Fleischeslust
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Atomkraft, Briefe, Wahlaufruf

Sie haben ja richtig blödes Pech gehabt. Dabei war er nicht ungeschickt, Ihr Plan, einen Stimmungswandel pro Atomkraft zu erzeugen.
Eine Kanzlerin, die Ihre Schrottreaktoren als die „sichersten Kernkraftwerke“ bezeichnet; die Legende vom billigen Strom, das Gerede von der Atomkraft als „Brückentechnologie“. Und schließlich eine von der Stromkundschaft bezahlte Werbekampagne für die Atomkraft. Am Allerbesten fanden wir die Geschichte von der Stromlücke – die war so dreist zusammengelogen, dass man sie fast hätte glauben können.
Doch dann das: Ein paar Monate vor der Wahl fliegt Ihnen der Pannenreaktor Krümmel um die Ohren. War da eigentlich Homer Simpson am Steuerpult? Und dann noch das Versuchsendlager Asse, das schon nach zwei Jahrzehnten in radioaktiver Lauge absoff. Obendrein fliegt die Fälschung der Gorleben-Akten auf, die Sie und uns nach der Bundestagswahl noch in einem Untersuchungsausschuss beschäftigen wird. Alles dumm gelaufen, aber die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zahlen ja, nicht wahr?
Mal ganz im Ernst: Im Juni dieses Jahres waren zeitweise gleich sieben Ihrer Atomkraftwerke nicht am Netz. Sind deswegen in Deutschland die Lichter ausgegangen? Nein, wir haben im Gegenteil weiterhin Strom ins Ausland exportiert.
Es ist ein bisschen so, als würden Sie in der Sahara Heizdecken verkaufen wollen. Mit dem Unterschied, dass Sie riesige Gewinne machen, obwohl Ihr Produkt niemand braucht. Jeder Tag, den Ihre Reaktoren nach der Wahl am 27. September länger am Netz bleiben, spült Ihnen eine Million Euro in die Kasse - pro AKW wohlgemerkt.
Ein schöner Gewinn, vor allem wenn man bedenkt, mit wie vielen Steuermilliarden die Verbraucherinnen und Verbraucher in den Jahrzehnten zuvor Ihre Risikotechnologie subventioniert haben. Ein feines Geschäft, wenn man sich vor Augen führt, dass die alten Kisten schon seit Jahren abgeschrieben sind.
Logisch, dass Sie versuchen, die Alternativen so lange wie möglich zu verhindern: Strom aus Sonne oder Wind? Um Gottes Willen, das bringt die schönen Monopole in Gefahr.
Am schlimmsten ist, dass Sie Monat für Monat kiloweise strahlenden Müll produzieren und selbst nicht den Hauch einer Ahnung haben, was damit passieren soll.
Nein, wir setzen den Atomausstieg ohne Wenn und Aber fort. Wir wollen eine Energieversorgung, die uns nicht von einer weiteren endlichen Quelle abhängig macht und folgende Generationen für Jahrhunderte belastet. Wir werden Ihnen mit einer Brennstoffsteuer ein wenig von den ungerechtfertigten Profiten abzweigen, die Sie mit Ihrem Atomstrom verdienen.
In den kommenden vier Jahren werden wir acht weitere Meiler vom Netz nehmen. Die Einzigen, die Ihnen jetzt noch helfen können, sind CDU und FDP. Aber eigentlich auch nicht. Denn wir werden verhindern, dass die am 27. September die Mehrheit haben.
Kernige Grüße,
Ihre Grünen
Grün stärken - damit sich was ändert!