Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
Eine Geschichte über unfaire Ausnahmen, die Schwarz-Gelb der Industrie gewährt. MEHR
Wie wir bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern werden können. MEHR
Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist. MEHR
Alle Infos rund um EU-Fiskalvertrag, ESM und die Position der Grünen. MEHR
Grüne Mitglieder können zehn Projekte für die Bundestagswahl 2013 auswählen. MEHR
Wie war es, als die Grünen in den Bundestag einzogen? Oder später regierten? Diese und andere prägende Meilensteine der Grünen Chronik werden hier in 30 Geschichten anlässlich unseres 30. Geburtstags in Erinnerung gerufen.

Proteste vor dem IWF und der Weltbank, Solifonds für Nicaragua, Waffen für El Savador – seit ihrer Gründung unterstützen Grüne den Kampf in den Ländern des Südens für Demokratie, Menschenrechte und globale Gerechtigkeit. In unzähligen Initiativen beschäftigten sie sich mit Weltwirtschaftsstrukturen, Abhängigkeit und Ungerechtigkeit. Mit den Solifonds stellten die GRÜNEN Geld für Nord-Süd-Projekte bereit. Ein Höhepunkt der Bewegung: Die Kampagne gegen den Internationalen Währungsfonds, die 1988 in Berlin über 100.000 Demonstranten auf die Straße brachte.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht außerdem Mittelamerika: Die Revolution in Nicaragua lässt in vielen WG-Kaffeetassen die „Sandino Dröhnung" schwappen, und auch der Guerillakampf in El Salvador bewegt die Gemüter. Als die Soldaritätsbewegung „Waffen für El Salvador“ fordert, geraten sie mit Teilen der Friedensbewegung aneinander. Das grüne Prinzip der Gewaltfreiheit und die Unterstützung bewaffneter Befreiungskämpfe geraten in Konflikt miteinander – nicht zum letzten Mal, wie die heftigen Debatten um Bosnien, Ruanda, Kosovo und Afghanistan zeigen werden.



Mit dem Netzwerk Attac, eine seit 1998 aus Frankreich wachsende globalisierungskritische Bewegung, verbinden die GRÜNEN gemeinsame Werte und Wurzeln, aber auch heftige Kontroversen – insbesondere während der Regierungsbeteiligung 1998-2005. Später folgt die Annäherung: Beim G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm marschieren Grüne und Globalisierungskritiker Schulter an Schulter. 2009 zieht Attac-Gründer Sven Giegold für die GRÜNEN ins Europaparlament ein. Zum 10. Geburtstag von Attac schreibt die grüne Parteispitze. „Wir freuen uns, dass es euch gibt.“

19. JULI 1979:
Die sandinistische Revolution in Nicaragua siegt über das Somoza-Regime.
17. MÄRZ 1984:
Zentralamerika-Hearing der Bundestagsfraktion: DIE GRÜNEN setzen sich für das Ende des Wirtschaftsembargos gegen Nicaragua ein.
9. DEZEMBER 1984:
DIE GRÜNEN beschließen die Gründung des Internationalen Solidaritätsfonds, der die »Dritte-Welt«-Arbeit finanziell unterstützen soll.
1986:
Die Abgeordneten Uschi Eid und Petra Kelly und der Bundesgeschäftsführer Lukas Beckmann ketten sich aus Protest gegen das südafrikanische Apartheidsregime in der deutschen Botschaft in Pretoria an.
JANUAR 1987:
Auf Druck der Grünen wird der »U-Boot-Ausschuss« im Bundestag eingerichtet, der die Zusage des Bundeskanzlers Kohl an den südafrikanischen Präsidenten Botha untersucht, U-Boote nach Südafrika zu liefern.
26. SEPTEMBER 1988:
DIE GRÜNEN und die AL Berlin sind maßgeblich an der kritischen IWF-Weltbankkampagne in Berlin beteiligt. Höhepunkt sind der »Gegenkongress« und eine Demonstration mit über 100.000 Menschen.
1990:
DIE GRÜNEN erarbeiten ein Konzept »für eine ökologisch und solidarische Weltwirtschaftsordnung«, das Umwelt- und Entwicklungsfragen miteinander verbindet.
1995:
Seit der rot-grünen Landesregierung 1995 bekommt jede Kommune in Nordrhein- Westfalen 25 Cent pro Einwohner aus dem Landeshaushalt für die Förderung von Entwicklungsprojekten.
20. OKTOBER 1998:
Im Koalitionsvertrag der rot-grünen Bundesregierung schlägt sich ein neues Verständnis von Entwicklungspolitik nieder. Diese wird verstanden als Teil einer globalen Strukturpolitik.
18. JUNI 1999:
Beim Kölner G8-Gipfel demonstrieren 30.000 Menschen für die Entschuldung von Entwicklungsländern. Auf dem Gipfel wird auf Vorschlag der rot-grünen Bundesregierung die Entschuldungsinitiative für die ärmsten Länder beschlossen.
OKTOBER 2001:
Uschi Eid wird persönlicheG8-Afrikabeauftragte des Bundeskanzlers.
JUNI 2007:
Beim G8-Gipfel in Heiligendamm demonstrieren Zehntausende.
JUNI 2009:
Attac-Begründer Sven Giegold zieht für die GRÜNEN ins Europaparlament ein
Hier geht es zu allen Episoden unserer Serie "Grüne Geschichte(n)".
Weitere Jahreszahlen und Grüne Ereignisse finden Sie in unserer Überblicks-Chronik.
Quelle Abb.: Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich Böll Stiftung