Auf Rekordjagd

Winfried Kretschmann als erster grüner Ministerpräsident, drei Regierungsbeteiligungen, 69 neue Landtagsabgeordnete, knapp 1.000 grüne Mandatsträger zusätzlich in den Kommunen in Hessen und Niedersachsen und über 58.500 Mitglieder. Nie zuvor haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN soviel Zuspruch bekommen - eine Rekordjahr in jeder Hinsicht.

Fuß mit grünem Pfeil auf Asphalt., Foto: xxeeRehvolution.de/photocase.com
2011 war das erfolgreichste Jahr für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Foto: xxee/Rehvolution.de/photocase Foto: xxeeRehvolution.de/photocase.com

Als am Abend des 27. März der grüne Balken bis auf 24,2 Prozentpunkte anwächst und den der SPD hinter sich lässt, wird klar: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte haben die GRÜNEN die Chance, einen Ministerpräsidenten zu stellen - mit Sicherheit der Höhepunkt eines an Höhepunkten reichen grünen Superwahljahrs.

Rekordergebnisse, Mitgliederboom und die Rücknahme der AKW-Laufzeitverlängerung - 2011 wird zum erfolgreichsten grünen Jahr aller Zeiten. Der "Trend nach oben" zieht sich wie ein grüner Faden durch das Jahr, wirkt bei Landtagswahlen ebenso wie bei Stadtrats- oder Bürgermeisterwahlen. Wir fassen die wichtigsten Ergebnisse zusammen:


(Grafiken zum Vergrößern anklicken)

Überall dazugewonnen: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben als einzige der im Bundestag vertretenen Parteien ausnahmslos bei allen Landtagswahlen Prozentpunkte hinzugewonnen (durchschnittlich 6,3 Punkte) und sich vielerorts sogar verdoppelt. Während das Vertrauen in die schwarz-gelbe Bundesregierung dramatisch schwindet, wünschen sich die Wählerinnen und Wähler einen stärkeren Einfluss der Grünen auf allen politischen Ebenen.


Alle Landtage erobert: Sachsen-Anhalt macht den Anfang: Bei der Wahl am 19. März ziehen die Grünen mit einem Rekordergebnis zum ersten Mal seit 1998 wieder in den Magdeburger Landtag ein. Nach dem Erfolg in Sachsen-Anhalt folgen die Rückkehr in den Landtag in Rheinland-Pfalz und der erstmalige Einzug in Mecklenburg-Vorpommern. Der Schweriner Landtag wird dabei auch noch mit dem besten Wahlergebnis eines ostdeutschen Landesverbandes erobert. Und nicht zuletzt markiert dieser Wahlerfolg den Schlusspunkt eines der wichtigsten Ziele für 2011: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind zum ersten Mal in ihrer Geschichte in allen 16 Landtagen vertreten.


Mitgliederboom: Die Grünen schneiden in diesem Jahr nicht nur bei Wahlen gut ab. Während den anderen Parteien die Mitglieder abhanden kommen, entscheiden sich immer mehr Menschen für einen Parteieintritt bei den Grünen. Ende 2010 waren es 52.991 Mitglieder, jetzt sind es bereits 58.504 (Stichtag: 14. September 2011). Und viele von diesen Frauen und Männern wollen nicht nur ein Parteibuch besitzen, sondern sie mischen sich aktiv ein. Vor allem in den Kommunen.


Nach den Kommunalwahlen in Hessen und Niedersachsen können BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hunderte neue Mandatsträgerinnen und Mandatsträger in die Stadt- und Gemeinderäte und Kreistage schicken und die Zahl ihrer Kommunalpolitiker verdoppeln. Daneben haben wir mit Jochen Partsch in Darmstadt und mit Ilona Volk im rheinland-pfälzischen Schifferstadt eine neue grüne Bürgermeisterin und einen grünen Bürgermeister. In Rüsselsheim verfehlte der grüne OB-Kandidat Jo Dreiseitel mit 100 Stimmen ganz knapp den Sieg in der Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten Patrick Burghardt.

Den Schlusspunkt des diesjährigen Wahlmarathons bildet schließlich am 18. September die Abgeordnetenhauswahl in Berlin. Die Wählerinnen und Wähler haben die Grünen mit 17,6 Prozent ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt und damit gezeigt, dass sie sich eine andere Politik für die Hauptstadt wünschen.

Renate Künast sagte auf der Wahlparty am 18. September, es hätte heftigen Gegenwind gegeben - am Ende seien nicht alle Wahlziele erreicht worden. "Aber wir bleiben dran!"

Grün wächst - von unten und überall in Deutschland. Heute ist die Partei so stark wie nie zuvor und kann auf vielen politischen Ebenen Verantwortung übernehmen - für eine grüne, nachhaltige und gerechte Zukunft.

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2006 - 2008

Wieder in Opposition

Ab 2009

Grün wächst

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Jetzt wird's grün

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kommen die Grünen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf 7,1 Prozent. Sie sind damit nach 13 Jahren wieder im Landtag.

2003 - 2005

Regierungsbeteiligung auf Bundesebene: ab 2003

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Politik für alle

Winfried Kretschmann wird wohl in Baden-Württemberg der erste grüne Ministerpräsident und auch in Rheinland-Pfalz werden die Grünen mitregieren. Stimmen, Daten und Analysen zu den Wahlen.

Kommentare

Helmut
23-12-11 04:56
Lässt sich der Trend nicht wieder umkehren. Grüne Politik ist mir als einfacher Bürger zu teuer!
Erst haben uns CDU/CSU, SPD und FDP, unter teilweiser Mithilfe der Grünen, so richtig krass in die Tasche gegriffen.
Soll das etwa so weitergehen.
Bei dem was sich die Grünen auf die Fahne geschrieben haben, stellen sich mir die Nackenhaare auf.
Ich fand die Grünen auch mal nicht schlecht aber mittlerweile haben sich die Grünen den etablierten Parteien zu sehr angepasst.
Ich glaube nicht das es unter grüner Politik, hier in Deutschland viel ändert, außer das alles, mit Fokus auf die Energie, nur noch teurer wird.
Die Grünen können vielleicht den Platz der FDP einnehmen, dann sollte aber gut sein.
Fröhliche Weihnacht.
HK
19-10-11 10:54
Liebe Gleichgesinnte im ökologischen Denken,

auch das hier Genannte sicherlich das Potenzial der Einwirkungsmöglichkeiten vergrößert, so ist es doch eine Umdrehung zwischen Zweck und Mittel, wie das hier dargestellt wird. Die Wirkung ökologischen Denkens lässt sich nicht an Wählerprozenten festmachen - was immer nun die Einzelmotive sind, die Menschen jeweils gewiss auch unterschiedlich zur Wahl von Bündnis 90/Die Grünen geführt haben - die Wirkung des ökologischen Denkens lässt sich an konkreten Taten festmachen. Das ist denn in keinerlei Grafik darstellbar. Und das ist auch wunderbar so, dass das auf DIESE Weise nicht darstellbar ist. Alles andere - so wie hier - ist das tendenziell eine Höherbewertung des Quantitativen, des rein zahlenmäßig Bezifferbaren gegenüber dem Qualitativen, als dass es umgekehrt wäre. - Keine akademische Frage, sondern eine mit Konsequenzen. Das betrifft dann nicht nur die Geld-Junkies, nicht nur die verflossenen Herren abstrakter 5-Jahres-Pläne, das betrifft dann auch diejenigen, die sich ZUALLERERST in der Sonne des Hochprozentigen wähnen. - Stuft es einfach herab. Auch dafür steht Berlin als Musterbeispiel.
Wolfgang
29-09-11 21:53
finde es schön das man hier mit dem Vornamen angesprochen wird. Das hat einfach schon was gemeinsames freundschaftliches. Man fühlt sich quasi gleich zugehörig. Bitte daran denken überall wo man nicht in der Verantwortung war hat man gewonnen.
Werner
27-09-11 14:44
Tolle Zusammenstellung und der Beleg dafür, dass die Saat der vielen Jahre und Anstrengungen so richtig sichtbar aufgeht!
Ich bin sicher, das sind Bäume und keine Sonnenblumen (von wegen Hype, wenn schon, dann "Trend" ...).
Hans
19-09-11 13:53
Grüner Hype! In 2 Jahren wieder vorbei!
Kommentar

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