Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund,

Briefe zur Wahl: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an Migrantinnen und Migranten

für uns sind Sie ein gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft. Wir wollen, dass Sie tatsächlich dazu gehören. Deshalb kämpfen wir für ein weltoffenes, ein tolerantes Land, das seinen Reichtum an Kulturen, Ideen und Talenten schätzt und nutzt.

Ein Land, in dem die Kulturen und Religionen miteinander und nicht gegeneinander agieren. Ein Land, das null Toleranz für Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus zeigt.

Viele Menschen nicht-deutscher Herkunft haben den Weg in unsere Partei gefunden und übernehmen in den Kommunen, den Ländern oder – wie Cem Özdemir – als Parteivorsitzender politische Verantwortung. Immer mehr bereichern und gestalten unser Land - in der Wirtschaft ebenso wie in der Kultur und im Sport.

Es wird aber Zeit, dass noch viel mehr von Ihnen den sozialen Aufstieg schaffen, auch in Unternehmen und in der öffentlichen Verwaltung. Es stimmt, dass das zuerst einmal die Aufgabe jeder und jedes einzelnen ist, denn die notwendigen Qualifikationen zu erwerben kann einem niemand abnehmen. Aber klar ist auch, dass dieser Aufstieg für viele von Ihnen – egal wie hart Sie arbeiten – blockiert ist.

Deshalb möchten wir mit Ihnen für Chancengleichheit in der Arbeitswelt und in der Bildung kämpfen. Wir wollen zum Beispiel, dass alle Kinder – egal ob deutscher oder nicht-deutscher Herkunft - an guten Schulen länger gemeinsam lernen und dass nicht manche trotz Begabung auf Hauptschulen aussortiert werden, während andere aufs Gymnasium wechseln.

Was hat die große Koalition geleistet?

Diese Bundesregierung hat nichts getan, um Ihre Situation zu verbessern. Sie hat vielmehr die Einbürgerung durch Einbürgerungstests ebenso erschwert wie den Familiennachzug. Gegen Ihre Diskriminierung zu kämpfen, bedeutet für uns aber nicht zuletzt, dass der im Grundgesetz festgeschriebene Schutz der Familie auch für Sie gelten muss. Deshalb setzen wir uns für einen einfachen Familiennachzug ein.

Ein weiteres Beispiel für eine schwarz-rote Politik, die sich Integration auf die Fahnen schrieb und dabei nur Gräben vertieft hat, ist der Zwang, sich entweder für oder gegen die deutsche Staatsbürgerschaft zu entscheiden.

Immerhin erfolgt schon seit Jahren fast jede zweite Einbürgerung mit doppelter Staatsbürgerschaft. Das verschweigt diese Bundesregierung allzu gerne, denn der Doppelpass soll nur für manche möglich sein, für andere aber nicht. Wir sind für die doppelte Staatsangehörigkeit und gegen den Optionszwang.

Sich zu integrieren bedeutet für uns insbesondere, die Grundwerte unserer Verfassung zu akzeptieren. Es bedeutet aber nicht, einen Teil der eigenen Identität komplett abzulegen. Es ist nicht richtig, junge Menschen zu zwingen, sich für oder gegen eine ihrer Staatsbürgerschaften zu entscheiden.

Und es ist ein Irrsinn zu glauben, dass Deutsche mit mehreren Staatsangehörigkeiten weniger loyal zu unserem Land und zu unserem Grundgesetz wären als Deutsche mit einfacher Staatsangehörigkeit.

Solange CDU/CSU regiert – mit SPD oder FDP – wird die Politik nicht der Realität des Einwanderungslandes Deutschland gerecht, werden Menschen nicht-deutscher Herkunft nicht als wirklich gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft anerkannt werden.

Genau dafür setzen wir uns aber ein: Für Ihre Anerkennung als gleichberechtigter Teil dieses Landes, das auch Ihr Land ist. Eine Stimme für GRÜN am 27. September ist eine Stimme für eine Kultur der Anerkennung, der Gleichberechtigung und der Teilhabe. Lassen Sie uns gemeinsam ein neues Deutschland gestalten, in dem unsere Geschichten zu einer gemeinsamen Geschichte werden.

Ihre Grünen

 

Grün stärken - Damit sich was ändert!


Diesen Brief twittern
  Diesen Brief twittern


Brief auf Facebook posten
  Diesen Brief auf auf Facebook posten

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Tuerkei_Deutschland_qnibert00_Flickr_CC_BY-NC_20_225x130.jpg

Eine größere Offenheit für Vielfalt

Ein Interview mit Cem Özdemir über Integration, ein durchlässigeres Bildungssystem und sein neues Buch.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/verbraucher_bh.jpg

Liebe Verbraucherin, lieber Verbraucher,

Sie sind unsere Verbündeten im Kampf um nachhaltig produzierte Produkte

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Tuerkei_Deutschland_qnibert00_Flickr_CC_BY-NC_20_225x130_01.jpg

Einwanderung, Integration und Asylpolitik

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Migrantinnen und Migranten sind Teil unserer Gesellschaft. Vielfalt ist Bereicherung und bedeutet zugleich Herausforderung.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/carteret_bh.jpg

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner der Carteret-Inseln,

Ihre Heimat wird bald das erste Opfer des Klimawandels sein

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/nichtwaehler_bh.jpg

Liebe Nichtwählerinnen und Nichtwähler,

Sie verweigern Ihre Stimme, weil Sie glauben, dass sich ohnehin nichts ändert. Doch Sie sind viel stärker, als Sie annehmen.

Kommentare

Frank Ludin
08-01-11 15:13
Genau dieser undifferenzierte Aufruf der Grünen ist, warum ich mich von dieser Partei abgewendet habe. Geordnete Migration ist für unser Land richtig. Sie muss aber die Vermischung zulassen. Menschen, die nach Deutschland einwandern, um Ihre Glaubensrassismus und Frauenverachtung freien Lauf zu lassen, gehören bedingungslos bekämpft. Genau das tun die Grünen nicht, sondern fördern es noch.

Ich fordere die Grünen auf, dem Islam die Schranken zu weisen. Dazu gehört ein Verbot von politischen Indoktrinationszentren (Moscheen), die z.B nach Geschlechtern trennen und eine konsequente Haltung gegen Glaubensrassisten (siehe dazu http://www.islam.de/1641.php#juc/mischehe03.html).
c s
17-07-10 09:27
Hi,

lebe zwangsweise - da ich drei kinder habe - kreuzberg ecke neukölln.
mehr sage ich nicht.
ich kann hier nicht wegziehen.
ich habe inn berlin studiert, alles war gut, lebte mit den türken oder türkisch-deutschen bestens zusammen.
langsam entwickelte es isch ende der 70er negativ.

jetzt ist es os, daß meine 2 älteren töchter nicht mehr in eine nahegelegene disco können, ich bin nach zwei herz-anfällen auch kein großer schutz, eher ein witz - wenn es für die kids darum geht, unbeschadet, unbeleidigt, unbetatscht - oder schlimmerem an ganzen horden aggressiver jugendlicher mit migrantenhintergrund vorbeizukommen.
was soll ich tun?
ich fand nun dies, NICHT auf einer rechtsradikalen website.

kann es also sein, daß vieles ganz anders ist, als herr stroebele, ich habe immer gruen gewaehlt, es darstellt.
auch wenn ich 40 prozent abziehe: verstaerkte arbeitslosigkeit, quasi im niemandsland leben - nicht türke nicht deutsch -, möglicherweise strengere verfolgung durch die behörden:

wären es immer noch 50 prozent.
ich glaube mit einem abzug von 40 % war ich wohlwollend.

bitte also bei kommentaren über integration etwas vorsichtiger wein zu wollen, ehe man bei seinen wählern in absolute unglaubwürdigkeit stürzt.

ob sich - bei wenigen ausnahmen - die hier rumtobenden rudel, mit verlaub, von 99 prozent (keine abzüge) muslimen(je ein portugiese hier mal vor gericht gestanden?, griechen,...):
für unsere antiatom-politik erwärmen?
das sagt vielleicht noch einer, h.c. stroebele.

meine mutter geht gar nicht mehr raus. schon lange.

hier das, was hoffentlich nicht wieder als pamphlet bezeichnet wird.

und wenn es 10 prozent wären, so lange die vor der aburteilung meine kinder verhöhnen und angreifen, was ja identisch sein kann. wähle ich erst mal nicht mehr.

vielen dank für die geduld,

gruß

c - hier der o.g. text:

- Presseabteilung -
Pressemitteilung vom 07.02.2010
zum Mangel an muslimischen Seelsorgern in den Berliner Haftanstalten
Ungerechtigkeit im Berliner Justizvollzug
Islamische Religionsgemeinschaft fordert Seelsorger für muslimische Häftlinge

Rund 90 Prozent der Häftlinge, die zur Zeit in Berliner Haftanstalten einsitzen, sind Muslime. Sie haben bislang nicht die Möglichkeit, sich mit einem Seelsorger ihrer Konfession zu besprechen. Katholische und evangelische Geistliche werden dagegen vom Staat als Häftlings-Seelsorger bestellt. Die Geistlichen haben Vollzeit-Stellen, die vom Steuerzahler bezahlt werden. Sie verrichten Pionierarbeit im Hinblick auf seelische Betreuung der Gläubigen. Für viele Häftlinge bietet der Seelsorger die einzige Möglichkeit, Sorgen und Nöte zu besprechen und den oft menschenunwürdigen Alltag im Strafvollzug zu ertragen. Besonders die Untersuchungshaft ist für die Häftlinge wegen des so genannten "Haftschocks" eine gefährliche Zeit. Die Zahl der Selbstmorde in der Berliner U-Haft ist besorgniserregend hoch. Zur Zeit kümmern sich die christlichen Angestellten auch um die muslimischen Häftlinge - doch Zeitmangel und kulturelle Schranken verhindern, dass diese Hilfe wirklich ankommt.

Die Islamische Religionsgemeinschaft will das ändern.
Zusammen mit anderen muslimischen Organisationen will sie der Berliner Justizsenatorin Vorschläge zur Verbesserung der Situation unterbreiten. Unter Berufung auf das Gleichstellungsprinzip fordert Abdurrahim Vural: "In der JVA Moabit sind von 08:00 bis 17:00 Uhr christliche Geistliche für die Insassen da. Wir werden uns dafür engagieren, dass auch muslimische Geistliche bereit gestellt werden." Insbesondere im Hinblick auf die hohe Selbstmord-Rate in der Untersuchungshaft findet er diese Entwicklung längst überfällig: "Ein großer Teil der Selbst-Tötungen passiert in der Untersuchungshaft. Während einer Zeit, in der die Ungewissheit das Leben der Inhaftierten bestimmt, ist eine Betreuung durch einen Seelsorger immens wichtig."
Auch im Hinblick auf die angestrebte Resozialisierung will sich die Islamische Religionsgemeinschaft engagieren: "Per Gesetz stehen einem U-Häftling bei Freispruch 13,- € Entschädigung pro Haft-Tag zu. Oftmals haben diese Menschen aber nach einer monatelangen Untersuchungs- oder Straf-Haft - ob nun berechtigt oder nicht - sämtliche Kontakte, Wohnung und Arbeit verloren. In dieser Lage braucht ein Mensch besondere Hilfe, damit er nicht gesellschafts-unfähig oder gar wieder kriminell wird."

Die Islamische Religionsgemeinschaft mit Sitz in Berlin ist satzungsgemäß bestrebt, die Toleranz zwischen den Weltreligionen und den dahinter stehenden in Berlin lebenden Bürgern verschiedener Nationalitäten herzustellen. Sie möchte damit einen Beitrag zu einer besseren, friedlicheren und toleranten Welt leisten. Daher vertritt die Religionsgemeinschaft zwar selbstbewusst die islamischen Lehren, lehnt jedoch ausdrücklich jegliche Form fundamentalistischer Strömungen oder gar Aufrufe zur Gewalt gegen Andersdenkende ab.

Einen Kommentar zu diesem Thema finden Sie auf unserer Internetseite.

Berlin, den 07. Februar 2010

Av. Mehmet Ayhan
Pressesprecher



Mitteilung vom 07.02.2010
Rückfragen: Chef vom Dienst
Telefon: 030 / 841 15 730
Telefax: 030 / 841 15 728
E-Mail: info@islamische-religionsgemeinschaft.de
Internet: http://www.islamische-religionsgemeinschaft.de
c s
17-07-10 09:05
hab keine webpage. was tun?
alev
24-09-09 01:40
ich wähle grün!!! und bin der gleichen meinung wie engin! stzdiengebühren in ganz deutschland abschaffen!!!
Engin
22-09-09 02:49
Ich wähle CEM und die Grünen... und hoffe dass ihr es irgendwie hinbekommt, dass die Studiengebühr in BW und am besten in der BRD abgeschafft wird !
Kommentar

Wir freuen uns auf Meinungen zu diesem Artikel. Bitte beachtet unsere Nutzungsbedingungen.
Die Kommentarfunktion dient nicht dazu, direkt mit uns Kontakt aufzunehmen oder Fragen zu stellen. Dafür haben wir ein Kontaktformular.



CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.