Fleischeslust
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Wir haben sieben Bürgermeistern aus sechs Bundesländern einen Fragebogen geschickt und sie gebeten, von ihrer Motivation zu erzählen, die Gestaltungsmöglichkeiten zu nennen und die Zukunft einer Grünen Kommune zu beschreiben.

Warum machst Du Kommunalpolitik?
Michael Korwisi: Ich bin heute Oberbürgermeister in meiner Geburtsstadt. Hier habe ich meine Wurzeln. Die Stadt liegt mir am Herzen, und ich möchte sie gestalten, damit die Menschen sich wohl fühlen und gerne in Bad Homburg leben. Die besten Wege dazu öffnet mir die Kommunalpolitik.
Welche Gestaltungsmöglichkeiten hast Du als Kommunalpolitiker?
Die Möglichkeiten sind größer als viele vermuten. Das Stadtbild zum Beispiel ist eine Folge kommunalpolitischer Entscheidungen, von denen jede einzelne lange nachwirkt. Man muss also genau hinschauen. Eine Rolle spielen auch Dinge, die scheinbar von selbst funktionieren: die Kinderbetreuung, die Möglichkeiten für Menschen, bezahlbaren Wohnraum zu finden, die Abfallentsorgung oder auch der Umgang mit dem Abwasser. Es gibt viele Bereiche, in denen eine Verwaltung das Leben der Bürgerinnen und Bürger einer Stadt beeinflussen kann.
Wie groß ist der Spielraum für Deine Arbeit in Zeiten knapp bemessener Kassen?
Der Spielraum ist in Bad Homburg im Vergleich zu anderen Städten groß. Das liegt daran, dass viele der Unternehmen, die in unserer Stadt Gewerbesteuer entrichten, gute Ergebnisse erzielen. Noch können wir eine gute Sportförderung, eine gute Kinderbetreuung, Kulturleben und weitere freiwillige Leistungen bezahlen. Aber auch in Bad Homburg müssen wir darüber nachdenken, was wir uns wirklich noch leisten können.
Was konntest Du bislang als Oberbürgermeister bewegen?
Nach meinem Amtsantritt im September 2009 habe ich die Weichen für die Sanierung und den Umbau des Bahnhofs gestellt. Das historische Gebäude steht im Zentrum eines Gebietes mit großem Potenzial, das wir nutzen wollen. Im Kurpark werden wir eine Bausünde beseitigen und die Orangerie rekonstruieren. Wir machen damit ein Stück unserer Geschichte erlebbar. Die Stadt hat dafür gesorgt, dass eine Grundschule schneller als vom Schulträger beabsichtigt saniert werden kann. Für Bürgerinnen und Bürger mit geringerem Einkommen hat die Stadt den Bad-Homburg-Pass eingeführt, der Vergünstigungen im Nahverkehr – bis zu 75 Prozent – und bei Kulturveranstaltungen einräumt. Wir haben mit 730.000 Euro ein Klimaschutzprogramm für 2010 aufgelegt. Mit den bereitstehenden Mitteln fördern wir private Hausbesitzer beim Bau von solarthermischen Anlagen, Wärmedämmung und Heizkesselaustausch mit bis zu 15.000 Euro.
An welchen Punkten müssen Kommunen „grüner“ werden?
Städte haben großen Einfluss auf die biologische Vielfalt, wenn sie über die Flächennutzung entscheiden. Der Weg dahin soll möglichst häufig eingeschlagen werden, nicht nur mit abgeschiedenen Biotopen. Gleiches gilt für den Klimaschutz, denn die Ursachen des Wandels auf unserem Globus liegen vor Ort. In einer Stadtgemeinschaft muss es gleiche Chancen für Menschen mit hohem und mit geringem Einkommen geben. Städte können mehr Vielfalt zulassen, Vielfalt der Kulturen zum Beispiel. Sie können das Miteinander der Generationen fördern und die Gleichheit von Männern und Frauen herausstellen. Und und und… Für grüne Kommunalpolitiker gibt es noch viele Felder, auf denen sie aktiv werden können.






