Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
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Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
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Wie war es, als die Grünen in den Bundestag einzogen? Oder später regierten? Diese und andere prägende Meilensteine der Grünen Chronik werden hier in 30 Geschichten anlässlich unseres 30. Geburtstags in Erinnerung gerufen.

Massendemonstrationen in Bonn, Blockaden in Mutlangen: In der Gründungszeit der GRÜNEN befindet sich die Friedensbewegung auf ihrem Höhepunkt. Das sogenannte "Gleichgewicht des Schreckens" zwischen NATO und Warschauer Pakt durch atomare Aufrüstung wird in weiten Teilen der Gesellschaft mit Skepsis und Angst beobachtet.
Gegen Atomwaffen
Insbesondere gegen ein Vorhaben formiert sich der Widerstand: die Nachrüstung der Bundesrepublik mit den atomaren US-Mittelstreckenraketen Pershing II. Aus Sicht des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt (SPD) sollen sie die "Raketenlücke" schließen. Aus Sicht der GRÜNEN würde sich die Bundesregierung durch ihre Zustimmung der Vorbereitung eines Angriffskrieges schuldig machen, da die Raketen "eindeutig die Eigenschaften von Erstschlagswaffen besitzen", wie es in einer Klageschrift heißt.
Überall im Lande gründeten sich Friedensgruppen und im Laufe der Jahre 1981 und 1982 unterschreiben mehr als vier Millionen Bundesbürger den Krefelder Appell gegen die Atomraketenrüstung.
Hunderttausende demonstrieren im Bonner Hofgarten. Hundert Kilometer misst die legendäre Menschenkette, die die Friedensbewegung 1983 zwischen Stuttgart und Neu-Ulm organisiert. Und Joseph Beuys, Künstler und Grünen-Mitbegründer, singt auf den damaligen Herrn im Weißen Haus: "Sonne statt Reagan!" Auch mit dabei: der ehemalige Bundeswehrgeneral Gerd Bastian, der später für die GRÜNEN im Bundestag sitzen soll. 1983 entscheidet der Bundestag dennoch für die Nachrüstung.
Universelle Gültigkeit der Menschenrechte
Für die GRÜNEN ist der Einsatz für Menschenrechte ein ebenso wichtiger Gründungsimpuls wie der Einsatz für Frieden und Gewaltfreiheit. In einer Welt, die der Kalte Krieg in zwei Blöcke geteilt hatte, kämpfen GRÜNE für die universelle Gültigkeit der Menschenrechte – in Südafrika und der Türkei ebenso wie in der Sowjetunion. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks werden die grünen Prinzipien Gewaltlosigkeit und Menschenrechte in Konflikt miteinander geraten – durch mörderische Bürgerkriege in Afrika, Afghanistan und auf dem Balkan. (Dazu wird es in unserer grünen Geschichtsserie einen eigenen Beitrag geben.)
Hier geht es zu allen Episoden unserer Serie "Grüne Geschichte(n)".
Weitere Jahreszahlen und Grüne Ereignisse finden Sie in unserer Überblicks-Chronik.
Quelle Abb.: Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich Böll Stiftung