Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
Eine Geschichte über unfaire Ausnahmen, die Schwarz-Gelb der Industrie gewährt. MEHR
Wie wir bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern werden können. MEHR
Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist. MEHR
Alle Infos rund um EU-Fiskalvertrag, ESM und die Position der Grünen. MEHR
Grüne Mitglieder können zehn Projekte für die Bundestagswahl 2013 auswählen. MEHR
Nummer des Antrags: V-05 - Verschiedenes
AntragsstellerIn: Dr. Philipp Schmagold u.a.
Weitere AntragsstellerInnen: Rozsika Farkas, KV München; Hartmut Neubauer, KV Köln; Ines Advena, KV Münster; Stephan Hofacker, KV-Coesfeld; Jutta Paulus, KV Neustadt/Weinstr.; Sebastian Seibel, KV Mannheim; Ute Haferburg, KV Göttingen; Andreas Knoblauch, KV Salzgitter; Lüder Thienken, KV Görlitz; Jürgen Holwein, KV Freiburg; Stephan Heymann, KV Hamburg-Wandsbek; Andreas Hoffmann, KV Fulda; Joachim Busse, KV Diepholz; Klaus-Peter Schubert, KV München-Land; Christoph Heidenhain, KV München; Lars Andersen, KV Hamburg-Altona; Mathias Wittmann, KV Dortmund; Lutz Bauer, KV Freiburg; Klemens Griesehop, KV Pankow Berlin u.a.
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN mögen beschließen:
Begründung:
Finanzielle Anreize, zum Beispiel steuerliche, verstärken die Nutzung umweltfreundlicher und sozialverträglicher Rohstoffe, Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Die Kosten der negativen externen Effekte fließen bisher nicht oder nur in geringem Maße in den Verkaufspreis ein. Diese Kosten werden durch die hiermit vorgeschlagene Reform der Umsatzsteuer stärker in die Gesamtkosten der Rohstoffe, Produkte, Verfahren und Dienstleistungen einbezogen.
Diese Internalisierung externer Effekte wird von Wissenschaftler_innen verschiedener Fachrichtungen, darunter Biolog_innen, Gesellschaftswissenschaftler_innen und Ökonom_innen, als notwendig angesehen. Wissenschaftlich ist es bereits gängige Praxis, einen Rohstoff oder ein Produkt gemäß der Umweltverträglichkeit zu analysieren und diesen Wert durch eine Maßzahl anzugeben. Man spricht dabei vom ökologischen Rucksack, vom ökologischen Fußabdruck oder auch vom Materialinput pro Serviceeinheit (MIPS-Wert). Weitere Informationen bietet u.a. das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH unter
www.wupperinst.org/de/projekte/themen_online/mips/index.html
Es ist an der Zeit, die Auswirkungen auf Umwelt und Sozialgefüge in den Preis der Dinge einfließen zu lassen. Die Schädigungen werden damit reduziert oder durch die erhobene Umsatzsteuer stehen zumindest die finanziellen Mittel zur Verfügung, um geeignete Gegenmaßnahmen bzw. Ausgleichsmaßnahmen zu initiieren.
Im Bereich Landwirtschaft bedeutet dies, dass für Fleischprodukte ein höherer Umsatzsteuersatz als für Gemüse erhoben wird und die geringste oder keine Umsatzsteuer für Produkte aus biologischem Anbau zu entrichten ist, die idealerweise auch noch aus der Region stammen.
Im Energiebereich ist durch die Verbraucher_innen für Strom aus Sonne und Wind eine geringere Umsatzsteuer als für Kohlestrom zu zahlen, ebenso ist eine Photovoltaikanlage ebenso wie ein Windrad insgesamt mit einem niedrigeren Umsatzsteuersatz als ein konventionelles Kraftwerk zu besteuern.
Die weitere Begründung erfolgt mündlich.
Kommentare
Ich bin mir sicher, dass wir auch für den Joghurt aus mehreren Zutaten eine Lösung bzw. den nach Nachhaltigkeitsaspekten richtigen Umsatzsteuersatz finden würden. Es ist aber durchaus möglich, diesen Ansatz zunächst nur auf bestimmte Produkte oder Dienstleistungen anzuwenden (wie von dir angesprochen: Energie) und die übrigen Produkte weiterhin mit dem normalen Umsatzsteuersatz zu besteuern.
Es geht hier zunächst darum, ein Konzept zu erstellen, welches den Kerngedanken des Antrages umsetzt. Daher heißt es im Antrag: "Die Bundestagsfraktion, der Bundesvorstand und die Europafraktion werden gebeten, ein Konzept zu erarbeiten, um die Umsatzsteuer gemäß eines Nachhaltigkeitsindikators von Rohstoffen, Produkten, Verfahren und Dienstleistungen zu erheben."
Danke für deine Rückmeldung!
Wir freuen uns auf Meinungen zu diesem Artikel. Bitte beachtet unsere Nutzungsbedingungen.
Die Kommentarfunktion dient nicht dazu, direkt mit uns Kontakt aufzunehmen oder Fragen zu stellen. Dafür haben wir ein Kontaktformular.