Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
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Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
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Alle Infos rund um EU-Fiskalvertrag, ESM und die Position der Grünen. MEHR
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Wie war es, als die Grünen in den Bundestag einzogen? Oder später regierten? Diese und andere prägende Meilensteine der Grünen Chronik werden hier in 30 Geschichten anlässlich unseres 30. Geburtstags in Erinnerung gerufen.

"Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und auf Gebete”, soll DDR-Spitzenfunktionär Horst Sindermann kurz vor seinem Tod gestanden haben. Dem gewaltlosen Protest der Straße hat der morsche SED-Staat im Herbst 1989 nichts mehr entgegenzusetzen. Den Keim der friedlichen Revolution in der DDR legen mutige Bürgerrechts-, Umwelt- und Friedensaktivisten, die sich zu oppositionellen Bündnissen zusammenschließen: zur „Initiative für Frieden und Menschenrechte“, zu „Demokratie Jetzt“, zum „Unabhängigen Frauenverband“ und zum „Neuen Forum“.

Zur ersten freien Volkskammerwahl im März 1990 schließen sich diese Bürgerrechtsbewegungen zusammen und treten im „Bündnis 90“ und als Grüne Partei an – und werden von der CDU dominierten „Allianz für Deutschland“ an den Rand gedrängt. Die Kontakte zu westdeutschen GRÜNEN, die seit den 80er Jahren bestehen, werden in dieser Zeit schnell enger, bis zu einer gemeinsamen Partei wird aber noch einige Zeit vergehen.


Demokratie jetzt
Am 13. August 1989 trafen sich Mitglieder der "Initiative Absage an Praxis und Prinzip der Abgrenzung" (IAPPA) in der Berliner Bekenntnis-Gemeinde. Sie forderten eine oppositionelle Sammlungsbewegung zur demokratischen Erneuerung der DDR. Die IAPPA-Mitglieder riefen zur Gründung der Bürgerbewegung "Demokratie jetz"« auf. In dem Gründungsaufruf heißt es: "Der Sozialismus muss nun seine eigentliche, demokratische Gestalt finden, wenn er nicht geschichtlich verloren gehen soll." Gründungsmitglieder waren unter anderen Hans-Jürgen Fischbeck, Katrin Göring-Eckardt, Reinhard Lampe, Ludwig Mehlhorn, Ulrike Poppe, Wolfgang Ullmann und Konrad Weiß.
Initiative Frieden und Menschenrechte (IFM)
Die IFM, gegründet 1986, ist die erste kontinuierlich arbeitende Bürgerrechtsgruppe in der DDR. Mit dem "grenzfall" gibt sie ihre eigene Zeitschrift heraus. Mitbegründer waren Martin Böttger, Bärbel Bohley, Gerd Poppe, Werner Fischer, Thomas Rudoph, Ralf Hirsch, Wolfgang Templin und Reinhard Weißhuhn.
Neues Forum (NF)
In Grünheide bei Berlin versammelten sich am 9. September 1989 aus elf der 15 DDR Bezirke 30 Personen und gründeten das Neue Forum. Am 10. September 1989 wurde der Aufruf "Aufbruch 89 – Neues Forum" verbreitet. Unterschrieben wurde er unter anderen von Bärbel Bohley, Frank Eigenfeld, Katrin Eigenfeld, Rolf Heinrich, Katja Havemann, Sebastian Pflugbeil, Jens Reich, Reinhard Schult, Jutta Seidel und Hans-Jochen Tschiche. Das Neue Forum strebte im Gegensatz zu den anderen oppositionellen Organisationen von Anfang an einen legalen Status an.
Mehr Informationen zu dem Thema gibt es auch bei der Havemann Gesellschaft.
Hier geht es zu allen Episoden unserer Serie "Grüne Geschichte(n)".
Weitere Jahreszahlen und Grüne Ereignisse finden Sie in unserer Überblicks-Chronik.
Quelle Abb.: Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich Böll Stiftung