Anträge und Tagesordnung

Wasserstoff in der Energiewende

Nummer des Antrags: V-07 - Verschiedenes

AntragsstellerIn: Harald Grendus (KV Odenwald-Kraichgau)

Weitere AntragsstellerInnen: Krystyna Grendus (KV Odenwald-Kraichgau), Axel Katzmann, Jürgen Eiselt, Hagen Wagner (alle KV Frankfurt am Main), Göran Graczikowski (KV Aalen), Stefan Seitz (KV Odenwald-Kraichgau), Werner Weindorf (KV München), Walter Schüschke (KV Hamburg-Altona), Astrid Schneider (KV Charlottenburg-Wilmersdorf), Dietlinde Bader-Glöckner (KV Karlsruhe-Land), Simone Heitz (KV Neckar-Odenwald), Karen Ehlers, KV Böblingen, Uwe Flüß (KV Ettlingen), Birgit Brachat-Winder (KV Konstanz), Maike Pfuderer (KV Stuttgart), Jörg Rupp (KV Karlsruhe), Michael Kahle (KV Biberach), Uli Wößner (KV Biberach), Anja Küfner (KV Böblingen) und weitere

Die Bundesdelegiertenkonferenz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beauftragt die Bundestagsfraktion und den Bundesvorstand, die Produktion von Wasserstoff aus Windkraft und Photovoltaik als wichtigen Beitrag zur Energiewende voranzutreiben.

Begründung:

  1. Wasserstoff eignet sich zur dezentralen Speicherung und zum Transport von Energie.

  2. Die Orientierung auf Wasserstoff als Energieträger vermeidet die weitere Anreicherung der Atmosphäre mit Kohlendioxid.

  3. Die Tank-Teller-Problematik wird gelöst, da keine Konkurrenz zu Nahrungsmitteln besteht.

  4. Die kriegerischen Auseinandersetzungen um energetische Rohstoffe werden beendet.

  5. Es gibt keine Verknappung des Rohstoffes Wasser in einer Solar-Wasserstoff-Wirtschaft.

  6. Busse mit Wasserstoffantrieb (Brennstoffzelle) wären eine wünschenswerte zivile Anwendung.

  7. Eine kohlenstofffreie Metallurgie ist mit Wasserstoff machbar.

  8. Die durch Wasserstoff gestärkte energetische Eigenständigkeit der Kommunen verringert deren wirtschaftliche Anhängigkeit und Fremdbestimmung.

  9. In dem Dreiklang von Windenergie, Photovoltaik und Wasserstoffnutzung zeigen die Grünen ihre naturverträgliche ‚Technikfreundlichkeit.

  10. Die gegen die Nutzung von Elektrolysewasserstoff gerichteten Argumente sind, ähnlich den Argumenten, die schon gegen die Windenergie und Photovoltaik vorgebracht wurden, nicht haltbar.

Kommentare

Edgar Uden
16-11-12 13:11
Die Speicherung von Wasserstoff über längere Zeit ist technisch anspruchsvoll bzw. energieaufwändig. Die Weiterverarbeitung zu Methanol oder Methan daher durchaus sinnvoll, da diese Stoffe einfacher handhabbar sind. Methanol kann als Treibstoff für Ottomotoren verwendet werden. Methanol aus überschüssigem Wind- oder Solarstrom stellt damit einen anderen Weg der Elektromobilität dar.
Thomas
08-11-12 15:42
Großartig! Wir ersetzen ein Treibhausgas (Kohlendioxid) durch ein noch stärkeres Treibhausgas (Wasserdampf).
Harald
19-10-12 20:38
Lieber Patrick! Wasserstoff ist nicht schlecht speicherbar! Um mögliche Produktionsstörungen bei der großtechnischen Verarbeitung von Gasen abzufangen, verwendet man Gasometer (Gasspeicher). Für die zukünftige energetische Eigenständigkeit der Kommunen werden auch Gasometer zur Speicherung des Elektrolysewasserstoffs die beste Lösung sein. Industriegeschichtlich betrachtet, hatte in Deutschland jede Stadt einen Gasometer. Wenn du noch Fragen zur Solar-Wasserstoff-Wirtschaft hast, dann kannst du dich auch an die Basis-Initiative-Pro-Wasserstoff mit der E-Mail-Adresse bipw.info@yahoo.de wenden.
Harald
19-10-12 20:34
Lieber Patrick! Wasserstoff ist nicht schlecht speicherbar! Um mögliche Produktionsstörungen bei der großtechnischen Verarbeitung von Gasen abzufangen, verwendet man Gasometer (Gasspeicher). Für die zukünftige energetische Eigenständigkeit der Kommunen werden auch Gasometer zur Speicherung des Elektrolysewasserstoffs die beste Lösung sein. Industriegeschtlich betrachtet, hatte in Deutschland jede Stadt ein Gasometer. Wenn du noch Fragen zur Solar-Wasserstoff-Wirtschaft hast, dann kannst du dich auch an die Basis-Initiative-Pro-Wasserstoff mit der E-Mail-Adresse bipv.info@yahoo.de wenden.
Patrick
14-10-12 12:58
Da der Wasserstoff an sich schlecht speicherbar ist, sollte im Antrag zumindest noch erwähnt werden, dass die Forschung an Katalysatoren voran getrieben werden muss, mit deren Hilfe der Wasserstoff (durch Reaktion mit CO oder CO2) in Methanol oder längerkettige Kohlenwasserstoffe (Fischer-Tropsch-Synthese) umgesetzt und so gespeichert werden kann.
Somit könnte man auch die Vorhandene Infrastruktur besser nutzen!
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