratenpartei schwanken? Besonders im Internet dürfte es doch davon mehr geben.
Redaktion
17-09-09 16:21
Hallo Anna, zweierlei kannst Du ihnen sagen:

1. Rein rechnerisch verhindert eine Stimme für die Grünen schwarz-gelb genauso gut wie eine Stimme für die SPD.

2. Die SPD hat in den letzten 4 Jahren bewiesen, dass sie in der Großen Koalition keine grüne Politik durchgesetzt hat. Sie hat beim Klimaschutz mit auf der Bremse gestanden, will neue Kohlekraftwerke bauen, hat weiter Hartz IV verschärft und die Vorratsdatenspeicherung eingeführt. Deshalb ist es auch im Falle einer Neuauflage der Großen Koalition wichtiger die Grünen (in diesem Fall in der Opposition) zu stärken als die SPD. Denn die Grünen haben bewiesen, dass sie auch aus der Opposition heraus Politik gestalten, Themen setzen und die Regierung trieben können. Jede Stimme ist zugleich ein Seismograph dafür, welches Gewicht grüne Themen wie Klimaschutz oder der ökologische Umbau der Wirtschaft in dieser Republik wirklich haben. Wenn die Grünen stark werden, kommen auch die anderen Parteien um diese Themen nicht drumrum.

Grüße,
Die Redaktion
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