Alternativen zu Schwarz-Gelb

Die Bundestagsfraktion hat auf ihrer Klausurtagung in Weimar die Arbeit der schwarz-gelben Regierung analysiert und als unzureichend bewertet. Die Grüne Alternative haben sie in ihrer Weimarer Erklärung festgehalten. Hier folgen 10 konkrete Schritte der Oppositionsarbeit von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Renate Künast und Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzende
  1. Wir beantragen die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungs-ausschusses zu Gorleben.

  2. Wir werden den Antrag stellen, dass eine Reduzierung der Treibhaus-gase um 40 Prozent bis 2020 für Deutschland verpflichtend wird und durch ein Klimaschutzgesetz umgesetzt wird.

  3. Wir beantragen eine Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages, die untersucht, wie ökologisch verträgliches Wirtschaftswachstum möglich ist und wie unter den Bedingungen der Globalisierung eine ökologisch, sozial und gemeinwohlorientierte Alternative aussehen könnte.

  4. Wir werden einen Antrag zur Umsetzung unseres Bildungssolis einbringen, für die Verbesserung der Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur und wollen das Kooperationsverbot in der Bildung beenden.

  5. Wir werden einen Antrag stellen, das ALG II auf 420 Euro zu erhöhen. Wir wollen die Kinderregelsätze bedarfsgerecht erhöhen, um dann eine bedingungslose Kindergrundsicherung für alle Kinder einzuführen.

  6. Wir werden einen Antrag einbringen, der in der Leiharbeit den Grundsatz "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" sicherstellt. Darüber hinaus fordern wir in diesem Bereich die Einführung eines Mindestlohnes.

  7. Wir werden den schwarz-gelben Plänen von Steuerkürzungen und Rekordverschuldung ein verantwortungsvolles Haushaltskonzept entgegensetzen, das konsequente Aufgabenkontrolle und Einnahmeverbesserung, wie z.B. eine Vermögensabgabe, Zukunftsinvestitionen und Konsolidierung verbindet.

  8. Wir werden beantragen, die Vorratsdatenspeicherung, die Arbeitnehmerdatensammlung ELENA, die Internetsper-ren und die heimliche Online-Durchsuchung sofort auszusetzen und ein umfassendes Arbeitnehmerdatenschutzgesetz auf den Weg zu bringen.

  9. Wir werden die Bundesregierung auffordern, noch vor der Sommerpause konkrete Ziele für den Schutz der biologischen Vielfalt zu formulieren und deutlich zu machen, wie sie den Schutz der Biodiversität in allen Politikbereichen konkret verankern wird.

  10. Wir beantragen, dass die Zusage Deutschlands für die Einhaltung des Europäischen Stufenplans im Bereich der Entwicklungsfinanzierung und für die Millenniumsziele eingehalten wird.


Die Bundstagsfraktion tagte vom 13. bis 15. Januar in Weimar. Der Beschluss "Weimarer Erklärung" finden Sie hier (pdf). Weitere Fotos der Klausur finden Sie hier.

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Demonstrieren macht sexy

...verbessert die Muskulatur und schafft Möglichkeiten zur persönlichen unbelauschten Fraternisierung mit Gleichgesinnten

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Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

ongleich wir uns nicht immer grün waren: Sie und wir haben erkannt, welchen Wandel unsere Wirtschaft braucht

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ELENA stoppen!

DIE GRÜNEN rufen zur Massenbeschwerde gegen die Sammlung von Arbeitnehmerdaten auf.

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Liebe Netizens, liebe Generation C64, liebe Digital Natives,

Ihr habt ja in letzter Zeit echt viele Namen bekommen. Manche Leute behaupten, Ihr würdet nicht mehr so gern mehr als 140 Zeichen lesen – aber wir schreiben Euch heute trotzdem.

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Enttäuschung für die Bürgerrechte

Malte Spitz kommentiert die schwarz-gelbe Einigung bei Internetsperren, Onlinedurchsuchung und Vorratsdatenspeicherung.

Kommentare

15-01-10 18:11
Find ich super Grüne! Wir müssen Schwarz-Gelb wo es nur geht bekämpfen. Was mich auch freut ist dass endlich auch die Biodiversität erwähnung findet, welche zu sehr vernachlässigt wird. Das kostbarste Gut unseres Planeten. Klimaschutz heist auch Regenwaldschutz. Ich hoffe dass in NRW nach den Wahlen eine breite Linksfront mit den Grünen an der Spitze ensteht!!!
NEIN zu blinden Wirtschaftswachstum, NEIN zu Neoliberalismus!
Kommentar

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